(Opeth)
Alles Gute kommt aus Schweden - nicht nur Billy, Ektorp und Köttbullar sondern auch „Gruselrocker" Opeth. Zumindest dachte ich bis jetzt, dass sie gruselig seien, treffe aber auf einen sehr redefreudigen und immer lächelnden Gitarristen, der mit seinen hellblauen Augen so manchem weiblichem Fan den Kopf verdrehen könnte.
Wir suchen nach einem ruhigen Platz für das Interview, finden es jedoch nicht, weil überall reger Betrieb herrscht. Wir setzen uns zurück auf die olle Couch vor der Umkleidekabine der Bands und ich reiche ihm den Shortcut zum Ausfüllen. Im Hintergrund surrt die Nadel des Tätowierers, die in den Unterarm von Sänger Mikael sticht. That´s life on the road...
Sorgfältig füllt er in Farbe lila den Shortcut aus und grübelt länger bei der Frage nach dem Lieblingsessen und lacht, als ich ihm „Köttbullar" vorschlage.

Wie war Euer Konzert gestern in Berlin?
Peter: Gut! Es war ausverkauft! wir haben nicht scheiße gespielt, also war es gut!
Hier in Köln seid Ihr seit Eurem letzten Konzert als Headliner vom Underground in die Live Music Hall gewechselt. Hat dies alles mit Roadrunner Records zu tun?
Peter: Ich weiß es nicht. Sie sind sicherlich eine helfende Hand, allerdings touren wir seit 5 Jahren ständig. Wir haben hier bereits mit Type-O-Negative vor ein paar Jahren gespielt.
Nun seid Ihr also bei einer größeren Plattenfirma unter Vertrag. Ihr habt neue Fans – siehst du an all dem auch negative Seiten?
Peter: Ich sehe keine negativen Aspekte. Was wir allerdings nicht möchten – nein, da gibt es kein „was wir nicht möchten"... (überlegt). Sobald du mehr Fans hast, ist dort immer die Möglichkeit, dass einige dieser Fans nicht echte Fans sind. Es mag Leute geben, die dich in Magazinen sehen und denken, dass der Drummer cool aussieht oder was auch immer. Vorher waren unsere Fans ziemliche „die-hard"-Fans.
Du meinst, es war mehr „Underground"?
Peter: Mehr Underground, du musstest suchen, um uns zu finden. Mittlerweile kannst du die Zeitschrift aufschlagen und wir sind drin. Es ist einfach. Ich denke nicht, dass wir einfach anzuhören sind. Du musst dich schon ein wenig konzentrieren, um uns zu mögen. Wenn wir mehr Fans davon bekommen, bei einer größeren Plattenfirma unter Vertrag zu sein, so hoffe ich, dass wir immer noch die treuen Fans haben. Ich habe lieber 1.000 treue Fans als 500.000 nicht loyale Fans. Auch wenn 500.000 nicht loyale Fans gut für mein Konto sind (lacht).
Amplifier sind Euer Support-Act. Gibt es andere Bands mit denen Ihr gerne touren würdet? Fans in Internet-Foren schlugen Enslaved, Disillusion, Infinity und Isis vor.
Peter: Ist das, was sie sehen möchten?
Yeah. Mit welcher Band würdest du gerne touren?
Peter: Amplifier ist eine der Bands, die wir haben wollten, weil wir mit Bands touren möchten, die wir mögen. Wir sind bereits mit vielen Bands getourt, die wir mögen, wie Madder Mortem, tolle Band! Wir haben eine Tour mit Katatonia gemacht. Wir hätten sie gerne nochmals dabei, weil dies bereits fünf Jahre her ist.
Entscheidet Ihr als Band über die Support-Acts oder ist das Eure Plattenfirma?
Peter: Wir entscheiden bis zu einem gewissen Grad. Wir haben Vorschläge für jede Tour. Es muss mit dem Management gehandelt werden, die Bands müssen verfüg bar sein. Manchmal touren diese bereits als Support. Wir möchten Bands haben, von denen wir sagen können, dass wir diese mögen. Diesmal ist es also einfach – wir mögen Amplifier. Wenn Leute uns über die Band etwas fragen, können wir die Fragen beantworten (lacht). Manchmal sind da Bands, die wir musikalisch nicht unbedingt mögen, aber letztendlich nette Typen sind. Es ist trotzdem manchmal schwierig, weil ihre Musik scheiße ist. Es ist einfacher ein Paket zu vermarkten, wenn du die Band magst.
