E-Mail Interview mit Unzucht

(Unzucht)

08.10.2010 von Melanie Schupp

2010 war bislang ein sehr erfolgreiches Jahr für die deutsche Düsterrock-Band Unzucht. Die Musiker konnten Auftritte auf Festivals und mehrere Auftritte in deutschen Städten mit Bravour absolvieren. Und die Tendenz der unzüchtigen Machenschaften scheinen nicht abreißen zu wollen. Ein Glück für die Musikwelt! Für uns nahmen sich Schindler, Schulz, Fuhrmann und Le Clerq die Zeit, in einem E-Mail Interview Rede und Antwort zu stehen.

Fangen wir mal ganz am Anfang an. Wann kamt ihr das erste Mal mit Musik in Berührung und wann habt ihr entschlossen, dass ihr das professionell betreiben möchtet?

Schindler: Meine Eltern sind beide passionierte klassische Musiker. Da hat es nicht lange gedauert, bis die ersten Musikinstrumente in meinen Händen lagen. Das war Erotik pur von Anfang an. Ich musste dabei bleiben und bin von der Flöte über die Geige bis zum Cello und von da an mit E-Gitarre und -Bass zur Elektronik und zurück gereist. Ich bin musiksüchtig und stehe dazu. Das ist mein Weg.

Schulz: Von Anfang an - meine Eltern haben beide gesungen (mein Vater war der Elvis aus dem Vorharzland ;-) und ich hatte von Anfang an die freie Wahl der Musikrichtung. Mit 5 stand ich schon auf Rock und wollte Musiker werden, das hat sich bis heute kein Stück geändert und es hat ja auch geklappt.

Fuhrmann: Bei mir gings auch schon als Kiddie los – mein Vater ist Jazzdrummer, meine Mutter hat im Opernchor gesungen. Ich selbst habe erst Klavier gelernt und war dann bis zum Stimmbruch im Knabenchor Hannover, habe also meine ersten richtig fetten Auftritte schon im Grundschulalter gehabt. Schlagzeug habe ich mit 12 Jahren angefangen – und ab da wollte ich Rockstar werden.

Wahrscheinlich könnt ihr in diesem Stadium noch keine Brötchen mit der Musik verdienen - ist dies allerdings ein großer Wunsch für euch oder seht ihr die Musik eher als Nebenprojekt oder größeres Hobby?

Schindler: Wir versuchen alles, um auf professionellem Level arbeiten zu können. Klar: Geld muss her und da muss was im Kühlschrank sein. Das Ziel ist natürlich, von der Musik zu leben. Wir haben alle schon viele Erfahrungen im Business sammeln dürfen und wissen, dass dieser Schritt schwer zu gehen ist. But: „You can get it if you really want...“

Schulz: Musik ist mein Leben. Ich mache seit Jahren nichts anderes. Aber nur Musik die mir etwas bedeutet. Ich würd mich nie nur für Kohle mit irgendwas auf die Bühne stellen, was mir emotionell und ideell nichts gibt.

Gerade in diesem Stadium in dem ihr euch wahrscheinlich befindet; wo man bald eine Entscheidung treffen muss wie es mit der Musik weitergeht; wie reagiert da die Familie? Möchte sie euch "zurück zur Vernunft" bringen oder unterstützt sie euch mit Leib und Seele?

Schulz: Wir sind alt genug um unsere eigenen Entscheidungen zu treffen. Mein Umfeld unterstützt mich aber inzwischen auch nach Kräften und ist glaube ich auch ein bisschen Stolz auf ihr "schwarzes Schaf"!

Schindler: Das mit der „Vernunft“ wurde inzwischen aufgegeben. Also bleibt die Unterstützung. Mum and Dad are the best!!!

Fuhrmann: Dito, wenn man die Scheiße lange genug macht, gewöhnt sich der Rest der Familie irgendwann dran...

Es scheint als wärt ihr seit Kurzem verstärkt im öffentlichen Interesse. Woran liegt das? Wurde verstärkt und bewusst die Werbetrommel gerührt oder wurdet ihr damit selbst überrascht?

