Carus Thompson

Doing Time Tour 2009 - Carus Thompson and Band

27.11.2009 Die Börse / Wuppertal

Von: Diana Dolensky

Carus Thompson Wuppertal

Am heutigen Freitag gibt es gleich zwei Highlights zu feiern. Die Rückkehr nach Wuppertal von Carus Thompson, dem schnuckeligen Sänger und Songschreiber aus dem fernen Frementle in Australien und der Geburtstag seines deutschen Tourorganisators Andreas Pusch. Andreas hat zu diesem Anlass seine Geschenke neben den Carus CD´s auf dem Merchandise-Stand positioniert und verpflegt die Gäste mit Kuchenstücken.

In der Wuppertaler Börse ist Carus ein gern gesehener Act und nun schon zum dritten Mal zu Gast. In dem gemütlichen Raum mit der angrenzenden Bar herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre. Zum einen, da Carus während seiner Show immer wieder den Kontakt zu seinem Publikum sucht und mit seinen Fans herumalbert. Zum anderen, da jeder an diesem Abend gut gelaunt ist, denn es ist schließlich auch Freitag und was gibt es schöneres als das Wochenende mit guter Musik sowie Gleichgesinnten einzuleiten?! Seine überschaubare Fangemeinde aus der angrenzenden Umgebung hat er über die Jahre hinweg durch Konzerte im Rheinland gewonnen. Nicht ganz unschuldig daran ist auch sein langjähriger deutscher Freund Andreas Pusch, der diesen Ausnahmemusiker 2003 zum ersten Mal nach Europa holte. Und wir von Musicheadquarter sind nicht zuletzt stolz darauf, als Präsentatoren der aktuellen "Doing Time Tour 2009" in Deutschland auftreten zu dürfen.

Ohne Supportact geht es um kurz nach Acht mit meinem Lieblingstitel "On My Way" los. Der heutige Abend wird von einer bunten Auswahl des aktuellen Solo-Albums "Creatures Of Habit" sowie vielen Songs aus vorangegangen EP´s bestimmt. So spielt Carus nach "Creatures Of Habit" heute auch den Titel "Denmark To Sweden" aus seinem Album "Three Boxes" (2007). Unterstützt wird der charmante Australier während seiner Eurotour von The French Connection. Das sind Christophe Baillieut an den Drums und Mathieu Lucas am Bass. Auch aus seiner Heimat ist Jesse Beaton mit auf der Bühne und supportet Carus mit seiner Gitarre. Australier sind ja bekanntlich für jeden Spass zu haben. So geben die beiden eine Einlage zum Besten, in denen Jesse und Carus ihre Gitarren einfach mal hinter dem Rücken spielen. Dass Australier trinkfest sind ist auch jedem schnell bewusst, da es heute zwischen den Songs den ein oder anderen Tequila für das Quartett gibt. Christophe Baillieut muss nach jedem der salzig-bitter-sauren Shots einmal kurz aufschreien, um dann wieder voller Elan seine Drums zum Vibrieren zu bringen.

Dass Carus nun schon seit zwei Wochen mit gerade mal zwei Ruhetagen durch England, Frankreich, Belgien und Deutschland tourt, merkt man ihm nicht an. Keine Anzeichen von Müdigkeit. Seine Augen strahlen klar und schelmisch in die Menge und schnell wird klar, dass Carus wirklich glücklich ist wenn er mit der Gitarre in der Hand Musik spielt und seine ihm an den Lippen hängenden Fans zum Tanzen bringen kann. Sein Musikstil, eine Mischung aus Rock, Folk und australischem Reggae wird nicht langweilig. Beim 23. Titel des Abends gibt Carus in "Gonna Leave This Town" dann tatsächlich feinsten australischen Reggae zum Besten und die Wuppertaler Meute beweist wie lautstark sie Carus gesanglich mit den Worten "Today A Gift" unterstützen kann.

Carus selbst nutzt die kleinen Pausen zwischen den Liedern zur Konversation mit dem Publikum. Hier erklärt er auch ab und an die Geschichten die mit den Songs verbunden sind. In "From Little Things Big Things Grow" geht es um australische Ländereien und die Ausbeutung der Aborigines als Arbeiter. Im Gegensatz dazu singt Carus gepaart zu den Klängen der Mandoline in "I Found Love" über die Liebe eines deutschen Gefangenen zu seiner Lehrerin. Auch seiner eigenen Frau Linda, mit der er seit diesem Jahr verheiratet ist, hat Carus einen Song´gewidmet. "Dear Linda", vorgetragen ganz ohne Mikro nur mit der Akustikgitarre, schafft es vor allem bei den weiblichen Gästen Gänsehautfeeling auszulösen. Wer auf die Lyrik achtet, dem erscheint jedes Lied wie ein Ausflug in persönliche Emotionen.

Egal ob sein Gesang mit oder ohne Mikro erklingt, mit der Akustikgitarre, der Mandoline oder der Mundharmonika untermalt, es gelingt Carus ohne Mühe, die Fans in seine Welt zu entführen. Ob es sich hierbei um die Erlebnisse auf Reisen oder um seine Gedanken an Familie und Frau in der Heimat dreht, ist wohl jeder Interpretation selbst überlassen. Doch was auch immer dort in seinem Kopf vorgeht, Carus formt es zu einem perfekten Song. Doch nicht nur die Songs selber machen Carus als Singer/Songwriter zu dem was er ist.

Bei den Zugaben wie "Wide Open Road" oder "This Time" sitzt Carus, umgeben von der Band, inmitten seiner Fans und zeigt keinerlei Berührungsängste. Es scheint als bedankt er sich somit liebevoll bei ihnen für ihren Support durch den heutigen Abend. Sein lockerer Umgang während des gesamten Auftritts, die Bühnenpräsenz und das sagenhafte Durchhaltevermögen von über zwei Stunden mit insgesamt 28 Ausflügen in seine Rock-, Funk- und Reggae-Welt machen diesen Abend für mich zu einem gelungenen Wochenendstart. Ich kann nur sagen: Please to be continued!

Setlist:

On My Way
Creatures Of Habit
Denmark To Sweden
Born With A Broken Heart
Long Time
For The Rest Of My Life
Burn
Broken Song
Last Day Of Winter
Yangi
River Red Sky Blue
Prisoner Of The Rodeo
Doing Time
Sweet Monday
Warning Signs
I Found Love
Dear Linda
Three Boxes
Grow To Overthrow
Crash
Bumb Thing
Gonna Leave This Town
Thrown
From Little Things Big Things Grow
Moonrise
Your Eyes Are Bleeding
Wide Open Road
This Time

Und HIER findet ihr noch ein aktuelles Interview, das wir vor dem Konzert mit Carus Thompson geführt haben!

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Rhingtön
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Eagles Tickets bei www.eventim.de