Interview mit Völkerball in Bonn

(Völkerball)

08.01.2011 von Thomas Reuter

Ein bedeckter Januartag, der Rhein schwappt schon ordentlich über die Ufer, als ich beim langsam schwindenden Graulicht am Brückenforum anlange. Kurze telefonische Nachfrage und mir wird Einlass gewährt, der Basser Tilmann persönlich führt mich zum Backstage-Bereich. Ich habe die Jungs von Völkerball gerade beim Essen angetroffen. Mir wird auch etwas zu Essen angeboten und ein Bier, da ich gerade noch für meine Familie gekocht habe, nehme ich gern nur das Bier. René zeigt mir die neue Bühne. Statt der vorhergehenden, auch schon eindrucksvollen Holzbühne ist nun ein Riesenaufbau aus Aluminium in das Brückenforum gesetzt. Vor der hauseigenen Bühne stehen noch gute 20-30 Quadratmeter Bühne zusätzlich, mit Schutzgraben – wegen der Feuerwerks- und Pyroeffekte zum Schutz des Publikums. Ich bin beeindruckt. Alles Eigenarbeit mit Hilfe freiwilliger Helfer in unzähligen Stunden verschweißt und getestet, sehr viel Licht auf der Bühne, in die Elemente verbaut. Was für eine Arbeit! Das muss doch Unsummen gekostet habe? Allein Aluminium wurde im Wert von 5.000 Euro verarbeitet. Hossa! Aber es sieht auch verdammt gut aus. René hat Ring- und kleinen Finger dick verbunden. Arbeitsunfall, sagt er, den Eimer mit Pyroeffekt an der falschen Seite hochgehoben. Sieht man im Bühnenlicht nicht und er stand andersherum als sonst. Das passiert wahrscheinlich jeder Band mal, die Pyroeffekte einsetzt. Den meisten Bands aber nur einmal.

So nett und freundlich, wie ich aufgenommen werde, geht es auch weiter – ich lerne im Verlauf des Interviews eine nette, sehr bescheidene und nachdenkliche Band kennen. Es lassen sich auch ein paar geniale Zitate finden, zum Beispiel, wann und warum "Rock’n Roll [Â…] langweilig" ist. Auf jeden Fall erwartet mich eine kurzweilige, nachdenkliche und witzige Dreiviertelstunde. Wir gehen in den Backstageraum, sehr gemütlich mit mehreren Sofas. Kurzer Diktiergerätetest und los geht’s (alle Live-Fotos von Rainer Keuenhof)...

Hallo, ich bin Thomas Reuter, freier Mitarbeiter für Musicheadquarter und Gitarrist bei einer Bonner Band. Könntet ihr euch bitte auch kurz selbst vorstellen?

Andi: Soll ich anfangen?

René: Hast du doch schon!

Andi: ...also ich bin Andi (Andreas Schanowski, d.Red.), der Keyboarder von Völkerball. Ich imitiere den Flake von Rammstein. Meine Aufgaben als Flake-Klon sind, wenn man so will, den Verrückten spielen, und oft das Opfer, ich krieg immer ziemlich viel abÂ… der nächste. Irgendwie wie bei den Anonymen Alkoholikern hier...

René: Ach, warst du da schon?

Tilmann: Nur, dass wir nicht anonym sind! Soll ich weitermachen? Also ich bin Tilmann (Carbow, d.Red.), ich freu mich heute auf ein Heimspiel, da ich auch Bonner bin. Ich spiele Bass, bin eigentlich Bandmitglied der zweiten Stunde, die Planungsphase habe ich zwar mitbekommen und auch das erste Konzert mitgespielt, aber die ersten Ideen sind ja hier von den Jungs entwickelt worden (deutet auf Tobi und René). Ich bin über unseren Schlagzeuger, den Dirk zu Völkerball gekommen, mit ihm habe ich schon mal in einer anderen Band gespielt. Jetzt freue ich mich darüber, dass das mit uns so schön losgeht.

Tobi: ...dann mache ich mal weiter. Ich bin der Tobi (Kaiser, d.Red.) und ich hab’ am gleichen Tag Geburtstag wie der Richard Kruspe, deswegen hat man mich ausgewählt, dass ich hier Gitarre spielen darf. Also Gitarre spielen und böse gucken. Was nicht immer klappt. (Anm. der Red.: Das erstere sehr wohl!)

Tilmann: Och, das Gitarre spielen lernst du noch!

René: Ich bin dran. Ich bin der René (Schulte, d.Red.), hallo! Ich bin die Stimme. Gesang darf man nicht sagen, mehr Stimme. Ich versuche, so gut es geht, den Till Lindemann zu verkörpern. Wenn ich jetzt weitererzähle sind deine Fragen futschÂ…

Das glaube ich nicht, erzähl ruhig weiter!

René: Auf die Idee kamen wir, weil in der Coverband, in der Tobi und ich vorher gespielt haben, vor allem die Rammstein Nummern immer sehr gut ankamen. Daher kam uns die Idee, eine Rammstein-Tributband aufzubauen. Ich glaub, jetzt fehlt noch der Dirk (Drummer Dirk Oechsle, d.Red.), oder? Nee, der Marco!

