Tour 2011 - Support: Wye Oak
Vier junge Burschen aus Long Beach, Kalifornien, die auf den eigenwilligen Namen Cold War Kids hören, sind schon seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums "Robbers & Cowards" im Jahre 2006 weltweit in aller Munde. Und auch der Nachfolger "Loyalty To Loyalty" stand dem Debüt in nichts nach, schaffte es sogar auf Platz 21 der amerikanischen Albumcharts. Fast drei Jahre hat es nun gedauert, bis die sympathischen Herren sich wieder zu Wort meldeten, in Form eines neuen Albums mit dem Titel "Mine Is Yours". Und nicht zuletzt die Tatsache, dass Produzent Jacquire King (Kings Of Leon, Tom Waits, Norah Jones, Modest Mouse) seine Finger hier mir mit Spiel hatte, lässt auf einen fantastischen dritten Teil hoffen. Sie sind nun also wieder unterwegs, um mit ihrer Musik zu begeistern, machen dabei natürlich auch in Hamburg Halt. Das darf man sich natürlich nicht entgehen lassen.
Die zahlreiche erschienenen Zuschauer lassen es sich nicht nehmen, sich bereits von dem Duo um Wye Oak begeistern zu lassen. Und diese Aufgabe meistern die beiden aus Baltimore stammenden Sympathieträger mit Bravour. Während Sängerin und Gitarristin Jenn Wasner uns mit einer ausdrucksstarken Stimme beeindruckt, die direkt in Herz und Mark geht, beweist sich Schlagzeuger Andy Stack ebenso als ein Multitalent, indem er neben den Drums auch noch das Keyboard bedient. Damit beweisen beide schließlich einmal mehr, dass es nicht mehr als zwei Personen bedarf, um gute Rockmusik zu präsentieren. Ganz offensichtlich haben sich die Zwei letztlich nicht nur mit ihrer tollen Musik sondern ebenso mit ihrer äußerst charmanten Art in die Herzen der Zuschauer gespielt und den ein oder anderen Fan mehr für sich gewonnen. Man darf also auf die versprochene baldige Rückkehr mit neuem Album im Gepäck gespannt sein.
Mittlerweile ist es proppevoll geworden im Bunker. Wenn es nicht ausverkauft ist, kann es sich definitiv nicht weit davon weg bewegen. Mit großer Spannung werden die vier Kalifornier erwartet und schließlich mit tosendem Applaus und jubelnden Pfiffen empfangen, als sie um 22 Uhr die Bühne betreten. Nach kurzer Begrüßung wird auch schon ordentlich Gas gegeben. Fortan vergeht keine Minute, in der auf der Bühne keine Bewegung herrscht. Durchweg pilgern und springen Gitarrist Jonnie Russell und Bassist Matt Maust über die Bühne, beanspruchen dabei jeden kleinsten Winkel für sich, singen dabei enthusiastisch die Songs mit, die Sänger Nathan Willett zum Besten gibt. Bei so viel Leidenschaft haben sie schließlich leichtes Spiel mit dem Publikum, animieren dieses problemlos zum Klatschen oder zum Mitsingen. Es bedarf nicht viel Zeit, um die Energie und Dynamik von der Bühne auf das Publikum zu übertragen, bis schließlich auch in der Menge ein so großer Bewegungsdrang herrscht, dass es einem selbst am Rande stehend den Schweiß auf die Stirn treibt. Da muss selbst Nathan Willett mit einem gefühlvollem "Take care of each other, ok!" einschreiten.
Besonders die alten Songs werden von den Fans heißgeliebt umjubelt, aber auch die Stücke der neuen Platte können sich durchaus hören lassen und werden von den Zuschauern mit dem gebührenden Applaus belohnt. Um der Hitze zu trotzen, verteilen die Sicherheitsleute mittlerweile Wasser in der Menge und sind desweiteren damit beschäftigt, den ein oder anderen Crowdsurfer wieder sicher zu Boden zu bringen. Insgesamt 70 Minuten rocken die sympathischen Amerikaner die Bühne, begeistern die Fans nicht nur mit alten und neuen Songs, sondern ebenso mit einer energiegeladenen Show, lassen letztlich keine Wünsche offen, außer der Hoffnung, dass sie bald wieder den Weg aus dem sonnigen Kalifornien in die Hansestadt finden.
Setlist:
Royal Blue
Finally Begin
Mexican Dogs
Red Wine
Skip The Charades
Hang Me Up to Dry
Dreams
Louder Than Ever
Cold Toes
Audience
Bulldozer
Santa Ana Winds
Hospital Beds