I Blame Coco

Tour 2011

27.03.2011 Essigfabrik / Köln

Von: Fenja Volkmann

I Blame Coco Köln

Die Erwartungen sind hoch an diesem Abend, denn heute ist Sting-Tochter Eliot Paulina Sumner alias "Coco" in der Rhein Metropole zu Gast. Angesetzt war das Konzert ursprünglich für das Kölner Luxor, welches sich jedoch als deutlich zu klein herausstellte. So wurde der Gig in die Essigfabrik verlegt, welche restlos ausverkauft ist. Dies ist jedoch kein Wunder, ist der Song "Selfmachine" doch innerhalb der letzten Wochen zum Hit geworden.

Der Beginn ist für acht Uhr angesetzt. Ohne Vorband geht es schließlich eine halbe Stunde später los. Im Gepäck haben I Blame Coco ihr vielversprechendes Debütalbum "The Constant". Die Menge tobt, als I Blame Coco die Bühne betreten und ihren ersten Song "Party Bag" performen. Begrüßt wird das buntgemischte Publikum (von Jung bis Alt, von Rocker bis Modepüppchen ist alles dabei) mit einem "How are you Cologne?" und einem freundlichen "Dankeschön". Weiter geht es mit "Selfmachine", bei dem die Anwesenden so textsicher sind, dass sie das Lied alleine hätten singen können. Dann folgt "Turn Your Back On Love". Es wird geklatscht, getanzt und gefeiert.

Coco, selbst eine Person von zarter Statur, rockt souverän die Show, während ihre Bandkollegen im Hintergrund verblassen. Ganz klar ist sie es, um die es hier geht. Sie überzeugt mit rauchig-kehliger Stimme und Talent. So greift sie selbst des öfteren zur Sechssaitigen oder in die Tasten ihres Keyboards. Bemerkenswert ist ihr Gefühl für eingängige Texte und Melodien, welche sie selbst schreibt. Der musikalische Stil lässt sich als Indie Rock und Electro Pop beschreiben, in dem dezente Ska- und Reggae-Einflüsse zu hören sind.

Ruhigere Töne werden mit Songs wie "It's About Getting Worse" oder "The Chain" angeschlagen. Insgesamt sind zehn Lieder auf der Setlist, welche mit "Quicker" abgeschlossen wird, das durchaus Hit-Potenzial besitzt. Danach verlassen I Blame Coco die Bühne, aber nur um sie kurz darauf unter großem Applaus wieder zu entern. Als Zugaben werden der Titelsong des Albums "The Constant" und "Caesar" geboten. Letzteres wurde zusammen mit UK-Popstar Robyn aufgenommen.

Insgesamt ein großes, aber dennoch kurzes Vergnügen, denn das Spektakel ist bereits nach einer Stunde vorbei. Gelohnt hat es sich in jedem Fall und es wird sicher interessant, den weiteren Weg von I Blame Coco zu beobachten. Denn eines ist klar: Diese vielversprechende Karriere hat gerade erst begonnen und Potenzial für etwas ganz Großes.

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