HIM

Dark Light Tour, Support: Negative, The Rasmus

11.02.2006 Rosengarten Mozartsaal / Mannheim

Von: Melanie Schupp

HIM Mannheim

Der seit Wochen ausverkaufte Mozartsaal in Mannheim ist voll mit Menschen. Vom Balkon herunter prangen drei finnische Flaggen - für jeden der finnischen Acts des Abends eine, wie es scheint. Ein gut gelauntes Publikum erwartet mitgespannten Gesichtern den Beginn des Konzertes, immerhin ist es schon eine ganze Weile her, seit sich der Hauptact HIM in der Mannheimer Umgebung für ein Konzert blicken ließ.

Schon bei der Supportband Negative (siehe auch unser Interview mit Larry) bricht ein wahrer Beifallssturm los. Die Jungs aus Tampere, die in ihrer Heimat auf der Beliebtheitsskala letzte Woche sogar noch vor HIM und The Rasmus standen, sind hier zu Lande noch nicht ganz so bekannt, doch heute spielen sie als seien sie der Hauptact und nicht der Support. Die sieben Songs reiche Setlist öffnet von "Frozen to lose it all", über "My my hey hey" bis hin zu "The moment of our love" alle Herzen. Auch der unübersehbare Aufdruck "Let´s fuck" auf einem der Verstärker, sowie Jonnes anzügliche Bewegungen bringen so manchen Zuschauer (ob weiblich oder männlich) in Wallung. Man möchte nach nur sieben Songs meinen, es könnte für diesen Abend nicht besser kommen und man habe das Beste schon gesehen... doch wir waren noch lange nicht am Ende angelangt.

Nach einer kurzen Umbauphase weist ein großer Schmetterling im Hintergrund schon darauf hin, dass The Rasmus als nächstes die Bühne für sich haben wird. Und auch hier jubelt die Meute als die Finnen beginnen. Energiegeladen, voller neuer und auch alter Songs reißen sie mit. Es scheint unglaublich, dass auch diese Band eine solche Glanzleistung vollbringt. Ohne einen Makel spielen sie sich durch ihre bunte Songsauswahl. Durch die Höhen und Tiefen von "Immortal" oder "Sail away", bis zur Explosion ihres Hits des Jahres 2003 "In the shadows". Doch nach 14 Songs ist leider Schluss und die Bühne wird geräumt für den großen Bruder der beiden vorangegangenen skandinavischen Bands.

Nun ist es Zeit für den größten finnischen Export. Der Saal verdunkelt sich und vier riesengroße Kronleuchter, mit sehr echt wirkenden Kunstkerzen gleiten langsam zur Decke empor. Mystische Musik untermalt den Akt und taucht den Saal in eine atemberaubende Atmosphäre. Vergessen ist alles, allein dieses überwältigende Bühnenereignis existiert noch. Als die Bandmitglieder das Rampenlicht betreten tobt das Publikum vor Freude.
HIM legen auch sogleich los mit "Buried alive by love". Schon beim dritten Song springt so manches Herz vor Freude, denn "Wicked games" lässt hoffen (und die Hoffnung wird erfüllt), dass in der neuen Setlist einige alte Stücke vorhanden sein werden. Die Band zeigt sich so gut gelaunt wie schon lange nicht mehr und ihre Leistungen grenzen an die Jahre ihres Durchbruches und die davor. Auch "Join me" - der Song, dendie Jungs berühmt gemacht hat - wird freudig entgegen genommen, ebenso wie "Your sweet 666" oder "Funeral of hearts". Das Publikum jubelt nicht, es brüllt vor Begeisterung. Nicht selten sieht man Tränchen in den Augenwinkeln der Anwesenden glitzern.
Doch leider muss auch der schönste Abend einmal enden... nach einer prall gefüllten Zugabe erlöschen die Kerzen und der „Vorhang fällt“. Finnland hat bewiesen, dass sie uns noch längst nicht alles ihrer wunderbaren Rockmusikkiste präsentiert haben und mit Sicherheit noch die ein oder andere talentierte Band in der Rückhand hat. Wir bleiben gespannt was so alles auf uns zukommen wird.

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Rhingtön
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Joe Cocker Tickets bei www.eventim.de