Marco: Ja, ich bin der Marco (Vetter, d.Red.), ich spiele Gitarre und schauspielere den Paul Landers, mein Job ist also genau wie bei Tobi, Gitarre spielen und böse gucken. Ich bin auch zu einem Zeitpunkt in die Band gekommen, als die Idee längst stand und die Leute gesucht wurden.

Nun, meine erste Frage nach der Entstehung der Band ist in der Tat beantwortet...

René: Siehste!

...aber das macht nichts, so geht das doch viel angenehmer. Nächste Frage: Rammstein ist enorm aufwändig produzierte Musik. Wie setzt ihr das auf der Bühne um? Habt ihr Klicktracks (Anmerkung der Red.: Mitlaufende Musik, die ähnlich wie ein Metronom auch das Tempo vorgibt) und Soundtracks vom Computer neben dem was ihr selbst spielt?

René: Ja, bei uns läuft alles mit Klick! Den hat jeder von uns auf dem Ohr. Und es laufen noch Sounds mit. Wie du sagst, es ist enorm aufwändig produzierte Musik, man bräuchte schon einen Keyboarder mit zwölf Armen, um das alles gleichzeitig zu spielen. Da wir den nicht gefunden haben, müssen wir das so machen.

Andi: Man kann es auch nicht alles spielen, was in den Songs drin ist. Da sind viele Arpeggio- (Anm. d. Red: musikalische Fachbegriff für einen Akkord, bei dem die einzelnen Töne nicht gleichzeitig, sondern nacheinander in kurzen Abständen erklingen) und Sequenzer- (Anm d. Red: ein elektronisches Gerät oder eine Software zur Aufnahme, Wiedergabe und Bearbeitung von Daten zur Erstellung von Musik) Sachen in den Liedern drin...

René: ...Samples, also kurze Aufnahmen von Geräuschen...

Tilmann: ...Drumloops, sprich Elektronische Schlagzeugpassagen, kennt man gut aus der Techno-Musik...

Marco: ...maschinell klingendes...

Andi: Ja genau, es muss maschinell aber auch tight klingen.

Das ist ja dann auch ein großer Aufwand das rauszuhören...

Andi: Ja, auch den Sound dann so hinzukriegen wie er im Original klingt!

René: Man kann sagen pro Song sind es zwei Tage (!) Arbeit im Studio, bis wir zufrieden sind, bis wir sagen, das kann man so nehmen.

Habt ihr da ein Studio zur Verfügung, wenn ihr so viel Zeit dafür braucht?

Tillmann: Wir haben das Glück, dass René ein eigenes Studio im Westerwald betreibt, das Soundsolution1.de in Oberlahr, dort kann man wunderbare Produktionen machen, also auch mit ganz normalen, echten Instrumenten aufnehmen, man muss keine Samples benutzen. Das können wir immer dann nutzen, wenn gerade keine anderen Bands aufnehmen.

Wie ich gerade gesehen habe, ist eure Bühne nagelneu, aber auch die erste Bühne war schon sehr aufwändig, wer bezahlt das alles? Gab es Unternehmensgründerkredite?

René: Nee, wir haben einfach der Show zuliebe wenig Gage bekommen.

Andi: Viel gespart...

René: Wir haben uns also nicht viel ausgezahlt, um das Ding so groß wie möglich aufzubauen. Aber im Jahr 2011 ist jetzt erst mal Schluss damit (lacht)! Jetzt muss mal was zurückkommen.

Tilmann: Jetzt muss mal ein Sommerurlaub drin sein!

René: Die neue Bühne hat viiiiel Zeit gekostet, viel Planungszeit und Bauzeit ohne Ende, ich schätze mal so 500 bis 600 Stunden Arbeit.

Wer entwirft und baut eure Bühnenbilder?

René: Also geplant habe ich die Bühne, nach der Vorlage der original Rammstein-Bühne von der Völkerball-Tour, nee der Reise Reise-Tour, Völkerball heißt die DVD. Geplant, Material bestellt, mit einem tollen Schweißer zusammengearbeitet, dem Peter Herrig den möchte ich gern besonders erwähnen, in Form gebracht, ich weiß nicht wie viele Meter Alu das waren, Material im Wert von 5.000 Euro wurde komplett verschweißt. Da ist besonderer Dank angebracht.

Habt ihr Unterstützung bei den Instrumenten, Stichwort Endorsement (Stellen der Instrumente gegen Werbung durch die Künstler)?

René: Nein, dafür hatten wir bislang noch keine Zeit. Aber da fangen wir bald mit an und werden mal bei dem einen oder anderen anklopfen.

Tilmann: Dirk hat schon ein Endorsement für Becken, Schlagzeug, Felle und Stöcke über seine Modern Music SchoolinKoblenz, wo der Tobi auch unterrichtet.

