Tour 2005 Support: Union Youth
Über 150 Gigs auf dem Buckel, Live-Konzert für den altehrwürdigen WDR Rockpalast, gute Kritiken zum Debüt-Album „Same As It Never Was“, Signing beim aufstrebenden Indie-Label Eat The Beat Music mit Anbindung an das Metal-Monster Roadrunner. Kein Wunder also, dass den Jungs von Circle Of Grin das Grinsen nicht vergeht. Davon konnte sich man bei ihrem Konzert im Underground überzeugen.
Beim nachgeholten „Record Release-Gig“, der wegen Jans Stimmband-Entzündung im März ausfallen musste, kam das Publikum voll auf seine Kosten. Mit viel Selbstvertrauen und einer nonchalanten Tightness im Rücken, stellten COG eindrucksvoll unter Beweis, mit den Großen der Szene mitmischen zu können. Anders als viele andere arrivierte Newcomer, die sich mit aufgesetzten Rockstar-Attitüden wie Kriegsbemalung, Endlos-Schleifen-Shouting und „Fuck Yeah-Ansagen“ schmücken, wissen die Jungs durch ihr homogenes Zusammenspiel und musikalisches Können zu überzeugen.
Bereits der Opener „Prepare To Meet Your Maker" stellt dies eindrucksvoll unter Beweis. Dynamische Riffs, groovige Hooks, gepaart mit einer Stimme, die problemlos zwischen melodiösem Gesang und harten Shout-Einlagen hin und her switcht. Von Jans Erkältung ist keine Spur zu hören. Im Gegenteil: geölte Vocals kommen da aus einer Kehle, die oftmals das Timbre eines Mike Patton anschlagen, um sich zwischendurch in Brachial-Parts zu entladen, die Chino Moreno nicht besser hätte machen können. Stets im Einklang mit den Rhythmus-Twin Towers Andre (Gitarre) und Sebi (Bass), gibt auch der Rest der Band mächtig Gas.
Angefeuert durch folgende Perlen wie „The End Will Be The Same" und „Turn Your Back On Me“ kommt auch das Publikum allmählich in Schwung und honoriert die Darbietung im gut gefüllten Underground mit reichlich Applaus. Gegen Ende des Gigs legen die Jungs mit den beiden Single-Auskopplungen „While I Wait“ und „How We Fade Away“ noch ein paar Kohlen drauf und verwandeln die ersten Reihen in Hüpfburgen.
Nach dem Konzert sind sich alle einig: es war ein vollends gelungener Gig vor heimischem Publikum. Ich bin mir sicher, dass wir an den Jungs auch noch in ein paar Jahren unseren Spass haben werden. Es darf also weitergegrinst werden!
Ein weiteres Kompliment gilt Union Youth (ebenfalls bei Eat The Beat), die dem Publikum vorher als Support eingeheizt hatten. Solide Rock-Breitseite, die sich eher nach Seattle als nach Bad Bentheim anhört. Die Jungs haben die Ruhe weg, schlugen sie doch vor Jahren einen Plattenvertrag von Fred Durst aus. Äußerst sympathischÂ…