The R.E.D. Album Tour 2010 + Support: DJ O-Sun + Komekaté + Stomp Music + Mopz Wanted
Heute Abend dürfen wir hier in Köln The Game live auf der Bühne erleben. Der US-amerikanische Westcoast-Rapper ist bei HipHop-Fans bekannt, besonders aus seiner Anfangszeit zusammen mit 50 Cent. Aus angeblich mangelnder Loyalität zur G-Unit Crew, warf ihn 50 Cent einstmals raus. Der Streit, angereichert mit zahlreichen Diss-Tracks, dauert bis heute an. Die Barriere zwischen den beiden wird wohl nie überwunden werden.
The Game (der bürgerlich Jayceon Taylor heisst) hat schon etliche Singles und Alben veröffentlicht und nicht zu vergessen all die berühmten Feature-Gäste, mit denen er bereits zusammengearbeitet hat: Unter anderem Kanye West, R. Kelly, Jamie Foxx, Snoop Dogg, Ice Cube, Ludacris und noch so einige mehr.
Der Einlass in die Essigfabrik verzögert sich. Das Publikum erscheint mir sehr jung und die Essigfabrik voll mit erwartungsfrohen Jungs und Mädels. Sie alle sind ganz offensichtlich wegen The Game gekommen, der in zwei Tagen übrigens seinen 31. Geburtstag feiert. Den Support übernehmen heute Abend Komekaté, Mopz Wanted, Stomp Music und DJ O-Sun. Die Fans sind nicht allzu begeistert und fangen hier und da an, die Bands auszubuhen. Da frage ich mich schon: Wo ist der Respekt geblieben?
Nach zwei Stunden langen Wartens und zwischendurch ein paar wiederholten Tunes von den DJs, macht sich auch The Game auf den Weg zur Bühne. Er kommt mit ein paar Jungs zur Unterstützung, um uns sein neues Album "The R.E.D." zu präsentieren. Zu Beginn präsentiert er aber eher seine älteren Songs wie "Too Much feat. Nate Dogg", "Wouldn´t Get Far feat. Kanye West" oder "Let´s Ride". Dann geht es auf einmal "bunt" zu auf der Bühne. The Game hat sich nach ein paar Liedern eine Flasche Wodka an den Hals gesetzt und animiert die männlichen und weiblichen Zuschauer zum "Wettsaufen". Das ist mir persönlich ein bisschen zu viel und damit präsentiert sich The Game nicht von einer guten Seite. Die Enttäuschung ist dementsprechend groß!
Er ist ja schließlich hier, um ein cooles Konzert zu spielen und nicht um eine Riesensause mit Mädels und Alkohol auf der Bühne zu haben. Da ist ihm seine Vorbildfunktion bei einem Publikum von 16 Jahren aufwärts wohl entgangen. So etwas wäre ihm in den USA sicherlich nicht passiert. Keine Frage: The Game hat wahrlich eine gute Stimme, kann gut rappen, macht gute Musik und ist bei seinen Fans sehr beliebt. Deshalb hat er solche "Mätzchen" auch eigentlich gar nicht nötig. Beim nächsten Mal sollte er lieber wieder einen "kühlen" Kopf bewahren.