Chapel Club

Tour 2011

13.04.2011 Lido / Berlin

Von: Jessica Franke

Chapel Club Berlin

Aus London kommen ja alle Nase lang neue Indiebands. Das ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes, oftmals fehlt allerdings das Besondere. Und dann erblicken Bands wie Chapel Club auf einmal das Licht der Welt, die sich zwar ebenfalls mit gewissen Größen wie Joy Division oder Echo & The Bunnymen vergleichen lassen, es aber dennoch schaffen aus den Massen herauszustechen. Anfang diesen Jahres erschien ihr Debütalbum "Palace", wofür sie mehr als nur positive Rezensionen ernteten. Der Guardian berichtete, dass die großen Erwartungen an Chapel Club leicht zu hören seien und auch andere Medien hielten sich mit solchen Aussagen nicht zurück. Nachdem also das Album mittlerweile auch bei mir in Dauerschleife läuft, scheint ein Besuch im Berliner Lido heute unabdingbar.

Beim Erreichen des kleinen Lidos eröffnet sich zunächst ein Anblick des Schreckens. Nur wenig Leute haben es bisher hierher geschafft. Und wenn man dazu noch die heutige Konkurrenz betrachtet, macht sich doch ein wenig Sorge breit, ob sich das noch wesentlich ändern wird. Pünktlich zu Konzertbeginn füllt sich der Laden glücklicherweise etwas mehr und in Sachen Stimmung tut es auch so gar nichts zur Sache, dass das heutige Konzert nicht ausverkauft ist. Bereits beim Erklingen der ersten Melodien kann das Publikum seine Vorfreude nicht länger verbergen.

Als das sympathische Quintett schließlich die Bühne betritt, werden sie mit enthusiastischem Applaus begrüßt, was sich auch im Laufe des Abends nicht ändern soll. Die Zuschauer sind durchweg mit Begeisterung dabei, tanzen und singen sogar die Songs der erst kürzlich erschienenen Platte mit. Sänger Lewis zeigt sich sichtlich gerührt von der durchweg positiven Resonanz, bedankt sich immer wieder bei den Fans und findet auch sonst noch einige Worte wie zum Beispiel Geburtstagsglückwünsche für zwei anwesende Gäste. Damit haben sie eindeutig noch mal mehr an Sympathiepunkten gewonnen, aber letzten Endes ist es dann doch die Musik, mit der sie sich in die Herzen der Zuschauer spielen und mit Sicherheit auch den ein oder anderen Fan mehr für sich gewinnen.

Die Songs halten live was sie auf dem Album versprechen. Mit voller Leidenschaft präsentiert Lewis seine melancholische Stimme, animiert bei Songs wie "All The Eastern Girls" oder "Five Trees" gekonnt zum Mittanzen oder bei Titeln wie "O Maybe I" zum Ausschweifen der Gedanken. Leider endet das Set nach knapp einer Stunde ohne Zugabe, dafür ist ihr Repertoire dann wohl doch noch zu klein. Dafür nehmen sie sich nach dem Konzert die Zeit, charmant wie sie nun einmal sind, mit ihren Fans am Merchandisestand das ein oder andere Schwätzchen zu halten und fleißig Autogramme zu geben. Da darf man dann ja mehr als gespannt sein, womit uns die sympathischen Briten als nächstes überraschen.

Setlist:

Surfacing
Blind
Roads
Fine Light
O Maybe I
Bodies
Paper Thin
All The Eastern Girls
Five Trees
The Shore

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Sebastian Black