René: Ja und Dirk – muss man dazu sagen – war auch das Bindeglied für die Musiker, da wir uns nicht alle vorher kannten, außer Tobi und ich. Als Dirk dazukam, ging es Schlag auf Schlag, Marco kam dazu, Tilmann kam dazu, er kannte den Lichtmann, der übrigens einen Megajob macht, er hat auch die gesamte Elektrik an der Bühne mitgeplant und selbst verlötet und bei der Probe hat alles auf Anhieb funktioniert, wirklich mega.

Marco: Ich glaube ohne die ganzen Menschen, die im Hintergrund arbeiten, wäre das Ganze nicht möglich, wie PG oder Peten, die man auf der Bühne nicht sieht, Henning oder den Ton, Jörg mit der Pyrotechnik.

Tilmann: Genau, das ist total wichtig, dass du das schreibst, ohne die Infrastruktur die wir haben, die ist unglaublich gut. Nicht nur dass wir Musiker uns untereinander kennen, schätzen und lieben gelernt haben – das ist ein unglaubliches Team, in dem jeder seinen Anteil hat, jeder seinen Job macht und weit mehr als seinen Job macht. Keiner streicht nur sein Geld ein und fährt nach Hause und sagt "Nächstes Mal wieder!", sondern alle sind immer voll dabei.

René: Oder kennst du jemand, der sich Geld leiht, nur um einen Pyro-Schein zu machen? Ohne zu wissen wie das Ganze läuft! Da ist einfach von Anfang an viel Vertrauen von allen Beteiligten da gewesen, deshalb wurde so viel Arbeit in die Show gesteckt! Das kommt natürlich irgendwann zurück!

Ein besonders krasser Fall fällt mir schon ein – ein Finne - Mikko Virtala, der sein Haus für die Plattenproduktion von Sunrise Avenue verkauft hat. Ohne solche Menschen würde vieles nicht funktionieren!

Tilmann: Ist hier genauso.

Wie groß ist eure Crew?

René: Elf Leute.

Tilmann: Also mit elf sind wir unterwegs. Wenn man alle zusammenzählt, auch die im Hintergrund arbeiten, kommen wir auf fünfzehn.

Ihr habt schon eine Reihe nützlicher Berufe genannt, die euch bei allen möglichen Arbeiten zugute kommen. Hattet ihr schon ausgefallene oder üble Jobs, die euch zur Musik "getrieben" haben?

(lachen) Andi: Schule.

René: Nee, ich glaub nicht, dass einen ein Job in die Musik treibt, es ist eher so, dass die Musik einen darauf bringen kann, ohne normalen Job zu leben. Den muss man aber schon haben. Wir sind zu alt dafür, dass wir glauben könnten, nur wegen einer Band könnte man seinen Job vergessen.

Wäre schön, wenn’s ginge...

René: Wenn’s klappt ist es schön, aber keiner rechnet damit und schmeißt alles hin: das mit Völkerball läuft eh.

Tilmann: Dazu ist es ja eine Tribut-Band, die davon abhängig ist, Konzerte zu spielen. Wir schreiben ja nicht einen Song, der wird zum Hit, davon lebt man dann ein paar Jahre, wenn wir nicht live spielen, verdienen wir kein Geld. Wenn irgendeinem von uns was blödes passiert, ist die Nummer durch. Also, das kann man halt nicht machen.

Von Tobi weiß ich, dass du eine renommierte musikalischen Ausbildung absolviert hast, wie ist die musikalische Ausbildung/Entwicklung bei den anderen verlaufen? Gibt es die "klassische" Musikausbildung unter euch?

René: Learning by doing.

Tilmann: Ich bin tatsächlich der klassische Autodidakt. Ich hab immer viel und gern Bass gespielt, hab immer dafür gesorgt, neue Herausforderungen zu finden. Wenn Bands im Keller "verrottet" sind, dann habe ich gesehen, dass ich schnell da wegkam. Als es dann hier so losging hab ich mir dann gesagt, das habe ich mir auch verdient, ich habe 20 Jahre Bass gespielt, jetzt auf großen Bühnen zu stehen und ein bisschen Geld zu verdienen. Da habe ich überhaupt kein schlechtes Gefühl bei. Ich habe lange daran gearbeitet, dass ich dahin komme. So sehe ich das für mich.

Tobi: Musik ist auch kein Ausbildungsberuf, den man auf irgendeiner Schule lernen könnte.

Marco: So ein paar Aspekte davon vielleicht, die Beherrschung des Instruments zum Beispiel... den Rest mit Sicherheit nicht.

Andi: Selbst das Spielen des Instruments muss man nicht in einer Schule lernen.

René, deinen Werdegang mit Duplex Distortion, Vampire und den verschiedenen Zwischenschritten kenne ich ein wenig, könnt ihr alle mal Eure Bandhistorie skizzieren?

Andi: Ich hatte zuerst in so einer Coverband gespielt, ein paar Leute, die sich zusammengetan hatten, um Mucke zu machen, wir hatten dann drei bis vier Konzerte im Jahr. Danach habe ich in einer Band gespielt, die eigene Stücke gemacht hat, nichts Weltbewegendes, wir hatten dann immerhin zwei Gigs... danach hatte ich dann die Chance bei Völkerball einzusteigen.