Einzelne von Euch sind verheiratet, haben sogar Kinder. Habt Ihr Möglichkeiten Eure Familie auf Tour dabei zu haben?
Peter: Nur Mikael hat ein Kind. Ich arbeite daran, bin aber nie zu Hause (lacht). Sie war – ich kann nur für sie sprechen – Melinda (Mikaels Tochter – A.d.R.) war ein Mal dabei. Sie kam mit nach Paris mit Mikaels Ehefrau.
Ihr möchtet das Tourleben also nicht von Eurem privatem Leben trennen?
Peter: Ich nehme an, dass ich, wenn ich ein Kind hätte, sie oder ihn nicht von diesem Leben trennen möchte. Es ist natürlich nicht sehr praktisch ein Kind im Tourbus dabei zu haben. Es ist nicht, dass wir Partys feiern und so, jedoch ist es räumlich sehr eng und auch laut. Die Umgebung ist nicht gut. Für einige Tage würde es klappen. Aber auch wenn ich meine Frau mitbringe, langweilt sie sich nach drei Tagen, da wir ja weiter arbeiten. Wir machen den Soundcheck, wir halten Interviews, die Show. Während dieser Zeit hat sie nichts zu tun. Sie würde sich nach Köln oder sonst wohin abseilen.
Sie geht shoppen und gibt dein Geld aus!
Peter: Yeah, hier ist meine Karte (lacht)!
Es ist nun ein halbes Jahr her, dass Lopez die Band verlasen hat. Fühlst du, dass die Band stabiler geworden ist durch den neuen Drummer, auf den Ihr Euch verlassen könnt?
Peter: Ja! Bevor Lopez diese Probleme hatte, war er ein verlässlicher Drummer. Jedoch hatte er viele Probleme – er hatte diese Funktionsstörung seines Blutes, er hatte Panikattacken und all das machte ihn... (überlegt) er war nicht mehr solid. Sein Schlagzeugspiel ging so (zeigt in eine Richtung) und die Band folgte da lang (zeigt in andere Richtung). Das Schlagzeug ist das Wichtigste in dem Sinne, dass die Band selbst nie besser ist, als der Schlagzeuger. Aber wir haben ihm viel Zeit gegeben, über diese Situation nachzudenken. Es hat ihn mehr als ein halbes Jahr um sich darüber klar zu werden, zurückzukehren, herauszufinden, ob er in der Band bleiben möchte oder nicht und ich denke, dass er dies wollte jedoch nicht damit fertig wurde. Es war eine beidseitige Entscheidung; es gab keine negativen oder schlechten Gefühle dabei – er hat dies entschlossen. Wir werden 18 Monate für jedes Album auf Tour sein und er konnte damit nicht fertig werden und so ist die Situation, in der wir uns jetzt befinden, viel solider. Axe ist – wir nennen ihn Axe, sein Name ist auch Martin – er war vormals nicht in einer tourenden Band. Natürlich ist er mal getourt, jedoch hat sich sein Leben total verändert vom zu Hause sein und mal hier und da mit verschiedenen Bands zu touren und plötzlich ist er ständig on tour. Aber er ist sehr solid. Jeden Abend liefert er genau das ab, was wir von ihm erwarten und manchmal sogar mehr. Sein Tief ist recht hoch angesetzt. Die Band glänzt jeden Abend dank ihm.
Einige Fans behaupten, sein Stil passe nicht zu Opeth.