Schindler: Natürlich haben wir selbst viel dafür getan, dass wir gehört werden. Zu allererst gilt es immer, die Musik und das „Drumherum“ so intensiv und mit so viel Energie wie möglich zu erschaffen und immer wieder zu verbessern und zu hinterfragen, ob das jetzt wirklich cool so ist oder ob nur der leichteste Weg gewählt wurde. Manchmal macht man sich zu viel „Kopf“ um alles. Da helfen uns immer unsere Rock- und Metal-Roots, die Sachen straight nach vorne zu bringen und nicht zu kopflastig zu werden. Uns hätte es eher enttäuscht, wenn es keine Resonanz gegeben hätte, da eben viel Herzblut und Schweiß in der Sache steckt.

Werdet ihr vielleicht sogar hie und da erkannt? Auf der Straße oder in Kneipen?

Schindler: Fuhrmann und ich liefen beim Masters Of Rock in Tschechien über das Festivalgelände und plötzlich riefen ein paar Metalfans: „Hey: Unzucht!“ und grüßten metallisch. Und Basser sowie Drummer werden ja gemeinhin immer als letztes erkannt...

De Clercq: Das passiert schon mal...

Schulz: Das passiert schon, aber hält sich in Grenzen - je nachdem in welchen Kreisen man sich bewegt.

Fuhrmann: Normal werde ich bei Festivals immer angehauen, weil die Leute finden, dass ich wie Jonathan Davis aussehe und dann ein Foto mit mir machen wollen. Aber beim M'era Luna kam tatsächlich ein Mädel hinter mir her gerannt, die meinte: „Darf ich ein Foto von dir machen? Du hast so süß gelächelt bei eurem Auftritt!“... :)

Wie fühlte es sich an, als ihr euch das erste Mal in einem Magazin saht?

Schindler: Ach, das ist schon so lange her...

De Clercq: Ausgezeichnet, ich will in die Hörzu!

Schulz: Durchaus verdient fühlte es sich an... ;-)

Fuhrmann: Ist auf jeden Fall cool, denn jeder Artikel bringt was!

Momentan gibt es ja noch kein ganzes Album, lediglich die EP. Ab wann können wir mit einem Album rechnen? Was uns auch zur nächsten Frage leitet: Habt ihr schon einen Plattendeal in der Tasche?

Schulz: No, haben wir nicht. Wir stehen im Kontakt zu einigen Labels, die von sich aus ihr Interesse bekundet haben. Songs haben wir genug, daran soll es nicht scheitern. Deshalb wird es so, oder so im nächsten Jahr den nächsten Tonträger geben.

Schindler: Wir arbeiten an beidem. Wir stecken voll mit neuen Songs. Das Album wird sehr vielschichtig und beweisen, dass Unzucht völlig eigenständig und in dieser Form einzigartig auf dieser Welt sind. Wir sind das kommende dicke Ei im Nest und es gilt nun, das passende Label und die richtige Bookingagentur zu bekommen, um es auszubrüten!

Wie viele Songs habt ihr momentan im Repertoire?

Schindler: Das lässt sich nicht abschließend beurteilen. Bei den nächsten Proben werden neue Sachen mit ins Programm wandern. Welche und wie viele ist jetzt schwer zu sagen. Das entwickelt sich.

Wie lief das mit den Aufnahmen der EP? Ist das alles self-made?

De Clercq: Der Herr Schindler und ich schrauben das alles bei mir zu Hause zusammen... manchmal fahren wir aber auch auf unsere kleine Insel, um dort an Material, Geist und Seele zu arbeiten...

Schulz: Meine Gesänge hab ich bei de Clercq im Wohnzimmer eingesungen. Ich genieße diese unbeschwerte Art zu arbeiten sehr.

Schindler: Bis auf das abschließende Mastering vor der Pressung haben wir alles selber eingespielt, aufgenommen und gemixt. Ich bin selber Tontechnik-Freak und bin fremden Studios gegenüber aufgrund schlechter Erfahrungen aus der Vergangenheit immer skeptisch. Das war auch der Grund dafür, dass ich Anfang der 90er angefangen habe, mein Home-Studio etwas zu erweitern. Ich wollte unabhängig von den ganzen Spinnern da draußen sein, die mir erzählen wollen, wie meine Musik zu klingen hätte. Ohne den richtigen Produzenten lässt man das besser sein und macht es selber (wenn man es hinbekommt...).