Tilmann: So ähnlich war es bei mir auch, ich habe immer in irgendwelchen Bands gespielt, mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber nie wirklich groß geworden. Es waren ein paar schöne Sachen dabei, schöne Auftritte, eine Reihe schöner Erlebnisse, mal habe ich im Vorprogramm von T.M. Stevens gespielt, ich war mal mit John Hayes unterwegs, dem Mother’s Finest Gitarristen, nichts was lukrativ gewesen wäre aber die Leidenschaft, die darin steckt, es hat Spass gemacht. So ging das auch noch weiter, ich mache zur Zeit auch noch Covermucke mit der großartigen Band Superstitious. Wir machen viel Soul, Funk und House, und spielen etwa einmal die Woche, das macht auch noch Spass. Das ist mein Kontrastprogramm zu Völkerball, das brauche ich, auch andere Sachen zu machen.

Marco: Bei mir war es ähnlich wie beim Tilmann, ich habe aber gar keine Coverbanderfahrung, ich habe immer in Bands mit eigenen Songs gespielt, das mache ich so lange ich denken kann. Mit der letzten Band hatten wir sogar noch einen Albumrelease. Allerdings war es eine Musikrichtung, die wenig Erfolg verspricht.

Welche?

Marco: Das war Metal, Prog-angehaucht. Die Band hieß Transmission, da gab es eine Platte, die haben wir mit sehr, sehr viel Heimarbeit fertiggemacht, wir hatten einen Gastsänger drauf, Michael Sadler von Saga, darauf waren wir total stolz. In der Band – ich mache das immer noch gern – standen wir alle auf Saga, ist leider nichts, was Erfolg verspricht. Es macht einfach Spaß.

Habt ihr Favoriten unter den Liedern von Rammstein? Gibt es welche, die gar nicht laufen?

Andi: Meinst du persönliche Favoriten? Die uns selbst gefallen?

Tobi: Bei uns ist eher das Problem, welche Stücke lassen wir raus. Wenn wir immer so viel Zeit hätten, würden wir am liebsten immer alle spielen. Die Stücke sind alle so stark auf ihre Art, da können wir uns oft nur schwer entscheiden, welche wir rauslassen.

Marco: Das würde ich auch so sagen. Wenn wir die Setlist aufstellen, überlegen wir immer recht lange, welches Stück wir rausnehmen, wenn wir ein neues haben, das wir spielen wollen. Es gibt ja mittlerweile auch eine Menge tierisch guter Stücke von Rammstein...

Andi: ...aus allen Epochen...

Marco: ...die bei so einer Tribute Show gespielt werden wollen. Das ist ja immer eine Art Best Of-Show. Ich kann für meinen Teil nicht sagen, dass da irgendeine Nummer dabei ist, die mich nervt oder die gar nicht geht, also überhaupt nicht.

Kennt ihr andere Rammstein-Tributbands? Gibt es gute darunter?

Tilmann: Doch. Ja.

René: Eine – oder anderthalb. Ich finde, das ist eine schwere Frage, weil das überheblich rüberkommt, wenn die das lesen. Aber wir haben uns mal eine angesehen und das war dann mit ein Grund, dass wir richtig durchgestartet sind, weil wir wussten, man kann das besser machen. Das ist meine Meinung.

Andi: Natürlich sind die auch gut. Natürlich spielt auch Konkurrenz eine Rolle.

Marco: Ist auch schwierig, aus welcher Perspektive kann man das überhaupt bewerten? Da müsste man wahrscheinlich Rammstein selbst sein, die bewerten, welche Tributbands wirklich gut sind. Ich finde es eine schwere Frage.

Andi: Großen Aufwand betreiben die, glaube ich, alle.

Iron Maiden führt ihre Tribut-Bands auf ihrer Website auf, gerne auch mit Videos und Soundbeispielen. Rammstein macht das anscheinend nicht. Wie hält Rammstein es mit den Tributbands?

René: Zur Band selbst nicht, aber zum Management. Ich habe am Anfang ein Logo für uns gesucht. Zuerst habe ich mir’s einfach gemacht und das R durch ein V ersetzt. Das habe ich denen mal als PDF hingeschickt und gefragt, ob wir das so nutzen dürfen. Es kam zurück: "Auf gar keinen Fall – Verwechslungsgefahr!". Die achten da schon recht genau drauf, was die Tribute-Bands machen. Ich habe aber den Eindruck, dass wir uns von Anfang an richtig verhalten haben, weil die uns einfach machen lassen. Bis jetzt haben wir noch keine Rüge bekommen.

Tilmann: Ich weiß nicht, wie sehr die sich dafür interessieren...

René: Doch, da schauen die schon genau drauf, was die Tributebands machen, womit die, sage ich mal überspitzt, deren Geld verdienen. Da muss man schon ein bisschen vorsichtig sein.

Andi: Ich glaube, andere Bands haben damit schon Probleme gehabt.

