Mavericks-Tour 2010
Man könnte von Johnossi schon fast behaupten, sie seien alte Hasen im Geschäft. So waren die sympathischen Schweden schon ganze acht Mal in Hamburg zu Gast, heute können wir sie zum neunten Mal begrüßen. "Es wird laut"... Genau das sind die Worte, die Drummer Oskar "Ossi" Bonde mir mitteilt, als ich das Interview vor dem Konzert mit ihm beende. Und was soll ich sagen... Er hält sein Versprechen.
Das Hamburger Logo ist seit Wochen ausverkauft und, nebenbei erwähnt, sieht das in anderen deutschen Städten nicht anders aus. Obwohl Johnossi wohl auch locker eine größere Location hätten voll bekommen können, haben sie sich deutschlandweit gezielt für kleine Clubs entschieden, um die Nähe zu den Fans zu wahren. Neben ihrem neuen Album "Mavericks" bringt das Duo, John Engelbert (Gesang und Gitarre) und Oskar Bonde (Schlagzeug), auch noch fantastisches Wetter mit. Bereits kurz nach Einlassbeginn um 20:15 Uhr ist das Logo schon sehr gut besucht. Während die meisten Leute noch ihr Bier in der Sonne genießen, wird die erste Reihe schon von eisernen Fans belagert. Obwohl man sich die Zeit nett mit Quatschen vertreibt, wird die Wartezeit ein wenig zur Geduldsprobe. Immer wieder kommen Roadies zum Soundcheck auf die Bühne, immer wieder wird Licht und vor allem die Nebelmaschine getestet, welche uns regelrecht ausräuchert.
Um 21:30 Uhr ist es dann endlich soweit. Energiegeladen wie man die beiden, vor allem John, kennt, beginnen sie ihre Show mit "Mavericks", dem ersten Song der neuen Platte. Die Stimmung ist gut, aber noch verhalten. Beim dritten Song "Bobby" vom legendären "All They Ever Wanted"-Album ist das Publikum schließlich nicht mehr zu halten. Es wird mitgesungen, mitgerockt. John lässt es sich nicht nehmen, richtig abzugehen. Es wird mal auf´s Schlagzeug gesprungen, mal auf die Absperrung, um mit den Fans gemeinsam zu rocken. Um mich herum fällt mir niemand auf, der die Texte nicht mitsingen kann. Und sogar die zahlreichen neuen Songs, die an diesem Abend gespielt werden, werden textsicher von den Fans begleitet.
Absolute Hysterie könnte man es fast schon nennen, als sowohl der "Execution Song" als auch "Man Must Dance" vom ersten "Johnossi"-Album erklingen, bei denen auch ich dann Textsicherheit beweisen kann. Nach einer Zugabe von zwei Songs endet das Konzert schließlich nach 90 Minuten durchgehender Power. Zum Abschied gibt es zahlreiche Danksagungen und Handküsse für die Fans. John beglückt den ein oder anderen noch mit einem Plektron, Ossi verschenkt seine Sticks. Abschließend bleibt mir nichts weiter zu sagen, als dass es ein fantastischer Abend war. John und Ossi schaffen es immer wieder auf´s Neue das Publikum zu begeistern und mitzureißen. Auch ich habe ordentlich gerockt. Johnossi: Tack!
Setlist:
Mavericks
Dead End
Bobby
Send More Money
Houses
There´s A Lot Of Things To Do
Party With My Pain
Bed On Fire
Worried Ground
What´s The Point
Execution Song
Man Must Dance
Roscoe
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Summerbreeze
18 Karat Gold