Killswitch Engage

Tour 2005

29.01.2005 Live Music Hall / Köln

Von: Simon Kreten

Killswitch Engage Köln

…das erste Mal wurde ich auf die Jungs von „Killswitch Engage“ aufmerksam, als ich im Kino saß und mir „Resident Evil 2“ ansah. Ich fragte mich was ist das für ein geiler Song, von wem ist der? „Killswitch Engage“, aha was für ein Name!

Nun sollte es endlich soweit sein. Etwas verspätet trudelte ich in der Kölner Live Music Hall ein, wo die Erste der beiden Vorbands „ All That Remains“ gerade beim vorletzten Song angekommen war. Der Konzertbeginn (18:30) war mir etwas zu früh muss ich gestehen.

Das es in der Halle voll würden werde war mir vorher bewusst. Nur, muss ich gestehen , empfand ich das schon etwas heftig als ich mich in der Halle beim ersten Bier erstmal akklimatisiert hatte. Die Verbindung Extrem harter Musik zu den entsprechenden Fans ist schon eine Sache für sich und so machte ich es mir erstmal am Tresen gemütlich.

Nachdem die zweite Vorband „Twelve Tribes“ auf der Bühne waren bemerkte man, das sich der gesamte Mob immer mehr Richtung Bühne drängte und es langsam losgehen sollte. „Twelve Tribes“ gingen ab wie Sau und das Publikum war schon ziemlich gut dabei. Nach dem obligatorischen Set von 35 Minuten bedankten sich die Jungs artig und es konnte losgehen.

Um halb Neun ging dann die Post ab - it´s Killswitch-Time. Nach dem Intro folgte direkt „Bid Farewell“ der Opener aus dem 2004 erschienen Album „The End of Heartache". Ich war etwas erstaunt denn so einen guten Sound hatte ich beim besten Willen nicht erwartet. Waren die Vorbands vom Sound noch eher etwas schwach auf der Brust hatte man das Gefühl das der Mann am Mischpult auf Atomstrom umgestellt hatte. Ich habe lange nicht mehr so einen geilen Sound gehört!

Zwei Dinge werden von Anfang an deutlich: „Killswitch Engage“ haben heute extrem gute Laune und noch viel mehr musikalisches Können. Drummer Justin Foley (seit Oktober 2003 dabei) braucht keine zwei Bass Drums um ein knackiges Rhythmusgerüst zu erzeugen. Er und Gitarrist Adam Dutkiewicz (Mastermind der Band) zeigen eindrucksvoll, dass sie das Spielen ihrer Instrumente nicht nur erlernt, sondern professionell studiert haben. Bassist Mike D´Antonio geht ebenfalls voll ab und begeistert durch tadelloses Bassspiel. Beim Leadgitarristen und Mitgründer der Band Joel Stroetzel musste ich erst dreimal hingucken. Ich habe gedacht Jim Martin, der alte Gitarist von Faith no More wäre mit auf der Bühne. Naja meine Augen….

Nachdem die Band dann noch von der Metal Hammer einen Preis für das beste Album 2004 auf der Bühne verliehen bekommen haben ging gar nichts mehr. Bei den ersten Klängen von der aktuellen Single „The End of Heartache“ reißt es auch mich vom Biertresen weg ab in die Crowd. Eine ausverkaufte LMH geht ab und klein Simon ist mittendrin. Bei den letzten Songs „Last Serenade“ und „Rose of Sharyn“ kommen dann auch noch die beiden Sänger der Vorgruppen auf die Bühne und feiern gemeinsam das letzte Konzert der Europatournee.

Im Nachhinein muss ich sagen war ich wirklich positiv überrascht von der Stimmung in der Halle. Das lag offensichtlich an der guten Laune die von der Band aus kam. Neuzugang Sänger Howard Jones (nicht der aus den 80 gern J ) ist meiner Meinung sogar noch besser als Jesse Leach der die Band 2002 verlassen hatte.

Das einzige was genervt hat war Gitarrist Adam der die ganze Zeit wie ein bekloppter über die Bühne gerannt ist. Fazit: Ende gut alles Gut. War ein super Konzert!

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