René: Wir wissen von einer anderen Band, die ihre Plakate einstampfen musste, weil es nicht eindeutig klar machte, dass es nicht Rammstein selbst ist. Seitdem müssen die jedes Plakat vorlegen und sich das Okay holen. Mit denen ist nicht zu spassen. Fairerweise muss man dazu sagen, das ist das Management. So viel ich gehört habe, von Leuten, die die Band persönlich kennen, sind die wohl sehr nett und auf dem Boden geblieben, aber am Management kann man sich die Finger verbrennen.

Stichwort "Cover Kills Music" – kennt ihr diese Bewegung und wie würdet ihr auf so einen Vorwurf antworten?

René: Ich finde, das ist eine persönliche Meinung. Ich wollte selbst auch nie covern. Aber dieses Projekt geht einen Schritt weiter. In die letzte Coverband bin ich nur wegen der Show eingetreten. Es ist nicht nur nachspielen, sondern es geht auch um das Drumherum. Hier das ist ja schon fast TheaterÂ… das schreiben wir uns auf die Fahne.

Marco: Es geht um die Inszenierung.

René: Es ist halt mehr als nur nachspielen. So ähnlich wie ihr das macht (Anm. d. Red.: Er meint die Band SchlagerMetall unseres Interviewers) mit Umarrangieren, dazu gehört auch mehr als lediglich nachzuspielen. Insofern hätte ich keine Probleme damit, wenn mir jemand den Vorwurf machte, ich würde nur covern, denn ich wüsste, dass es so nicht stimmt. Ich kann das mit mir vereinbaren, wenn jemand grundsätzlich keine Covermusik mag, ist das auch okay, seine Ansicht, aber die Zahlen sprechen auch für sich. Wenn heute Abend 1.000 Leute kommen (es waren schließlich etwa 1.100... d.Red.), kann es so ganz verkehrt nicht sein, was wir tun.

Andi: Was sollen wir denn da killen?

Tilmann: Was ist denn eigentlich das Problem? Wir tun ja nichts anderes, als gute Musik Menschen zugänglich zu machen. Es mag doch fast jeder Musik live gespielt lieber als die Konserve. CDs und Radio hören kann man den ganzen Tag, das von einer Band präsentiert zu bekommen, von Leuten, die ihre Instrumente beherrschen, ist doch eine feine Sache. Nichts anderes tun wir. In der klassischen Musik ist das doch auch nicht anders, ich meine, Mozart spielt auch nicht mehr selbst. Der wird immer weiter interpretiert, da sind tolle Pianisten, die das spielen und es klingt immer wieder ein bisschen anders. Das ist bei uns auch so, wir versuchen zwar, nah an das Original zu kommen, haben aber auch immer einen eigenen Touch, eigene Elemente mit drin. Die Leute kommen auch zu uns, weil wir ein bisschen was eigenes haben, sei es die Show, sei es der Gesang, der sehr ähnlich ist, aber auch etwas Eigenständiges hat. Es haben sogar schon Leute gesagt, sie hören unseren Sänger lieber als den Lindemann.

René lacht ungläubig...

Marco: Es gibt ja auch die Gegenmeinung...

Tilmann: Ja eben, was bitte machen wir schlimmes? Wir beherrschen unsere Instrumente. Jeder, der es gern anders machen möchte, kann sich ja hinsetzen und Hits schreiben. Aber scheinbar klappt das bei den Kritikern nicht.

Der Vorwurf ist mehrdimensional: Zum Beispiel, dass Coverbands besser gebucht werden als Bands, die eigene Musik schreiben, die Schwierigkeiten haben, aus ihrem Keller zu kommen.

Alle: Das tut und täte uns natürlich leid.

Die andere Befürchtung hast du eben schon erwähnt, dass Zuschauer, die euch sehen, in drei Monaten nicht nach Köln fahren, um sich das Original anzuschauen.

René: Da haben wir genau die umgekehrte Erfahrung gemacht. Viele, die eigentlich kein Rammstein mögen, kommen durch Freunde oder Bekannte zu uns und sind dann ganz begeistert, weil sie es sich so nicht vorgestellt hätten und dann gehen sie doch mal aufs Rammstein Konzert, weil sie das Original mal sehen wollen.

Marco: Das ist ja auch eine Promo-Sache für Rammstein.

Andi: Und die Band verdient ja auch daran, wenn ihre Lieder gespielt werden.

Marco: Leute, die zuerst mal keine 80 Euro ausgeben wollen, lassen sich vielleicht durch uns auch so begeistern, dass sie es doch mal tun. So herum funktioniert das genauso.

Tilmann: Und nimm doch die Kneipe, wenn keine Coverband spielt und eine Band mit eigenen Stücken spielt, geht da denn jemand hin...

Marco: ...nur weil es Musik ist?

Tilmann: Das ist doch egal, ob wir irgendwo spielen. Wir nehmen doch keinem was vom Brot.

Gegen euch spielt heute zum Beispiel die BAP-Coverband MAM in der Harmonie...

Marco: Oder mit uns...

