Autumn Days Tour 2005
Samstag, 03. September 2005, 20:30 Uhr: Ungeachtet dessen, dass ich ein riesiger Musikliebhaber bin, ging ich doch mit einem mulmigem Gefühl zur „exclusive live perfomance“ von Gus Blacks neuem Album „AUTUMN DAYS“ (s. auch CD-Review) im Club „all area“, Köln. „all area“ befindet sich in der Nähe vom Chlodwigplatz und ist ein super loungiger Laden mit einer hervorragenden Atmosphäre und einer kleinen Tanzarea im Untergeschoss. Nicht zu verschmähen ist auch das Happy Weekend Special mit über 40 Cocktails für 3,50 Euro!
Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass ich, wie eventuell die meisten von euch, noch nie zuvor etwas von dem Künstler gehört noch gelesen hatte und dass ich mich durch die Überzeugungsarbeit einer Freundin dazu entschloss, hinzugehen.
Treibt einen förmlich zu der Frage: „Und wie war’s?“
Antwort: „Es war GUS BLACK!“
Nach einem kurzen Intro betrat Gus gegen 22 Uhr die Bühne und überzeugte mich bereits mit seinen ersten Liedern, dass er ein hervorragender Sänger/Songwriter ist - nicht zuletzt durch die einzige musikalische Begleitung – seine Gitarre. Für alle Liebhaber von widersprüchlichen, sentimentalen und doch ausdrucksstarken Lyrics untermalt mit feinsinnigen Gitarrenriffs, ist seine Musik genau das Richtige. Seine starke und doch fast zerbrechliche, ja seufzende Stimme trug mich hin und wieder raus aus diesem Raum und in die Gefühls- und Gedankenwelt von Gus Black :0) Wem das zu schnulzig ist, für den hat Gus auch ein paar rockigere Nummern, die leider unter der Akustik im Raum litten. Dagegen sei gesagt, dass Gus sonst mit seiner Band tourt und diese die rockige Stärke der Songs in jedem Fall zu meistern weiß.
Tipp: „Gus Black „Autumn Days“ Tour in Germany!
Zu dem Performer Gus Black gibt es nicht viel zu sagen. Auf mich wirkte er relativ relaxt und sein schüchternes Smile von Zeit zu Zeit eher als Magnet für die doch überwiegend weiblichen Fans, als wirkliche Schüchternheit. Allerdings habe ich nach dem Konzert erfahren, dass dieses „Entertainment“ schon ein großer Schritt für ihn war, da er bei früheren Konzerten mehr schwieg als sich mitzuteilen wusste :0) Ganz hohe Sympathiepunkte bekommt bei mir ein Künstler, der es versteht sein Publikum mit einzubeziehen. Dies gelang Gus Black in jeglicher Hinsicht, sei’s die Ernennung eines Fans aus dem Publikum zur „Voice of the audience“, sei’s durch die Performance des mittlerweile von ihm selbst eher als Nonsens-Songs bezeichneten Tracks „Boo ya“, bei dem das Publikum seinem kindlichen Gesangstrieb folgen konnte. Zudem überraschte mich Gus Black mit einer Coverversion des Blue Oyster Cult Klassikers „Don’t fear the Reaper“, der in Gus’ Version unter anderem auf dem Soundtrack des ersten Scream-Movie zu finden ist. Alles in allem war der Abend sehr gelungen und ich habe es in keinster Weise bereut, mich doch auf den Weg gemacht zu haben, einen mir unbekannten Artist zu sehen. Eher bin ich einer von vielen, die am 20.10.2005 nach Bonn in die Harmonie geht, um sich ein komplettes GUS BLACK Konzert mit Band anzusehen.
Und vielleicht wird er auch euch begeistern!?