Blood Red Shoes

Tour 2010 - Support: Holy State

15.11.2010 Bei Chez Heinz / Hannover

Von: Maren Röcker

Blood Red Shoes Hannover

Fast einen ganzen Monat gastieren Blood Red Shoes in Deutschland, um einmal quer durchs Land zu touren. Im Sommer haben sie zahlreiche Fans dazugewonnen, sonst wäre das Konzert in Hannover Bei Chéz Heinz wohl nicht ausverkauft gewesen. Ausverkauft! Was das fürs Chéz Heinz bedeutet, kann sich wohl nur jemand vorstellen, der schon einmal hier war. Eine gefühlte Deckenhöhe von ca. 1,40 Metern lassen nicht viel Spielraum zum Tanzen, Pogen oder Springen, geschweige denn zum Crowdsurfen. Wer wie gesagt schon einmal da war, weiß aber auch, dass das niemanden davon abhält, es doch zu tun und am besten alles auf einmal. Bei einer ausverkauften Show ist es außerdem nicht einfach, von überall die Bühne zu sehen, vor allem nicht wenn man selbst nicht der oder die Größte ist. Egal, schließlich ist man nicht zum Grübeln hier, sondern zum Spaß haben und um die Band zu genießen. Den Vortritt lässt man hier Holy State, die sich schon im Internet interessant anhören, vor allem auf die Musikrichtung ist man gespannt: Dutchpop. Holländischer Pop? Mal sehen was die Fans erwartet.

An dieser Stelle ist einmal anzumerken, dass das Konzert für das Chéz Heinz ungewohnt pünktlich beginnt! Man ist gespannt. Schon beim Betreten der Bühne wird aber schnell klar, dass man nicht enttäuscht werden wird, schon rein optisch. Die Jungs aus England strahlen irgendwie einfach gute Laune aus und die überträgt sich schnell auf das Publikum. Die Musik ist einfach zum Mittanzen, so richtig ruhig bleibt niemand stehen oder sitzen. Ein bisschen von den Hives scheint drin zu stecken, umso besser. Eine gute Wahl in jedem Fall, man hat schon ein schlechteres Vorprogramm erlebt.

Dennoch warten die meisten eben auf Blood Red Shoes aus Brighton, UK. Man kann ja von einem regelrechten Boom sprechen, erstaunlich dass das Konzert nicht in eine größere Location umgebucht wurde. Egal, jetzt sind wir hier und Blood Red Shoes auch, das ist schließlich die Hauptsache. Dass man selbst um eine Band viel Wirbel machen kann, die nur aus zwei Mitgliedern besteht, beweist die Begeisterung der Fans. Kein langes Intro oder Gerede, es wird gleich begonnen. Wer die beiden Musiker schon einmal live gesehen hat, mag sich vielleicht an ihren etwas eigenwilligen Kleidungsstil erinnern. Drummer Steven Ansell gerne ohne Oberkörperbekleidung, dazu gibt es nicht viel zu sagen. Laura-Mary Carter aber, die Gitarristin, trägt, wie auch im Video zu "Heartsink" das übergroße Led Zeppelin-Shirt, eine Hotpants und darunter eine Strumpfhose und Stiefeletten. Und, nicht zu vergessen, die Fender Telecaster, die sie auf eindrucksvolle Weise zu beherrschen scheint. Ein tolles Bühnenbild ist schon allein durch die beiden Künstler gegeben. Hin und wieder eine Ansage von Ansell, seltener ein "Dankeschön" von seiner Gitarristin.

Dass sie Spaß an ihrer Musik und vor allem an den Fans haben nimmt man ihnen gerne ab. Das Verhältnis beruht aber auch auf Gegenseitigkeit, soviel ist klar. Auch wenn der Altersdurchschnitt im Publikum etwas höher liegt, lässt es sich niemand nehmen zu tanzen, zu springen oder zu pogen. Und auch der ein oder die andere Crowdsurfer/in ist dabei. Songs wie "Don’t Ask" oder "Heartsink" dürfen dabei nicht fehlen und treffen auf Begeisterung, wie bei dem Anblick der tobenden Masse durchaus zu erwarten war. Sogar eine kleine Zugabe gibt es, bevor es für die Band weiter nach Rostock und für die Fans glücklich nach Hause geht.

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Joe Cocker Tickets bei www.eventim.de