Peter: Nun ja, er unterscheidet sich natürlich von Lopez. Lopez ist richtig technisch veranlagt und hat diesen südamerikanischen Einfluss, den Axe vielleicht nicht hat. Allerdings ist Axe verlässlicher. Fans sehen manchmal die auffälligen Seiten, jedoch sehen sie nicht, dass das Tempo mal schneller und langsamer ist und er Sachen auch vergeigen konnte. Axe ist in der Hinsicht viel solider, vielleicht nicht so auffallend wie Lopez es manchmal war. Das liegt aber auch daran, dass Axe die Sachen von Lopez spielt. Axe möchte einen Song, den Lopez aufgenommen hat, nicht zu sehr verändern, weil die Leute sich auch darüber beschweren würden. So denke ich, dass ab dem nächsten Album, welches wir mit Axe aufnehmen werden, er sein eigenes drumming durchzieht. Das wird eine völlig andere Sache.
Ja, Fans werden keine Möglichkeit haben, beide miteinander zu vergleichen.
Peter: Zumindest werden sie sein Schlagzeugspiel hören. Momentan übernimmt er das Schlagzeugspiel eines Anderen. Das wir anders ab dem nächsten Album.
Hast du noch immer Kontakt zu Lopez? Ist er musikalisch aktiv?
Peter: Er hat eine neue Band zusammen, allerdings bin ich mir nicht sicher, was er so treibt. Es liegt auch daran, dass wir nie zu Hause sind, weißt du. Also sehe ich nicht viele Leute. Ich habe aber länger nicht mit ihm gesprochen. Das letzte Mal ging es ihm gut. Er hat eine Band zusammengestellt, allerdings denke ich nicht, dass sie nun touren werden.
Warum hat die Band oder die Plattenfirma sich entschieden, eine Limited Edition von Ghost Reveries ein Jahr nach normaler Veröffentlichung auf den Markt zu bringen? Was ist der Grund dafür?
Peter: (lacht laut) Nun, ich denke, Roadrunner hat den Ruf Wiederveröffentlichungen herauszubringen. Ich weiß nicht, ob sie das immer tun. (dreht sich zu Roadrunner Records Mitarbeiterin) Bringt Ihr Wiederveröffentlichungen immer zur gleichen Zeit raus? Es ist immer später, nicht wahr?
Roadrunner: Es ist immer danach. Manchmal ist es jedoch anders. Es ist nicht immer nur unsere Idee, denn manchmal kommen Bands wie Cradle Of Filth mit Ideen an wie „Oooh, wir haben einiges an neuen specials", welche sie während er Tour aufgenommen haben und so sagen sie „Ooh, lass uns diese Special Edition rausbringen". Ich denke, es ist nicht immer eine Entscheidung, die nur von uns getroffen wird, sondern auch mal von der Band und der Plattenfirma.
Peter: Ich kann nur sagen, dass ich diese Idee überhaupt nicht mag. Wenn wir eine auffällige Verpackung wollten, dann würde ich sie bereits auf der Originalversion haben wollen. Denn ich denke, wenn du ein Fan bist und die Veröffentlichung gerade draußen ist, solltest du die perfekte Edition bekommen. Wenn ich ein Album kaufe und ich sehe sechs Monate später eine schönere Edition, bin ich angepisst.
Roadrunner: Es pisst jeden an. Ich als Fans wäre auch angepisst.
Würdest aber dennoch die Version kaufen...
Peter: Manchmal. Wahrscheinlich würde ich meine Originalversion verkaufen. Da dies passieren musste, wollten wir Sachen hinzufügen, so dass es auch Sinn macht diese neue Version zu kaufen; vor allem wenn du das Album noch nicht besitzt, kannst du dieses hier kaufen. Wenn du aber ein richtiger die-hard Fan bist und du beide Versionen haben willst, soll es sich ebenfalls lohnen. Solltest du jedoch nur die Originalversion besitzen, solltest du die neue auch nicht hinzukaufen müssen. Man sollte später die Möglichkeit zu Downloads oder ähnlichem haben. Aber wenn du ein die-hard Fan bist, kannst du das neue package kaufen. Meiner Meinung nach sollte jedoch alles zur gleichen Zeit veröffentlicht werden.
Ich dachte, es sollte Euch mehr Zeit geben, um noch auf Tour zu gehen und Fans eine Überbrückung bis zum nächsten Album zu geben.
