Tour 2007 - Support: Darkest Hour, Himsa, Maroon
Zur Umbaupause vom Darkest Hour Auftritt betrat ich die Live Music Hall. Himsa und Maroon entfallen daher leider der Review.
Darkest Hour lieferten einen durchaus ansprechenden Gig ab. Die zahlreichen Fans der Band jedenfalls bestätigten diesen Eindruck. Spielerisch ist der Band nichts vorzuwerfen, leider hat sich bei mir zwischendurch immer mal wieder der Eindruck eingeschlichen, dass nur 08/15 Metalcore geboten wird. Standardriffs aus dem kleinen 1x1 des Metalcores gepaart mit Standardaussagen. Dafür war die Lautstärke definitiv überdurchschnittlich und auch die Lichtshow war mehr für angehende Epileptiker als musikunterstützend eingesetzt. Was man, wenn man böswillig ist, durchaus so interpretieren kann, dass damit die teils durchschnittlichen Songs überdeckt werden sollten. Aber die Band wurde durchweg gefeiert von ihren Fans, und so soll es ja auch sein. Persönlich am Darkest Hour Auftritt hat mir gefallen, dass während der Umbauphase Peter Gabriel lief, wobei mir nicht ganz klar war, ob dies aufgrund persönlicher Vorlieben des Tonmannes geschah oder zur Verwirrung des Publikums.
Gespannt war ich dann allerdings sehr auf den Auftritt von As I Lay Dying. Ich hatte die Band bislang noch nicht live gesehen und war im Vorfeld etwas enttäuscht über das neue Album „An Ocean Between Us“ zumal mir die beiden Vorgängeralben „Frail Words Collapse“ und „Shadows Are Security“ wirklich sehr gut gefielen. Mit „Frail Words Collapse“ verbinde ich sehr viel, zumal mir das Album viel Zuspruch in einer schwierigen Phase meines Lebens gegeben hat. Aber das nur am Rande. Vorweg sei aber angemerkt, dass sich die neuen Songs wunderbar in das Livegefüge mit den alten Liedern einpassen konnten.
As I Lay Dying begannen das Konzert dann auch mit einem älteren Song um danach dann aber mit Titeln aus „ An Ocean Between Us“ weiterzumachen. Deutlicher Kritikpunkt bei diesem Auftritt war der eindeutig übertriebende Einsatz der Stroboskoplichter. Was auch hier wieder den Eindruck schürte, die Musik muss irgendwie überdeckt werden. Was die Qualität der Songs aber definitiv nicht nötig hat. Auch war die Lautstärke übertrieben hoch. Am ärgerlichsten war aber die Soundmischung. Im Vergleich zu anderen Bands ist die Bassdrum bei As I Lay Dying sehr präsent, sprich sie „kickt“ deutlich. Leider führte das beim Auftritt immer wieder dazu, dass die Bassdrum kurzzeitig die Gitarren überlagerte und man diese nicht mehr wahrnahm. So als ob die Gitarre ganz kurz ausfällt und wieder hochkommt. Was den Höreindruck jedenfalls deutlich beeinträchtigte.
Der Auftritt der Band war aber auf jeden Fall hörens- und sehenswert. Überraschend auch, dass man den Klassiker „Forever“ so früh im Set präsentierte. Aber da ja im Laufe der Zeit einige neue Faves hinzugekommen sind, sicherlich eine abwechslungsreiche Variante. Klasse Songs, ausdrucksstarke Shouts vom Sänger, die bei einigen Liedern die „cleane“ Unterstützung vom Bassisten bekamen und damit noch eine zusätzliche Dimension mit reinbrachten und herrliche Gitarrenriffs und -soli. Aber auch hier wäre wünschenswert gewesen, wenn die Band länger als bloss eine Stunde gespielt hätte. Zwei bis drei Songs hätte man ruhig noch rausholen können.