Fields of Rock Festival

Fields of Rock Festival 2005 feat. Rammstein, Velvet Revolver, Slayer, Black Sabbath,Team Sleep,Alter Bridge,Helmet,Soulfy

18.06.2005 Goffertpark / Nijmegen

Von: Mareen Heiduck

Fields of Rock Festival Nijmegen

Wie es bei diesem hochkarätigen Line - Up zu erwaten war, wurde im Goffertpark (Nijmegen) dermaßen viel aufgebaut, dass wir uns wie bei ein einem mehrtägigen Festival fühlten. Die 80 Meter breite Hauptbühne, die die größte Europas ist, sprach gleich für sich. Das 1- Tages Festival überzeugte noch durch zwei weitere Bühnen: die Tent- stage und die MTV- Stage.
Um auf dem Festivalgelände Speisen und Getränke zu kaufen , musste das Bargeld in Chips eingetauscht werden. Dadurch wurden endlos lange Wartezeiten vermieden. Die Auswahl der Speisen reichte hier nicht nur von Pizza bis Pommes , es gab auch herkömmliche Hausmannskost wie beispielsweise Reis und Hühnerfrikassee. Wo man auf den meisten Festivals nur die Möglichkeit hat, auf dem Boden sitzend oder im stehen zu essen , konnte man es sich beim „FOR“ auf einer der Sitzbänke gemütlich machen.
Erwähnenswert ist auch, dass man bei menschlichen Bedürfnissen nicht mit Mr. Dixie Bekanntschaft machen musste, sondern (man höre und staune J ) Toilettenspülung, fließendes Wasser und Seife zur Verfügung hatte.
Zwischen den Bands hatte man auch die Möglichkeit auf dem niedlich hergerichteten Markt ein wenig shoppen zu gehen.
Selbst auf kleinste Detailarbeit wurde geachtet. Die einschlagenden Blitze, die charakteristisch als Symbol des Fields of Rock fungieren, wurden gleich drei Mal auf dem Gelände aufwendig mit Traversen und Bannern nachgebaut. Dieses Symbol passt geradezu perfekt zum Festival, da auch die Bands einschlugen wie ein Blitz.
Eröffnet wurde das Festival um 13:00 Uhr mit der Band „Alter Bridge“, die mit bezaubernden Rock Balladen und teils krachigen Riffs passend zum Wetter (30 Grad und Sonne) das „Summerfeeling“ bei den meisten Festival- Besuchern aufblühen ließen.
Das mega Line – Up ging für uns in der Tent - Stage weiter . Chino Moreno, Sänger der Deftones stellte seine Band „Team Sleep“ vor. Mit abgedrehten Rhythmen überzeugte neben Bass, Gitarre und Gesang vor allem der Schlagzeuger, der ein wenig an „Das Tier“ aus der Muppetshow erinnerte.
Nach „Papa Roach“, „Slayer“ und „Dillinger Escape Plan“ war es (für uns endlich J ) an der Zeit „Velvet Revolver“ auf der Hauptbühne zu sehen. Die Alt - Rocker von Guns `n`Roses Slash, Matt Sorum und Duff McKagan zeigten zusammen mit Gitarrist Dave Kushner und „Ex - Stone Temple Pilots –Sänger“ Scott Weiland was richtiger Rock `n` Roll ist. In der immer noch sehr hitzigen Abendsonne stellten die fünf Jungs ihr Debüt Album „Contraband“ vor. Man konnte geradezu spüren, dass die Wurzeln der Band bei Guns `n`Roses liegen. Entertainer Scott düste, man möchte sagen, in seinem eigensinnigen aber sehr coolen Stil über die Bühne. Selbst das Outfit der Jungs sprach für einzigartigen Rock `n` Roll.
Absoluter begeistert von „Velvet Revolver“ rannten wir nach dem Guns `n`Roses- Song „So easy“ hinüber zur MTV - Stage um Hollands Newcomer „Dreadlockpussy“ nicht zu verpassen. Wir waren sehr gespannt auf diese Band, da wir im Vorfeld gelesen haben, dass „Dreadlockpussy“ bereits Support für Machine Head, Rammstein und Disturbed waren und auch auf dem Lowlands- und Pinkpopfestival vertreten waren. Was war das denn nun für eine Band, die in Holland so erfolgreich ist und sogar auf dem „FOR“ vor „Helmet“ und “Soulfy“ spielt? Angekommen an der MTV- Stage hörten wir eine Art Nu- Metal, die definitiv mehr als das war. Teils Nu- Metal -artige Riffs, Geschrei und vor allem melodische Parts, die besonders gesanglich schön zum Ausdruck gebracht wurden erreichen eine breite Zielgruppe. „Dreadlockpussy“ treffen emotional aber stehen auch für Rock und Metal.
In der Tent Stage spielten bereits „Chimaira“. Ein Hauch von Hardcore, der mit Metal gemischt eine geradezu perfekte Mischung für die Pogerfraktion direkt vor der Bühne ist. Das Publikum ging sofort ab und somit waren Chimaira der passendste Opener für „Machine Head“. Diese geile Stimmung schien auch auf den Frontmann Rob Flynn und die anderen Jungs abzufärben. Das komplette Set bestand größten Teils aus dem krachigen „Old School Shit“ (Zitat Rob Flynn). Dieses reichte von „Take my scars“, „The blood,the sweatÂ…”, “Old” bis zu der Ballade „Descend the shades of nights“ des aktuellen Albums „Though the ashes of empires“. Bei diesem Song klatschte das komplette Publikum mit und von Rob Flynn hörte man nur noch „awesome“, das die Gänsehautstimmung noch mehr steigen ließ. Die Jungs griffen tief in die “Old - School Kiste” – und die Fans waren mehr als begeistert.
Die letzte Band auf der MTV- Stage war „Soulfly“. Man fühlte sich stark in alte Sepultura - Zeiten zurückversetzt. Sänger Max Cavalera grölt die Songs so intensiv ins Mikro, dass wir die Bilder der alten Single „Roots Bloody Roots“ vor Augen hatten.
Der absolute Headliner des „Fields of Rock – Festivals“ waren Rammstein auf der Hauptbühne. Nun waren die Blitze auf dem Festivalgelände von innnen beleuchtet, wodurch die mysteriöse Stimmung bei „Rammstein“ zusätzlich untermalt wurde. Rammstein kamen sehr gut an und die vielen holländischen Fans waren begeistert. Umso mehr überzeugten sie durch ihren beliebten Pyroeffekte auf der Bühne.
Das „Fields of Rock“ war so ein fettes Festival, dass wir beim nächsten Mal garantiert wieder dabei sein werden. Die Anfahrt von knappen zwei Stunden (mit Stau) lohnt sich allemal um diese geniale Stimmung bei einem der größten 1 - Tages Festivals einmal erlebt zu haben.

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