Wie können sich z.B. die Fans oder andere noch unerfahrene Musiker so einen Aufnahme-Vorgang vorstellen?

De Clercq: Einfach machen!

Schulz: Herrlich unverkrampft, wir produzieren wie gesagt, größtenteils zu Hause, ohne den üblichen "Wir haben doch keine Zeit"-Studiodruck. Sehr zu empfehlen!

Schindler: Langwierig und schmerzhaft. Manchmal auch wie im Rausch und fließend. Es gibt beides. Wir versuchen immer, es möglichst kompakt und auf den Punkt zu halten. Das bedeutet, dass alles mit möglichst wenig Instrumenten und wenigen Aufnahmespuren möglichst aussagekräftig und dick wird und man viel Platz lässt für den Gesang und die Melodien. Für mich ist immer am wichtigsten, nicht an der Kernaussage des Songs vorbei zu produzieren. Manchmal liegt der wahre Glanz eben in der Simplizität und nicht in der Komplexität. Oder mal anders: Stumpf ist Trumpf!

Habt ihr dann einfach selbstständig angefangen für euch Werbung zu machen oder hattet ihr Unterstützung?

Schulz: Bislang machen wir alles selbst.

Schindler: Dich holt niemand im Proberaum ab. Geh los und mach alle wach, die auf dein Zeug stehen könnten, oder bleib sitzen und weine und erzähl mit 60 deinen Homies in der Kneipe: „Aus mir hätte mal was werden können, aber die Umstände wahren nicht so.“ Aua.

Auf dem Promobild im CD Booklet sind nicht alle momentanen Bandmitglieder zu sehen. Weshalb? Hat ein Wechsel stattgefunden?

Schindler: Der Fuhrmann kam erst nach den Aufnahmen mit in die Band, deshalb ist der dort noch nicht zu sehen...

Schulz: Fuhrmann ist einfach später dazu gestoßen, weil er so positiv angefixt war und wir ihn auch schon als sympathischen Zeitgenossen kennen gelernt hatten - außerdem brauchten wir einen Drummer für live, da rannte er als Wunschkandidat eh offene Türen bei uns ein!

Ich konnte bis jetzt zwar nur positive Reaktionen auf eure Musik vernehmen, doch wie geht ihr mit negativer Kritik um? Nagt das stark an eurem Selbstbewusstein oder könnt ihr bereits gut damit umgehen?

Schindler: Wie gesagt: wir haben schon einiges hinter uns. Das schafft ein dickes Fell und ein gesundes Selbstvertrauen. Wir machen das ja für die Leute, die uns mögen. Alle anderen dürfen ruhig kläffen und wenn se beißen, beißen wir eben zurück.

Schulz: Wenn man nicht damit umgehen kann, dass Leuten seine Musik nicht gefällt, hat man echt ein Problem - vor allem weil man obendrein manchmal auch völlig unsachlich auseinander genommen wird, nur weil einem deine Nase nicht passt, oder noch ein Verriss für die nächste Ausgabe fehlt, oder was weiß ich.

Welche Vergleiche mit anderen Bands bekommt ihr oft zu hören? Welche davon schmeicheln euch und welche nerven?

Schindler: Rammstein und „Umpf“ nerven, weil das meiner Meinung nach einfach aus dem Reich der Fantasie kommt und unseren Sound nicht treffend beschreibt. Mit „Neuer Deutscher Härte“ ham wa nix zu schaffen. Gerade auf der Bühne wird das mehr als deutlich.

Fuhrmann: Ich fand den Vergleich zu Deathstars ganz cool – stand glaub ich bei Reflections Of Darkness im M'era Luna-Bericht, hehe.

Ihr habt den Bandcontest für das Mera Luna gewonnen. In welchem Zustand habt ihr von dem Gewinn des Bandcontest erfahren? Was war die erste und was die zweite Reaktion?