Tilmann: Das ist natürlich auch eine Überlegung des Veranstalters. Bei einer Halle für 1.000 Leute überlegt der sich schon genau, ob er eine Band aus dem Keller holt, die kaum jemand kennt und sagt, "ist mir doch egal, wenn ich mal 3.000 Euro draufzahle am Abend". Das wird doch niemals passieren. Und: Wir haben vor zwei Jahren auch noch nicht hier spielen können.

Tobi: Wir haben die Erfahrung doch alle gemacht. Wir wissen alle, wie schwer es mit eigener Musik ist. Wir haben alle schon in sämtlichen Kellerlöchern vor zehn Leuten gespielt.

Alle: Stimmt.

Wollt ihr auch europa- oder weltweit touren, wenn sich die Gelegenheit ergibt

Alle: Klar! Sofort! Haste eine Gelegenheit? Sogar auf Mond oder Mars!

Tilmann: Sobald wir einen Amphibienhänger haben.

René: Wir müssten erst mit Hänger in irgendein Flugzeug fahren können, dann könnten wir auch weltweit spielen.

Tilmann: Da wir immer die komplette Bühne mitbringen, hieße ein weiter Transport ja wirklich, zwei Wochen raus zu sein und nichts anderes machen zu können.

Oder einer von euch muss den Pilotenschein machen wie Bruce Dickinson... Habt Ihr euch Etappenziele gesetzt auf dem Weg bis hierhin? Habt ihr alle erreicht, oder auch mal welche versemmelt?

René: So richtige Ziele haben wir uns nicht gesetzt. Eigentlich läuft schon alles recht planmäßig bei uns. Eben immer so gut es geht. Das was dann passiert ist unser Erfolg. Ich finde man kann nicht vorher sagen "wir wollen bis dann diesen oder jenen Erfolg haben". Das halte ich für schwierig. Wir geben immer alles und freuen uns wenn immer mehr zurückkommt.

Tilmann: Das ist glaube ich genau der Punkt, so wie ich es erlebt habe, als ich dazu gekommen bin. Das Ziel war immer, es so gut wie möglich zu machen. Mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Das sind ja meist auch keine Riesenbühnen, auf denen wir spielen und so versuchen wir, egal wo wir spielen, in jedem Club, eine Show hinzubekommen, die die Leute so dort noch nicht gesehen haben. Das haben wir bislang auch immer geschafft. So läuft das bei uns eben: jemand hat eine Idee, darüber wird nachgedacht, es wird nicht abgetan. Meistens ist es dann einen Tag vorher fertig, will meinen, es wird nicht lange diskutiert, sondern einfach gemacht. Dadurch besteht nicht die Gefahr, irgendwo hängen zu bleiben.

Gibt es besondere Orte für euch? Ich habe gesehen, ihr spielt zwei Abende hintereinander im Café Hahn in Koblenz, die bereits ausverkauft sind...

Tilmann: Da haben wir mittlerweile vier im Jahr... das ist auf jeden Fall ein besonderer Ort. Für mich ist das immer ein Highlight da.

René: Es gibt sogar einen besonderen Ort, wo wir nicht mal Pyro schießen können. Aber der ist trotzdem besonders für uns – das ist das Musiktheater Rex, das ist eine total schöne Location, wo wir trotz fehlender Pyro immer eine Mega-Stimmung haben. Es ist noch nicht mal abhängig von der Größe will ich damit sagen, sprich Größe der Bühne oder Anzahl der Zuschauer, ob uns ein Laden gefällt oder nicht, das ist eher so ein Bauchgefühl.

Tilmann: Es ist mehr so die Art der Zuschauer, wo sich Café Hahn in Koblenz und Musiktheater Rex in Lorsch deckt. Es ist so ein Liebhaber-Publikum. Da kommen Leute hin, die wirklich Musik hören wollen. Es ist anders als ein Fest, wo Jugendliche irgendwie rocken wollen, da gibt’s auch schöne Open Air-Festivals, das ist auch toll, aber es ist ganz anderes Publikum als im Café Hahn, wo Leute kommen, die echt Bock haben, genau diese Musik zu hören. Die auch sehr dankbar sind.

Marco: Genießer.

Tilmann: Die, in der Regel auch tatsächlich älter sind. Das geht dann so ab 40 los. Das ist echt schön.

René: Es sind sogar 60-70 jährige dabei.

Ian Paice hat mal eine Belgien-Tour einer Deep-Purple-Coverband mitgespielt, weil deren Drummer erkrankt ist und der umgekehrte Fall – Tim "Ripper" Owens sang in einer Judas Priest-Tributband und ersetzte irgendwann den ausgestiegenen Rob Halford. Sind das Musikmärchen, oder hieltet ihr so etwas ähnliches bei euch für möglich?

Andi: Das ist ja auch schon passiert, aber bei uns wird das so schnell nicht der Fall sein. Über den von dir zitierten Fall gibt’s ja sogar einen Film: "Rockstar".

Marco: Das sind so Geschichten, die passieren mal und bieten damit Filmstoff, eben weil sie nicht oft passieren.

Könnt ihr schon von der Musik leben?

