„Hearts Blood On Your Dawn“ - Tour 2006
Die letzten Jahre im Leben des Keith Caputo waren sehr ereignisreich. Als sich Life Of Agony 1999 trennten, schlug der charismatische Frontmann Solo-Pfade ein und veröffentlichte mit „Died Laughing“ sein erstes Album in Eigenregie. Der Longplayer wurde von den Kritikern mit Lob überhäuft, verkaufte sich aber insgesamt eher schlecht als recht.
2003 dann plötzlich die Reunion von LOA. Zwei ausverkaufte „River Runs Red“-Konzerte in New York wurden sowohl auf DVD als auch auf CD verewigt und steigerten die Vorfreude der Fans auf ein neues Studioalbum. Zwei Jahre später kam dann „Broken Valley“, das vierte Studioalbum, auf den Markt, mit dem man aber nicht an die alten Erfolge anknüpfen konnte. Es folgten einige Konzerte und plötzlich wurde es dann wieder sehr ruhig. Wahrscheinlich musste man sich eingestehen, dass das wirklich bahnbrechende Comeback ausgeblieben war.
Davon, dass sich Keith Caputo wieder einmal nicht unter kriegen lässt, zeugt sein neues Album „Hearts Blood On Your Dawn“ und die dazugehörige Tournee, die am 03. Mai Station in Köln machte.
Vor dem Konzert machte es sich das Publikum im Biergarten des Underground bei dem ein oder anderen Kölsch bequem. Das erstaunlich gute Mai-Wetter erzeugte eine sehr heitere und entspannte Atmosphäre. Dies spürte wohl auch Keith Caputo, der sich vor dem Konzert um die Ecke ein neues Tattoo stechen ließ.
Nach und nach zog es das Publikum in die aufgewärmte Konzerthalle, die beim Erklingen des ersten Tones brechend voll war.
Die Stimmung wurde anscheinend von draußen mit hinein gebracht, denn sowohl Caputo als auch die Konzertgäste waren sehr relaxt und freuten sich auf einen schönen Konzertabend. Man musste kein Gedankenleser sein, um mitzubekommen, dass der kleine Power-Mann auf der Bühne Musik lebt und liebt. Caputo vertiefte sich vollends in die Musik und zeigte das ganz Repertoire seines Gemüts. Von Humor über Ernsthaftigkeit bis hin zu Leid badete er seine Gäste in einem Meer der Emotionen. Die Anteilnahme des Publikums war nicht zu überhören, denn es gab nach jedem Song jede Mange Beifall.
Die Menge spürte, dass dort ein Vollblut-Musiker auf der Bühne stand, der schon alle Ups and Downs mitgemacht hat und diese in Botschaften packte, die für jeden Besucher klar verständlich waren.
Nach der 2-stündigen Show hinterließ Caputo zufriedene Konzertgäste, von denen sich so mancher sicherlich direkt das neue Solo-Album zulegte. Die neue CD gibt es nur auf den Konzerten oder www.keithcaputo.com/.