For New Beginnings Tour 2010 - Support: Lena Malmborg
Zeit für ein bisschen Friska-Action im Düsseldorfer Zakk! Man nehme zwei Männer, die sich in Liebeskummer ertränkt dazu entschließen, eine Platte aufzunehmen, packt gewaltiges Talent oben drauf und hat Friska Viljor aus dem Hut gezaubert. Drei weitere Männer musizieren fröhlich mit, der Liebeskummer ist soweit erst einmal überwunden und nunmehr sind drei Platten im Laden erhältlich; doch nichts, aber wirklich gar nichts von all dem ist so saumäßig gut, wie die Konzerte, die diese Jungs vom Stapel reißen.
Brodelnde Leidenschaft, Alkohol im Blut und Charme sind die drei Schlagwörter, die das heutige Konzert im wunderbaren Zakk am besten zusammenfassen. Keine Frage, diese Männer da lieben ihren Job. Ein bisschen Selbstironie zwischendurch, wenn es zum "professionellen" Gitarrestimmen auf der Bühne geht, oder wenn es dem sympathischen Joakim Sveningsson (Gesang) einmal passiert, dass er seinen eigenen Song nicht erkennt.
Eine Bühnenshow, die von ihrem chaotischen Treiben lebt. Doch so durcheinander es auch zugehen mag, an Songs hauen sie uns all das um die Ohren, was wir hören wollen: ein Blumenstrauß an Melodien, eine grandiose Mischung aus drei herrlichen Alben. Getanzt, gerangelt und gewogen wurde zu "Oh No", "On And On" oder "Wohlwill"; doch auch vom ersten Schätzchen gab es was auf die Ohren, so beschenkte man uns mit "Puppet Cabaret" und auch "Oh Oh". In der lautstark eingeforderten Zugabe gab es dann noch ein letztes musikalisches Feuerwerk, das ein tolles Konzert mit leisen und lauten Tönen zum Ende brachte.
Einziger Wehmutstropfen war das Vorprogramm mit Lena Malmborg (Freundin des Friska Viljor-Sängers Daniel Johansson), die mit ihrer Band musikalisch zwar Eindruck hinterlassen könnte, sich aber ein wenig zu viel auf ihren "Rockstar-Boyfriend" einbildete. Dazu die detaillierte Erklärung, wieso sie wann und für wen welchen Song geschrieben hat... nein Danke. Lena Malmborg, kauf dir ein Tagebuch! Friska Viljor, tausend Dank!