René: Nee. Um davon leben zu können, müssten wir mindestens 60 Gigs im Jahr haben. Parallel dazu müssten wir die ganzen Investitionen zurückfahren. Wir haben mittlerweile soviel investiert, dass es auf jeden Fall weit ins Fünfstellige geht, was allein die neue Bühne gekostet hat. Das geht ja auch immer weiter. Dann bringen die wieder was neues und dann müssen wir nachschießen. Die hams ja, wir nichÂ… (lacht), für uns ist es auf jeden Fall mit Federnlassen verbunden. Das bezahlen wir schon von Konzerten, das kannst Du dir so vorstellen, dass nach Abzug aller Fixkosten 20% der Gage für die Band verwendet wird.

Sind es in der Summe denn überwiegend Musikjobs, die euch über Wasser halten, oder macht ihr auch etwas völlig anderes?

Dirk: Ja eigentlich schon. Mit Musikunterricht zum Beispiel bei mir und bei Tobi, wir unterrichten an der Modern Music SchoolinKoblenz.

René: Bei mir kommt das Musikstudio dazu. Das und Völkerball. Wenn das nicht reicht, das kommt gelegentlich vor, dann gehe ich noch in meinem alten Job arbeiten.

Tilmann: Aufs Dach.

René: Das, Innenausbau oder Carports bauen.

Die Hinterbliebenen des Ramstein Unglücks haben nach den ersten Erfolgen der Band mit "Ein Mensch brennt" ein großes Fass der Entrüstung aufgemacht. Wie geht ihr mit der Problematik um, einige von euch sind ja auch Rheinland-Pfälzer? Versteht ihr die Sorgen und Bedenken der Betroffenen? Werdet ihr da auch schon mal angesprochen?

René: (kurze Diskussion) Aus meiner Sicht ist das immer ein Hinweisschild. Es ist nicht so, dass wir sagen, wir finden das gut was da passiert ist. So funktioniert meiner Ansicht nach auch die Band Rammstein. Die Songs und Texte sind alle große Hinweisschilder auf eine besonders krasse Art. Die kommt an. Die einen sind pikiert, die andern sagen "richtig so, gut dass einer drauf aufmerksam macht".

Tilmann: Das zieht sich durch die Rammstein Songs hindurch. Die schneiden viele Themen an, die in der Gesellschaft nicht gerne gehört werden. Aber es ist nie eine Wertung dabei. Es ist immer nach dem Motto: "Hier das gibt’s, das passiert". Der Lindemann hat natürlich auch eine Art das zu umschreiben, die man vielleicht auch erst mal verstehen muss.

Dirk: Die es aber auch oft trifft.

Tilmann: Das schon, die ist auf den Punkt, aber man muss auch begreifen und genau hinhören, was sagt er denn überhaupt?!

Marco: Man muss es vor allen Dingen auch wollen. Viele fühlen sich angepisst, auf den Schlips getreten oder angeekelt von der Art wie die Texte geschrieben sind. Man muss sich damit auseinander setzen wollen, um dann dahinter zu blicken, wie das vielleicht gemeint ist, oder wie man es verstehen kann.

René: Das ist wie ein Gemälde, wo eine Schlacht abgebildet ist. Da holt einer mit einem Speer aus und will es einem anderen ins Herz rammen. Das ist passiert, da hat sich ein Maler hingesetzt und das gemalt, es heißt aber noch lange nicht, dass der das gut findet, was da passiert.

Andi: ...kann ja nicht immer nur Blumenwiesen mit Schmetterlingen malen... Man kann es auch mit einem Horrorfilm vergleichen. Der Schauspieler, der den Killer spielt, ist ja nicht in Wirklichkeit so. Genauso versetzt sich Till Lindemann in die Rolle derer, die er beschreibt. Das ist ja eigentlich recht klar, dass der Sänger eine Rolle spielt.

Es sind also aus eurer Sicht weder Überzeugungen noch Marketingstrategien, sondern eher Kunstwerke.

Marco: Mir gefällt das Bild der Hinweisschilder gut – es ist nicht der Zeigefinger, sondern das Schild.

René: Natürlich steckt da auch Marketing hinter, ganz klar. Die haben schon irgendwann gemerkt, das funktioniert, und dann haben sie den Faden durchgezogen, gnadenlos.

Dirk: Ich glaube aber nicht, dass das am Anfang stand.

René: Nee, glaube ich auch nicht, daher finde ich Rammstein "echt" und authentisch. Die sind von Anfang an ihrer Linie treu geblieben, als sie noch nicht wussten, dass es Erfolg verspricht.

Tilmann: Gegen enorm viel Widerstand auch. Es ist ja nicht so, dass die losgegangen sind und alle gebrüllt haben "JA SUPER".

Hat Rammstein für euch auch eine politische Dimension oder eine religiöse?

Tilmann: Sowohl als auch.

