Feeder

Tour 2005

01.03.2005 Prime Club / Köln

Von: Norman Teichmann

Ah, Feeder! Ich kann mich noch ganz genau erinnern wann ich das erste Mal von der Band gehört habe. Man schrieb den Sommer 2001 und für die PS2 wurde ein spektakuläres Racing Game mit Namen Gran Tourismo 3 A-Spec veröffentlicht. Während man mit seinem virtuellen Flitzer über die Bahnen kurvte tönte plötzlich von einem fröhlichen „dudududuuu dudududuu“ angeführt der Sommer Song schlechthin aus den Boxen. Die Rede ist von „Just a Day“ der bei mir damals auf Dauerrotation lief.

Nachdem ich diese sentimentale Erinnerung abschüttelte war ich positiv überrascht als ich um kurz vor 21 Uhr den Prime Club betrat. Der Laden war sehr gut gefüllt und die Laune der Anwesenden bewegte sich schon vor dem Konzert auf einem sehr hohen Niveau. Überraschenderweise spielte die Vorband bereits obwohl der Beginn eigentlich mit 21 Uhr festgesetzt war, deswegen konnte ich auch keinen wirklichen Eindruck der Vorband gewinnen.

Nach der obligatorischen Umbaupause die recht flott vonstatten ging kamen dann auch die Jungs von Feeder auf die Bühne und ich konnte mir mit einiger Mühe einen Platz in den vorderen Reihen erkämpfen. Mit einem Lächeln auf den Lippen wurde direkt mit Feeling a Moment, dem Opener der gerade erschienen Pushing the Senses CD losgelegt.


Pushing the Senses ist nun das 2 Album was nach dem Selbstmord des Drummers und Gründungsmitglieds Jon Lee erschien und in England schoss das Album direkt nach Erscheinen auf Platz 2 der UK Charts was für Feeder ein Riesenerfolg ist.

Die Menge zeigte sich von dem neuen Material sehr angetan und obwohl die CD gerade erst veröffentlicht wurde feierte man die neuen Songs begeistert mit was die Jungs von Feeder auch sichtlich erfreute.

Mit Comfort in Sound ging es dann auch direkt zu einem der schönsten Songs des Vorgängeralbums über und Sänger Grant Nicholas überzeugt mit seiner angenehm weich klingenden Stimme die direkt unter die Haut geht. Erstaunlich wie sehr sich seine Stimmlage seit den alten Tagen verändert hat aber die Veränderung weiß zu gefallen.

Mit Pushing the Senses folgte dann eine rockigere Nummer des neuen Albums und Bassist Taka Hirose tanzte gutgelaunt mit seinem Bass über die Bühne und zeigte sich die ganze Show über sehr bewegungsfreudig.

Das Publikum brauchte keine extra Einladung, tanzte sofort mit und man könnte meinen dass die Stimmung schon ihren Höhepunkt erreicht hätte. Sänger Grant meldete sich begeistert zu Wort und war sehr angetan über den begeisterten Empfang den man ihnen in Köln bescherte und er versprach daß noch viele Songs heute folgen würden.

Tender und Tumble and Fall machten dann endgültig klar das der Schwerpunkt beim neuen Album lag, bei Frequency setzte sich dann Grant hinter das Piano und stellte unter Beweis das er das Piano ebenso gut beherrscht wie seine Gitarre. In der 2 Hälfte folgten dann auch einige Klassiker der Band bei dem besonders Publikumsliebling Buck Rogers, Insomnia und vor allem im Zugabenblock Just a Day gespielt wurden.

Just a Day lieferte dann auch nach ca. 90 Minuten Spielzeit den Schlusspunkt des extrem gelungenen Abends und man bedankte sich noch einmal ausgiebig beim Publikum das erschöpft aber gut gelaunt den Prime Club verließ. Hoffentlich gelingt Feeder mit ihrem aktuellen Album auch endlich in Deutschland der DurchbruchÂ… verdient hätten sie es alle mal.

Ein kleiner Tipp für alle Feeder Interessierten - die Band ist auf dem diesjährigen Rheinkulturen in Bonn und das sollte man sich bei dem diesjährigen Line Up nicht entgehen lassen.

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