Tour 2011
Auf der Website steht es in großen roten Buchstaben: Sold Out! Keiner geht mehr rein in das Venue, das mit einer Kapazität von immerhin 1.200 Leuten doch recht groß ist. Alle scheinen sich hier zusammengefunden zu haben, um ein und dem selben Ziel nachzukommen: Friendly Fires und ihre legendäre, energiegeladene Show. Und die zahlreich erschienenen Fans sollen heute im Londoner Heaven Night Club nicht enttäuscht werden!
Die Jungen Herren um Friendly Fires sind mit langersehntem, neuem Album angerückt. Dementsprechend groß war die Vorfreude, aber ebenso auch die Erwartung, ob die neue Platte an den Vorgänger anknüpfen kann. Die neuen Songs können sich wirklich hören lassen und werden von den Zuschauern mit großer Begeisterung angenommen, zum Teil sogar schon textsicher begleitet. Dennoch sind es die heißgeliebten Songs der alten Platte wie "Jump In The Pool" oder "Skeleton Boy", die unter dem Publikum schon fast Hysterie auslösen. Insgesamt hat das durchweg sympathische Trio leichtes Spiel, seine Fans zum Tanzen, Springen und Mitsingen zu animieren. Dabei überzeugen sie nicht nur mit ihren tanzbaren Nummern, auch die galanten Tanzeinlagen, die uns Sänger Ed Macfarlane immer wieder präsentiert, sowie die perfekt abgestimmten Visuals, die sich in allen möglichen Farben erstrecken, können sich wirklich sehen lassen und animieren schließlich selbst zum heiteren Mitwippen.
Das energiegeladene Set der Briten lässt wenig Zeit zum Durchatmen. Die Leidenschaft, die sie durchgehend auf der Bühne präsentieren, wird gekonnt auf das Publikum übertragen. Immer wieder erstreckt sich ein Meer aus Armen über den Köpfen der Zuschauer, die sich ganz offensichtlich nur zu gern von der Euphorie des Trios anstecken lassen. Dann beginnt eine Maschine am Bühnenrand zu rotieren: Der ganze Raum ist schließlich mit Konfetti erfüllt, das Lichtarragement ist perfekt darauf abgestimmt, Ed befindet sich immer noch in Ekstase, das Publikum tobt. Alles fügt sich zu einem ausgeklügelten Gesamtbild, macht aus einem einfachen Konzert schließlich eine große Party. Neben Gitarre, Schlagzeug und Keyboard bedienen sich die Drei noch diverser anderer Instrumente wie zum Beispiel unterschiedlichster Glocken. Zudem haben sie noch einen Saxophonisten dabei, womit sie wohl eindeutig beweisen, dass sie mehr als eine einfache Dance Pop Band sind. Nach 75 Minuten endet der Auftritt. Vollkommen verschwitzt aber sichtlich glücklich werden die Zuschauer in die kühle dunkle Nacht Londons entlassen. Ich wüsste nicht, was diesen Abend hätte besser machen können, außer vielleicht eine Klimaanlage oder eben der von Friendly Fires umsungene Pool!
Setlist (Ohne Gewähr)
Lovesick
Blue Cassette
True Love
On Board
Chimes
Skeleton Boy
Show Me Lights
Live Those Days Tonight
Hurting
Jump In The Pool
Pull Me Back To Earth
Paris
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Hawaiian Air
Kiss Of Life
English Version:
The charming young guys of Friendly Fires stroll up with their new eagerly awaited album. The anticipation was big but also the expectation if their album can tie in with its predecessor. The new songs sound great and are accepted pretty well by the audience with much love, some lyrics are even well known. However, it seems to be the beloved songs of the old album like "Jump In The Pool" or "Skeleton Boy" that are causing almost hysteria within the audience. The consistently personable trio can easily animate their fans to dance, jump and sing. And it’s not only the danceable songs with which they satisfy everyone but also the gallant dance interludes presented by singer Ed Macfarlane as well as the perfectly matched visuals, which are extending in all different directions and colours, impressively animating to groove to. Beside guitars, drums and keyboard they use several other instruments like bells. Furthermore, they came with a saxophonist and make clear that they are more than just a simple dance pop band.
The dynamic show of Friendly Fires doesn’t give time to breath deeply. The passion that they are continuously presenting on stage is perfectly transferred to the adorning fans. Again and again, a sea of arms is extended over the audiences’ heads as if they have been infected by a sense of euphoria. Then, a machine at the edge of the stage begins to rotate: The whole room is filled with confetti. The arrangements of the lights are perfectly matched, singer Ed is still in ecstasy, the crowd is going crazy. Everything seems to come together, finally, a Thursday night concert becomes a great party to remember. After 75 minutes the show ends. Soaked in sweat but high on adrenalin the audience is let out into the cold dark night of London.