Tour 2011
Der Name Death in Vegas dürfte wohl so manch einem ein Begriff sein. Seit der Gründung im Jahre 1994 begeistert die Kombo um Richard Fearless und Tim Holmes ihre Fans nun schon mit fantastischen Alben wie "The Contino" (1999), "Scorpio Rising" (2002) und "Satan’s Circus" (2004). Lange Zeit ist es dann ruhig gewesen um Death in Vegas, ganze sieben Jahre musste man auf ein neues Album warten. Nun endlich melden sie sich zurück. Und das neue Werk "Trans-Love Energies" hält eindeutig, was es verspricht, rechtfertigt die lange Wartezeit mit jedem einzelnen Song. Verständlich also, dass der langersehnte erste Auftritt einer solch außergewöhnlichen Band einer besonderen Location bedarf. Und so fiel die Wahl wohl schließlich auf Fabric in London, einer der wohl angesagtesten Venues überhaupt.
Obwohl es am heutigen Abend nicht ausverkauft ist, füllt sich der Club immer mehr. Es herrscht eine wunderbar ausgelassene Stimmung, die Spannung, mit der die Band erwartet wird, ist fast schon greifbar. Vorab gibt Richard sein DJ Set zum Besten, bei dem sich der ein oder andere schon einmal in die richtige Stimmung tanzt, bis schließlich um 22:30 Uhr das Intro beginnt und Death in Vegas unter tosendem Applaus die Bühne betreten. Wie so oft im Verlauf ihrer Karriere gab es auch jetzt wieder einige Änderungen in der Zusammensetzung der Bandmitglieder. Dabei fällt wohl am meisten auf, dass Tim Holmes fortan nicht mehr aktives Mitglied der Band sein wird. Dafür setzt sich die Kombo nun aus Schlagzeug, Gitarre, Bass und Sampler zusammen, und wird zusätzlich zu den gewohnten Gastgesängen auch zum aller ersten Mal den Gesang Richards beinhalten.
Sie eröffnen ihr Set mit "Leather Girls", ziehen damit die Zuschauer sofort voll und ganz in ihren Bann. Mit "Your Loft My Acid" folgt auch schon der erste Song ihres Nachfolgealbums, welcher mit allzu großer Begeisterung von den Fans bejubelt wird. Fortan präsentieren uns Death in Vegas eine wunderbar zusammengestellte Setlist, die neben zahlreichen Songs der neuen Platte selbstverständlich auch Hits wie "Death Threat" und "Hands Around My Throat" enthält. Der leidenschaftlichen Hingabe und Energie auf der Bühne kann man sich nur schwer entziehen, und so wird im Publikum schließlich enthusiastisch mitgetanzt. Das Lichtarragement fügt sich mit ausgeklügelter Perfektion den Melodien an, verbergen die Bühne und die Geschehnisse auf dieser eher teilweise im Dunkeln, und verleihen dem gesamten Auftritt damit ein authentisches Gesamtbild.
Nur zu gerne lassen wir uns tief in die Welt von Death in Vegas entführen, vergessen dabei regelrecht alles um uns herum, bis wir nach 75 Minuten wieder in die Realität zurück geholt werden. Noch völlig euphorisiert von diesem fantastischen Auftritt lässt man die Nacht bis in die tiefen Morgenstunden im Club ausklingen, oder begibt sich mit der wundervollen Musik im Ohr auf den Weg ins Bett, freut sich schon jetzt auf weitere Auftritte und Alben. Wer heute nicht dabei sein konnte, sichert sich am besten jetzt sein Ticket für die bereits jetzt schon fast ausverkaufte UK Tour im Dezember, ein Besuch ist es in jedem Falle wert.