Trespassers Tour 2010 - Support: Who Knew
Mir fällt immer wieder auf, dass man Bands aus Skandinavien oftmals nicht sofort auf dem Schirm hat. Und dabei kommen doch wirklich so zahlreiche tolle Bands von dort, wie zum Beispiel Shoud Out Louds aus Schweden oder The Raveonettes aus Dänemark, um sich hier wirklich nur auf zwei zu beschränken. Kashmir aus Dänemark zählen für mich zu diesen typischen Bands, die leider immer viel zu sehr in den Hintergrund gedrängt werden und das obwohl sie wirklich ganz fantastische Musik machen und sich musikalisch durchaus mit Bands wie die frühen Radiohead vergleichen lassen. Obwohl sich Kashmir bereits 1991 gründeten, ursprünglich unter dem Namen Nirvana, den sie dann jedoch aufgrund der gleichnamigen US-Band in Kashmir änderten, erlangte die Band ihren Durchbruch erst einige Jahre später. Mit ihrem dritten Album "Good Life" konnten sie 2001 bereits große Erfolge in Dänemark erzielen. Das Nachfolgealbum "Zitilites" erschien 2003 und verhalf den sympathischen Jungs auf Platz 1 der dänischen Charts und auch international zu einem höheren Bekanntheitsgrad. Ich freue mich sehr, dass wir sie heute im Knust begrüßen dürfen und dass sie uns ihr neues Album "Trespassers" mitgebracht haben.
Ich erreiche das Knust um 21 Uhr und stelle fest, dass es bereits gut gefüllt ist. An der Abendkasse gibt es noch Tickets zu kaufen, demnach scheint es nicht ausverkauft zu sein. Im Saal herrscht schon jetzt eine tolle Stimmung. Gemütlich mit einem Bier in der Hand wartet man gespannt auf Kashmir, die nach fast dreieinhalb Jahren endlich wieder auf eine Hamburger Bühne zurückkehren. Als Support hat sich die isländische Band Who Knew angekündigt, die 2005 von Sänger Ármann Ingvi Ármannsson und Gitarrist Baldur Helgi Snorrason gegründet wurde. Mit ihrem harmonischen Indiepop schafft es die sechsköpfige Band aus Reykjavík schon im Vorwege für ordentlich Stimmung zu sorgen.
Um Punkt 22 Uhr werden Kashmir schließlich von den Fans mit enthusiastischem Applaus begrüßt. Mit "Pallas Athena" stellen uns die Jungs gleich einen Song der neuen Platte vor. Das Publikum ist von Anfang an voll dabei und kann sich auch bei den neuen Songs als textsicher beweisen. Besondere Highlights stellen jedoch die altbekannten Kracher wie "Rocket Brothers" (aus "Zitilites", 2003) oder "The Cynic" ("No Balance Palace", 2005) dar. Euphorisch wird zu dem harmonischen Indiepop getanzt und mitgesungen, die Begeisterung ist den Fans regelrecht von den Gesichtern abzulesen. Die Stimmung ist atemberaubend und reißt einen förmlich mit. Dies scheint auch von Sänger und Gitarrist Kasper Eistrup so empfunden zu werden. Stets mit einem Lächeln im Gesicht kommuniziert er immer wieder mit dem Publikum und zeigt damit sichtlich, dass er Spaß auf der Bühne hat. Nach fantastischen 100 Minuten verabschieden sich die sympathischen Dänen herzlich von ihren Fans. Ich freue mich bereits jetzt darauf, sie auf dem Hurrican wieder sehen zu können. Und auch die charmanten Who Knew werden bereits am 06. Juni wieder in Hamburg (Astrastube) zu Besuch sein, mit Sicherheit eine ernste Überlegung wert.
Setlist:
Pallas Athena
Mouthful Of Wasps
Surfing The Warm
Kalifornia
Melpomene
Pursuit Of Misery
No Balance Palace
In The Sand
Bewildered In The City
The Curse Of Beeing A Girl
Mantaray
Ether
She Is Made Of Chalk
Rocket Brother
---------------
The Aftermath
Still Boy
The Cynic