Schulz: Wir haben es von Fuhrmann erfahren, der eine E-Mail von FKP-Skorpio erhalten hat. Die zweite Reaktion war, bei unserem Konzert im Berliner K17 mit den Leuten zu feiern und uns den Kopf so richtig abzuschrauben.

Schindler: Das ist witzig, weil wir das Ding ausgerechnet mit ner NDH-Persiflage („Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann“) gewonnen haben. Wir haben das Ding sporadisch mit auf der Setlist. Ich singe dann und der Schulz spielt Bass, weil ich diese „Laibach-Stimme“ habe, die ja auch Rammstein imitieren. Man brauchte für den Contest ein Video und ein Freund von uns hatte ausgerechnet diesen Track mit ner Wackel-Video-Cam mitgeschnitten, weil er das so skuril fand. Ein anderes Video typischerer Songs gab es nicht... Ansonsten hatten wir das Glück, dass uns schon einige Leute von unseren ersten Auftritten und Myspace etc. kannten und wir offene Türen eingerannt sind, als wir die gefragt haben, ob sie für uns voten würden.

Habt ihr das Voting groß beworben?

Schindler: Klar! Wir haben die komplette Fanbase aktiviert!

Beim Mera Luna war dies euer achter Live Auftritt. Dieser kam jedoch schon unglaublich professionell rüber. habt ihr bereits irgendwelche Vorkenntnisse mit anderen Bands gesammelt?

Schulz: Es war tatsächlich erst unser sechster, scheiß ich hier mal klug.

Schindler: Das wäre jetzt ein seitenfüllendes Unterfangen, hier alles aufzulisten. Wir sind „experienced“.

Ich hatte den Eindruck, dass euch schon einige Leute kannten und sogar mitgesungen haben. Besitzt ihr bereits eine umfangreiche Fanbase? Macht sich das bemerkbar?

Schindler: Es wird langsam. Qualität setzt sich eben durch!

Schulz: Irgendwie schon, wir sind ziemlich verblüfft, dass, egal wo wir zum ersten Mal auflaufen, viele schon unsere Musik und Texte kennen. Das ist ein cooles Gefühl.

Habt ihr euch das gesamte Musikbusiness so vorgestellt wie es euch nun widerfährt oder wo gibt es vielleicht positive und/oder negative Abweichungen?

Schulz: Wenn es so unverkrampft weitergeht, ist alles gut.

Schindler: Wir wissen, worauf wir uns da einlassen. Ich freue mich darüber, dass insbesondere Konzert- und Festivalveranstalter sich mehr und mehr auf uns einlassen.

Seid ihr privat so unzüchtige Jungs, wie euer Bandname weismachen möchte?

De Clercq: Ja.

Schindler: Wir sind „experienced“. Alles weitere überlasse ich der Fantasie der Leserschaft.

Schulz: Auf jeden Fall - Regeln sind zum brechen da. Aber unzüchtig ist laut Kirchendefinition ja auch schon jeder, der außerehelichen Sex zum Zwecke des Lustgewinns und nicht zum Zwecke der Fortpflanzung hat. Also, wenn man meint mehr als nur Zuchtvieh zu sein... ;-)

Ist auf der Bühne euer Name Programm?

Schindler: Unzucht sind Rock n' Roll. Wir geben richtig Gas. Rumstehen und Glotzen is nicht drin. Wir verfügen nicht über Tänzerinnen oder Feuerwerk und wir ficken auch keine Frauen am Folterkreuz oder verbrennen Hasen. Weil wir das nicht brauchen.

Schulz: Bei uns gibt es ne energiegeladene und düstere Rockshow, die keine Fragen offen lässt. Um mal ein Zitat zu verwenden: "Let the Music do the talking"!

Was geschieht nun? Gibt es verstärkten Andrang von Booking Firmen, Plattenlabels, Fans oder ging alles eher zurück zum Alltag?

Schindler: Nee! Wir bleiben am Ball und versuchen jetzt, als Support cooler Bands auf Tour zu gehen und so viele gute Shows wie möglich zu spielen, um unseren Namen durch die Lande zu tragen und mehr Leute auf uns aufmerksam zu machen.

Wer übernimmt bei euch das Songwriting? Welchen Inspirationen entspringen die Songs? Haben andere Bandmitglieder auch noch oft Ideen den Song textlich zu ändern, oder bleibt er meist wie er ist?