Peter: Das würde für uns keinen Unterschied machen da die Verluste einer Platte nach zwei Jahren wieder hereingeholt sind. Wenn die Verluste dieser Platte ausgeglichen sind, ist es sowieso bereits 2009, also ist es für uns egal. Es könnte uns lediglich in dem Sinne helfen, da es vor kurzem rausgekommen ist und uns noch das Touren ermöglicht. Nun sind wir zurück in Deutschland und das liegt wohl daran, dass die Wiederveröffentlichung auf dem Markt ist. In diesem Sinne hilft es, ja.
Im Booklet beschreibt Mikael den Schreibprozess für das Album. Fühlst du, dass die Band mittlerweile reifer geworden ist? Bereitet Ihr Euch mehr auf das Songwriting vor?
Peter: Mikael schreibt mittlerweile grundsätzlich alles. Jeder hat einen Anteil am Album, indem eigene Ideen vorgestellt werden und manchmal werden diese Ideen verwendet. Jedoch schreibt er das Meiste und wir sind an einem Punkt angekommen, an dem alle realisierten, dass er der beste Songwriter ist. Daher denke ich, dass der größte Unterschied im Songwriting und im Prozess, der sich verändert hat, er selbst ist. Er ist wohl erwachsen geworden, weiß wohl genau was er möchte im Gegensatz zu früher, vermute ich; wir versuchten dies und jenes. Das hat nicht funktioniert. Man kann regelrecht spüren, wenn er Ideen vorstellt man genau weiß, dass diese klappen. Vor allem jetzt, da wir das Album lange eingespielt haben und alles Ideen ausprobieren konnten, hier und dort Kleinigkeiten ändern konnten. In der Vergangenheit nahmen wir Sachen auf und für Veränderungen war es bereits zu spät, da die Veröffentlichung anstand.
Es gibt jedoch viele Fans, die dich aktiver im Schreibprozess sehen möchten.
Peter: Wen? Mich? Nun, du musst wissen, es ist nicht der Fall, dass...
Nach dem Motto: die "eigenen" Songs schreiben.
Peter: Nun, Mikael ist der beste Songschreiber, es gibt keinen Grund für mich mit "ich habe einen Song und ich will diesen auf dem Album" anzukommen. Ich bevorzuge die Tatsache, Ideen an ihn weiterzugeben und er bringt diese in den Kontext. Nun, ich verstehe was du meinst (lacht etwas verschämt), jedoch war dies nie der Fall, wo... (überlegt) – als wir mit Opeth anfingen, schrieben wir alles zusammen. Es war Bandsache, die Songs zu schreiben. Es gab kein „das ist mein Song, das ist dein Song". Wir hatten wohl unterschiedliche Ideen. Mikael schreibt vieles heutzutage. Sobald ich Ideen habe, gebe ich diese an ihn weiter, damit er diese in den Kontext einarbeitet. So passt es besser zu Opeth. Um ehrlich zu sein denke ich, dass Ghost Reveries besser gelungen ist, als Morningrise.
Ich weiß, dass du keine Zeit dafür hast, jedoch interessiert mich, ob du nicht dein eigenes Musikprojekt hättest?
Peter: Nun, wie du bereits sagst, haben wir momentan wirklich keine Zeit. Sobald wir eine Auszeit nehmen, wäre die richtige Zeit für Projekte. Das Gute an dieser Band ist, dass sie so verschiedenartig, so dynamisch ist. Wenn du mal Jazz aus dir raus lassen willst, kannst du das in dieser Band auch machen. Es gibt also keinen Drang danach ein Projekt zu betreiben, es sei denn, man wolle es natürlich regelmäßig machen. Wenn wir Auszeiten haben bevorzuge ich allerdings zu Hause zu sitzen und aufzunehmen. Ich brenne nicht darauf und weitere Shows zu machen wie Per. Er spielt noch mit anderen Bands wenn wir sechs Monate Pause haben und tourt. Ich würde dies nicht machen wollen. Ich möchte einfach nur zu Hause sein und mich wieder mit Freunden und Familie vertraut machen. Aber ich spiele und nehme Sachen auf, wenn ich zu Hause bin.
