(Templeton Pek)
Birmingham, Englands zweitgrößte Stadt und Zentrum der britischen Metallindustrie. Große Namen diverser Musikgenres kommen aus Birmingham – das neueste heiße Eisen ist: Templeton Pek. Templeton Pek, das sind Kevin Green, Neal Mitchell und Simon Bradford. Sie spielen modernen Punk-Rock mit Hang zur Melodie. Die zwei parallel agierenden Sänger verhelfen Templeton Pek zu einer enormen Bandbreite an Stimmungen und Harmonien, die sie auch live gekonnt zur Geltung bringen. In den Genuss des britischen Punk-Rock-Trios wird man hierzulande schon im Februar kommen. Parallel zum deutschen Release von "No Association" am 20. Februar wird Templeton Pek die Eislinger Punk-Rocker Itchy Poopzkid auf deren GSA Tour begleiten. Hier ein Interview mit Bassist und Sänger Neil Mitchell.
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Templeton Pek (v.l.n.r.): Kevin Green, Neal Mitchell und Simon Bradford (Foto: Marianne Harris)
Wie und wo wurde das Album aufgenommen?
Neal: Ursprünglich wollten wir nur eine EP aufnehmen, also sind wir in die Mighty Atom Studios nach Wales, um mit Joe Gibb (Funeral for a Friend, Million Dead) zu arbeiten. Ein Label aus England, mit dem wir damals im Gespräch waren, und unser japanisches Label fragten dann jedoch nach einem Album. Wir wussten, dass wir genug Songs am Start hatten, es ging also lediglich um die Geldfrage. Also sind wir ganz schnell arbeiten gegangen, um genug Geld für die Aufnahmen zusammen zu kratzen und haben die zweite Hälfte zusammen mit Joe Gibb aufgenommen. Das ganze Album wurde in 13 Tagen eingespielt. Wir haben anschließend ein paar Remixes gemacht und hier und da ein paar Overdubs hinzugfügt. Simon hat es dann in unserem Studio gemastered.
Was ist Dein Lieblingssong auf dem Album „No Association“?
Neal: Hey das ist ne harte Frage… Meine Lieblingssongs wechseln von Zeit zu Zeit. Manchmal nervt Dich ein Lied echt total und ein paar Wochen später spielst Du es live und denkst Dir ‚Hey das ist eigentlich ein echt cooler Song’. Deswegen fällt es mir schwer, einen speziellen Track auszusuchen. Generell sind wir alle extrem stolz auf alle Titel auf `No Association´.
Wie ist das Artwork der CD mit der Scheibe in Verbindung zu bringen?
Neal: Um ehrlich zu sein… das Artwork ist ein Alptraum! Der Titel der CD bezieht sich darauf, dass wir uns nicht mit einem Trend oder einer Szene beziehungsweise ganz allgemein mit der Verlogenheit der Industrie in Verbindung setzen wollen. Also hab ich mir ein paar Gedanken gemacht, die ich den Jungs vorgeschlagen habe, aber nichts hat so richtig gezündet. Irgendwann hat mich ein Kumpel einem Studenten aus Japan vorgestellt, der einen Notizblock voll von diesen seltsamen Zeichnungen hatte. Ich hab ihn überreden können, mir seine Zeichnungen zu leihen und ich durfte sein Gekritzel in meinen PC einscannen. Ich hab dann ein paar Linien und komische Bildchen hinzugefügt, woraus dieser etwas bizarre Hintergrund entstand… das hat prinzipiell keine Bedeutung, sieht einfach nur ungewöhnlich aus. Letztlich hat es auch hervorragend für die Veröffentlichungen in England, Japan und Deutschland/Österreich/Schweiz funktioniert, jeweils die Farbmuster zu verändern. Ich finde allerdings, dass die weiße Version die schönste ist.
Was erwartet ihr Euch von eurer ersten Mainland Europa Tour?
Neal: Wir sind total begeistert! Jede Band, mit der wir bisher gesprochen haben, hat gesagt, wie großartig es sei. Wir wollen so oft wie möglich zurückkommen und auch diverse Festivals angehen, nachdem wir immer wieder nur Gutes darüber hören. Außerdem ist das Bier gut… Wir freuen uns total darauf, mit Itchy Poopzkid zu spielen, mit ihnen Zeit zu verbringen und zu bechern. Auch was die Leute auf den Konzerten angeht: wir freuen uns extrem – wir sind nicht die „Backstagerumhänger“, sondern wollen immer so viele Leute wie möglich kennen lernen. Also hoffen wir, dass alle Shows gut laufen werden und wir sehr viele Leute begeistern können.
Kennt ihr Bands/Songs die nicht aus England kommen?
Neal: Wir sind große Fans von Waterdown, die mal auf Victory Records waren. Der Song „Round Two“ hat es uns angetan. Aber auch zum Beispiel Millencolin, Beatsteaks und Husker Dü sind Wahnsinns-Bands.
Wie empfindet ihr die englische Punk Szene?
Neal: Um ehrlich zu sein ist England derzeit ein richtig hartes Pflaster. Es gibt sehr viele „Szene“ Bands, zu denen wir nicht dazugehören. Was aber gut ist, da sich diese Bands immer mehr gleichen und immer mehr verwässern. Habe ich schon gesagt, dass es aber auch einige richtige Spitzenbands gibt?? Wir machen einfach unser Ding.
Warum steht ihr alle auf Drei Tage Bärte?
Neal: Ha… es geht doch letztlich einzig um Bärte im Leben, oder? Das absolut Letzte, was wir auf Tour machen wollen, ist uns zu rasieren. Also ihr könnt sicher sein, dass es Bart-Action geben wird!
Wie seht ihr die Zukunft von Templeton Pek?
Neal: Derzeit arbeiten wir an den ersten Demos für das zweite Album, planen also nicht, das Ganze langsamer angehen zu lassen, jetzt wo wir dabei sind Gas zu geben – ihr werdet also hoffentlich noch Einiges mehr von uns zu hören bekommen…
Was sind Eure Lieblingsbands mit denen ihr auf Tour wart?
Neal: Das ist keine einfache Frage, da wir das Glück hatten, mit einigen Bands zu touren, die uns auch selbst beeinflusst haben, wie zum Beispiel Millencolin, No Use For A Name, Zebrahead… Die Mindless Self Indulgence Tour beispielsweise war der Hammer mit über 2.000 kreischenden Leuten jeden Abend. Wir hatten auch die Ehre einige Stadionshows mit großartigen Bands wie Funeral For A Friend, The Used und Taking Back Sunday spielen zu dürfen, das war Wahnsinn!
Okay, noch abschließend ein paar Worte?
Neal: Ja also erstmal Danke für das Interview! Und vergesst nicht www.templetonpek.de auszuchecken. Dort gibt’s noch reichlich mehr Infos über uns! Und zwischen dem 19.02. und 01.03. sehen wir uns dann auf Tour!!!
Mit freundlicher Genehmigung von Long Beach Records Europe und Gernot Krebs! Ein Dankeschön auch an Winnie Viol (One.Louder PR & Musikmanagement) für die Unterstützung!