Schindler: De Clercq und ich liefern die Grundgerüste für die Songs und lassen die ganze Band „Probehören“. Wenns gefällt, gehen wir gemeinsam an den Feinschliff und arbeiten die Texte und das Arrangement aus. Es gibt aber keine vorgefertigten Arbeitsweisen. Der Weg ist das Ziel und was zählt ist das, was am Ende entsteht. Wir haben da keine Schranken im Kopf. Erlaubt ist, was uns gefällt.

De Clercq: ...am Ende fließt alles im Proberaum zusammen und wird dann zur Unzucht: Lecker!

Schulz: Grundsätzlich können wir super zusammen komponieren und schreiben, da gibt es keine Berührungsängste, von wegen „meine Idee vs. deine Idee". Es wird sich alles angehört und hinterher entschieden was das beste für den Song ist - oft ist es auch eine Mischung aus allen Ideen. So wie es eigentlich in einer Band sein sollte - vorausgesetzt alle können kreativ auf dem gleichen Niveau arbeiten.

Wo liegen eure musikalischen Hintergründe der Gegenwart / frühen Vergangenheit (also nicht Kindheit / Teenageralter etc.)? Ist das was ihr macht, genau das was ihr in eurer sonstigen Freizeit bevorzugt? Oder ist eure Musik vielleicht ein interessanter Ausgleich oder gar Gegensatz dazu?

Schindler: Wir haben alle unterschiedliche Hörgewohnheiten. Gothic Roots sind bei allen in der Vergangenheit verankert und manifestieren sich in Unzucht zusammen mit dem jeweiligen aktuellen Musikgeschmack zu dem, was es jetzt ist. Das reicht einmal quer durch Metal, Rock und Pop von Korn über Nick Cave bis Meshuggah, von The 69 Eyes über Danzig bis Stooges und über Singer/Songwriter zurück zum Oldschool-Hardcore à la Verbal Assault. Die 80er nicht zu vergessen, wo The Cure, Bauhaus und Joy Division Abdrücke hinterlassen haben... Unzucht ist ein gigantischer Trichter mit unten angebautem Fusions-Reaktor.

Kommen wir mal auf eure Schulzeit zu sprechen. In jeder Klassenstufe gibt es gewisse Charaktere. den Streber, den Clown, den Schönling, etc. Welche Rolle hattet ihr zur Schulzeit und übernehmt ihr diese heute immer noch - vielleicht sogar in der Band?

Schindler: Rock n' Roll-Highschool-Outlaws!

Schulz: Ich persönlich hab oft den Klassen-Eulenspiegel und Clown gespielt, was ich auch jetzt noch gerne mache. Und verflucht schön sind wir ja alle... ;-)

Wenn ihr an einer Kostümparty den Helden eurer Jugend verkörpern solltet - wer wäre dies?

Schindler: Da wirst Du uns nicht finden. Wir tragen selbst auf der Bühne nur den Style, der uns gefällt. Verkleidungen sind für Kids!

Schulz: Ich hasse Kostümpartys. Ich gehe immer nur als ich selbst.

Wenn du dir eine Superkraft aussuchen könntest, was für eine wäre das und warum?

Schulz: Das klingt zwar gerade sehr en Vogue wegen dieser Kitschvampirwelle, aber ich wär schon immer am liebsten ein Vampir - ich würde alle Arschlöcher killen, angefangen bei Regierung und Wirtschaftsbossen und hätte ewig Zeit Musik zu machen, zu schreiben und Bücher zu lesen. Und der Biorhythmus kommt einen Rockmusiker ja auch sowas von entgegen... ;-)

De Clercq: Fliegen, bei den Spritpreisen - außerdem kommt das bestimmt gut bei nem Livegig...

Fuhrmann: Zaubern! Wie Zatana!

Schindler: Hey! Ich beherrsche eine dieser Superkräfte bereits: die Musik!

Ein wahrlich treffender Abschlusssatz! Wir bedanken uns herzlich bei Unzucht, die sich die Zeit genommen haben unsere Fragen ausführlichst zu beantworten.

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