Hot Hot Heat

Tour 2005 Support: The Departure

10.05.2005 Bürgerhaus Stollwerck / Köln

Von: Norman Teichmann

Hot Hot Heat Köln

Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich Hot Hot Heat erst seit ihrer aktuellen „Elevator“ CD kenne. Aber das was ich da gehört habe, lockte mich voller Vorfreude ins Bürgerhaus Stollwerck und ich war sehr gespannt über die Live Qualitäten dieser Band.

Den ersten Dämpfer gab es vor dem Haus, zum einen war dort vor dem eigentlichen Konzertbeginn nur eine kleine Menschengruppe auszumachen, zum anderen wurde der Einlass 30 Minuten nach hinten Verlegt. Nungut, die Zeit genutzt und ein paar Kölsch mit einigen lustigen Kollegen gesüppelt (ihr wisst wer ihr seit J ).

Nach langer Wartezeit ging es dann aber auch endlich ins innere des Bürgerhauses und nach gut 30 Minuten Wartezeit kamen dann auch The Departure auf die Bühne und gaben dann eine gut 40 Minütige Vorstellung die aber nicht so wirklich zünden konnte. Nach ungefähr der hälfte der Zeit fand ich das ganze doch eher monoton und auch im Publikum schien man nicht wirklich mitgerissen zu werden. Es stellte sich heraus das The Fever (der 2. Support) leider abgesagt haben, also ging es dann um ca. 22 Uhr mit Hot Hot Heat direkt zur Sache.

Und wow, was war das für eine Party. Das Bürgerhaus hat sich zu meiner Beruhigung zu diesem Zeitpunkt doch sehr gut gefüllt (450 Besucher schätzungsweise) und alle waren von der ersten Sekunde aus aus dem Häuschen. Der Discosound von Hot Hot Heat konnte auch irgendwie niemanden stillstehen lassen und Wuschelkopf Matt Marnik tanzte gut gelaunt über die Bühne und steckte seine Lockige Haarpracht immer wieder hinab zum Publikum. Seine Band Gefährten standen ihm was Spielfreude betrifft in keinster weise nach und auf der Bühne selbst stieg ebenfalls eine Party.

Obwohl ich viele der älteren Songs nicht kannte, feierte ich auch bei den mir unbekannten Liedern mit die sofort ins Blut übergingen. Es wurde natürlich überwiegend Material der Elevator CD gespielt, darunter die unglaublich Stimmungsmacher „Dirty Mouth“ bei dem das Publikum richtig austickte. „Elevator“ konnte ähnlich begeistern, kein Wunder..läuft der Song doch auch rauf und runter auf den Musiksendern. Später zu „Pickin’it Up“ schnellte die Begeisterung in Astronomische Höhen und es wurde laut mitgesungen, klasse. Zu „Middle of Nowhere“ wurde es dann fast schon richtig besinnlich und man nahm ein bisschen Tempo raus.

Zu „Goodnight Goodnight“ lud dann die Band wieder zum Mitsingen und abfeiern ein, weder Publikum noch Band konnten genug kriegen von dieser unglaublichen Party. Ein begeisterter Applaus jagte den nächsten, auf der Bühne hielt auch niemand wirklich still..wunderschön.

Nach rund 75 Minuten und einigen Zugaben war dann aber auch die schönste Party an ihrem Ende angelangt. Man bedankte sich erneut ausgiebig beim Publikum und der Abend stand völlig klar im Zeichen der Kanadier.

Das nächste Konzert dieser Partymacher ist für mich aufjedenfall schon jetzt grosse Pflicht und in der Zwischenzeit stopfe ich meine Bildungslücke mit ihrem alten Material.

Falls ihr euch bisher kein wirkliches Bild von der Band machen konntet aber von Bands wie Bloc Party und The Killer angetan seit, gebt Hot Hot Heat eine chance, vergleiche brauchen sie keine zu scheuen.

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