Marco: Ich finde einen guten Text – und die vom Lindemann sind gut – die kann man auf so vielen Ebenen verstehen. Und je nachdem was man mit sich selbst gerade für ein Thema hat, so kann man auch den einen oder anderen Text verstehen. Oft hat es keinen Sinn nach der "einen" Textbedeutung zu suchen, wie es gemeint ist und was richtig ist. Ich mag an den Texten, dass man oft seine eigene Bedeutung finden kann, also die Bedeutung, die er für einen selbst hat.

Wie schmeckt eigentlich gekochter Keyboarder?

Alle lachen...

Tilmann: (tief und bedrohlich) Suuushi...

Andi: Keine Ahnung?!

Welche musikalischen Idole habt ihr?

Tilmann: Huih!

Andi: Einige.

Marco: Schwer zu sagen.

René: Das geht in total unterschiedliche Richtungen.

Andi: Ja, man muss auch sagen, dass man am Anfang, als man angefangen hat, ein Instrument zu spielen, andere hatte als jetzt. Aber es sind für einen immer noch große Musiker, weil sie einen inspiriert haben. (wendet sich den anderen zu) Ich weiß nicht wie das bei euch war, habt ihr da Leute, wo ihr denken würdet, "Boah, der steht jetzt vor mir..."?

René: Ich möchte das für mich mal so beantworten: Früher war das eher so, da hatte man Idole, in die wollte man sich gern hineinversetzen, heute gibt es ganz viele Leute, die man gut findet, mit denen man aber nicht tauschen wollen würde. So geht mir das.

Andi: Musik hat auch so eine große Bandbreite.

René: Das hat sicher auch was mit dem Alter zu tun. Als kleiner Hüpfer da möchtest du immer da oben stehen und genau das machen, was dein Lieblingssong macht. Irgendwann streckst du die Fühler in alle Richtungen aus und merkst, das ist alles gut und Du kannst Dir nicht mehr vorstellen alles zu machen.

Marco: Das ist genau der Unterschied, ob etwas wertzuschätzen ist etwas anderes als jemand sein zu wollen.

Tilmann: Genau!

Was gefällt euch besonders an Völkerball-Auftritten?

Andi: Dass ich dabei sein darf!

Alle lachen...

Tilmann: Das stimmt, das gefällt mir auch!

Tobi: Dass man nicht immer so blöd grinsen muss.

René: Mir gefällt besonders, dass ich nach neun Jahren Coverband die Leute nicht mehr animieren muss. Ich darf ja gar nix sagen. Und das genieße ich! Find’ ich gut!

Andi: Ich mag aber auch die heißen Temperaturen, die lauten Knalle.

Tobi: Es ist auch immer schön, wenn du hinter dem angezündeten Mikroständer stehst und ausprobierst, wie nah kann ich rangehen, bevor ich mich verbrenne.

Andi: Das Umziehen und Schminken finde ich auch saucool (lautes Gelächter). Ja, ich hätte auch kein Bock mehr, wo ich einfach so auf die Bühne gehe und anfange zu spielen.

René: Was ich noch total cool finde, ist, ich bin ja auch Zimmermann, und wenn du mit vier Leuten an einem Tag einen Dachstuhl aufbaust, dann sitzt du später unten und schaust stolz wie Oskar auf das geleistete. Hier bauen wir die Bühne selbst auf, wir haben da keine Hiwis, wir machen es selbst, wenn das Ding dann steht, vor allem heute die neue Bühne und die dann komplett eingeleuchtet ist, dann geht einem schon das Herz auf. Das ist auch was, was man bei einer anderen, "normalen" Band nicht hat.

Marco: Ich finde es auch cool, ein Teil dieser Gruppe sein zu können, jetzt rein menschlich, mal abgesehen von dem was wir hier machen. Ich glaube, dass das sehr gut funktioniert alles. Das ist mir sehr wichtig. Ich fühl mich hier wohl. Abgesehen von dieser Bühne da draußen.

Tilmann: Das ist ein Punkt, man verbringt ja viel Zeit mit Warten.

Tobi: Ja, Rock’n Roll ist oft ganz schön langweilig!

Tilmann: Ja und wenn du da rumsitzt und wartest mit Leuten, die man eh nicht leiden kann, ist das echt ein Problem.

Dirk: Hatte ich schon. Das ist richtig Scheiße!

Tilmann: Insofern ist es schön, dass wir uns gut verstehen.

Tobi: Wir verstehen uns auch musikalisch...

Tilmann: Piep, piep, piep.

Tobi: ...auf der Bühne und wie wir uns darauf bewegen. Das ist auch wichtig, dass wir uns nicht dauernd über die Füße laufen.

Tilmann: Außer ich, ich steh immer im Weg...

Gut, letzte Frage: Was wünscht ihr euch für heute Abend?

Alle durcheinander: Rock’n Roll! Volles Haus! Geile Stimmung!

René: Keine zweite Verletzung...

Tobi: ...dass ich nicht vom Fahrstuhl falle.

Marco: Ja genau!

Tilmann: Und dass die ganzen neuen Elemente der Show auch klappen, dass ich zur richtigen Zeit auf den richtigen Taster drücke und dass dann das Gitarristenkatapult...(Gelächter)

Ganz herzlichen Dank für das Interview!

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Sebastian Black