Welche Pause hast du angesprochen? Was meinst du? Werdet Ihr Euch eine längere Auszeit gönnen?
Peter: Ja, das ist die vorerst letzte Tour, die wir für Ghost Reveries machen. An Weihnachten (2006 – A.d.R.) werden wir 19 Monaten auf Tour sein und davor haben wir drei Monate aufgenommen und geprobt. Damit hat dieser Zyklus zwei Jahre gedauert. Wir werden eine Auszeit von mindestens sechs Monaten nehmen, welche ich als Urlaub oder sonst wie bezeichnen würde. Wir möchten uns für einige Zeit nicht jeden Tag sehen müssen (lacht). Wir werden wieder mit dem Schreiben beginnen und schließlich proben. Danach werden wir wieder aufnehmen. Jedoch wissen wir, dass der nächste Kreislauf wieder zwei Jahre dauern wird. So möchten wir sicherstellen, dass wir auf das Betreten des Studios wieder richtig Lust bekommen. Diese Pause bedeutet vor allem, dass wir nicht touren werden.
„Soldier Of Fortune" ist wieder einmal ein Cover Song. Gibt es eine Geschichte hinter der Aufnahme?
Peter: Es ist der dritte Cover Song, den wir aufgenommen haben. Zwei Songs – lass mich überlegen – wir haben "Remember Tomorrow" von Iron Maiden in 1997 aufgenommen. Das war Martin Lopez´s erste Aufnahme mit uns. Davor haben wir einen Song mit dem Titel „Circle Of The Tyrant" von Celtic Frost aufgenommen. Das war wohl im Jahr 1996. Die beiden Songs waren für Compilation Alben und wir hatten gerade zwei Alben draußen und es war einfach nur toll etwas aufgenommen zu haben, mit dem wir uns promoten konnten. Mittlerweile sind wir vorsichtiger. Wir waren nie eine Cover Band. Einige Bands spielen in ihren Anfängen viele Cover Songs und spielen diese manchmal live. Wir haben lediglich ein Mal „Circle Of The Tyrant" gespielt und das, weil uns Cradle Of Filth während der ganzen Tour dafür anflehten. Und dann nahmen wir „Soldier Of Fortune" auf. Ich glaube wir sollten eine BBC Live Session vor ungefähr einem Jahr aufnehmen und wir sollten zwei unserer eigenen Songs und einen Cover Song im Studio spielen. Das war der einzige Song, der uns direkt einfiel und so nahmen wir den auf.
Warum covert Mikael keine Whitesnake Songs (Whitesnake ist Mikaels Lieblingsband – A.d.R.)?
Peter: Nun, jeder hat und spielt seinen Lieblingsriff, jedoch haben wir lange Zeit keinen Cover Song in seiner vollen Länge gespielt. Es ist Jahre her, daher ist dies wohl der einzige Song den wir alle kennen (lacht).
Welche anderen Bands oder Künstler außer Scott Walker haben Euch für Ghost Reveries inspiriert?
Peter: Offensichtlicherweise Scott Walker, jedoch gibt es da unzählige. Es ist schwierig zu sagen, wer genau. Wir haben so viele Einflüsse und es steigert sich immer mehr nach den Jahren und plötzlich ist es schwer auseinander zu halten was Inspiration ist und was nicht. (Roadrunner Records Mitarbeiterin kommt auf mich zu und bittet mich das Interview zum Ende zu bringen.) Im Grunde sind wir durch all diese Bands inspiriert worden, wissen jedoch nicht mehr, was Inspiration genau ist. Allerdings stellt für uns eine inspirierende Band auch eine Art Gefahr dar.
Peter, vielen Dank für das Interview. Du bist ein sehr angenehmer Interviewpartner.
Peter: Nun, danke (lächelt verschämt).
Wir knipsen noch schnell ein Foto zusammen, Bassist Martin lümmelt in einem Sessel während wir den letzten Small-Talk über die Anzahl der verkauften Tickets halten und Peter zum nächsten Interview gerufen wird. Und wieder: That's life on the road...
MHQ bedankt sich bei Roadrunner Records und Sylvie für die Möglichkeit dieses Interview zu führen.