Knittler spillt (P)op Kölsch + Special Guests
Als die große Hoffnung der Kölner Mundartmusik in allen heimischen Gazetten angepriesen, ist es am 9.11. soweit. Knittler, die Band um den Kopf und Namensgeber Stefan Knittler, ist in das Kölner Luxor gekommen, um die Veröffentlichung ihres ersten „richtigen“ Tonträgers „De Eezte!“ zu feiern.
„Loss mer mit üch singe“ (im Original: "Let Me Entertain You), zerstreut sofort jeden Zweifel an diesem Vorhaben, Stefan Knittler (voc./git.), Bert Geissen (git./voc.), Klaus Strenge (git./voc.), Vadim Medvedev (dr.), Horst Zaunegger (b.) und Pat Anthony (key.) geben gleich so richtig Gas und haben die ca. 160 Gäste, davon einige Musikerkollegen aus Köln, sofort auf ihrer Seite. Unterstützt werden Knittler während des Konzertes von einigen Gastmusikern. So besorgen die Lamentas den Backgroundgesang und tragen mit „Sull ich blieve oder jonn“ ("Should I Stay Or Should I Go") noch ein eigenes Stück vor. Ebasa, der Kopf des Orchesters der Liebe, setzt mit seinem Trompetenspiel einige Akzente, sodass diese Cover den Vergleich mit den Originalen kaum zu scheuen brauchen.
Nach „Nit us mingem Kopp“ ("Can´t Get You Out Of My Head") und „Wat wenn Jott us Kölle wör“ ("One Of Us"), geht es dann an die Vorstellung der CD, die fast ausschließlich aus eigenen Kompositionen besteht. Songs wie „Kölsch un joot“, „Loss dich falle“, „Fasteloovend“ und „Vum Ihrefeld nohm Dom“ lassen zwar eine gewisse Nähe zum Kölner Karneval erahnen, doch werden sie mit Sicherheit auch über die fünfte Jahreszeit hinaus auf den Kölner CD-Playern laufen.
Als ganz besonderer Gast betritt dann am späten Abend ein Urgestein der Kölner Musikszene den Ring. Jürgen Zeltinger gibt, gemeinsam mit Knittler, den „Stüverhof“ zum Besten und sorgt für weitere Begeisterungsstürme. Nach knapp zwei Stunden ist dann erstmal Schluss, bevor die Band sich für einige Zugaben, natürlich mit dem unvermeidlichen „Kumm, loss mer singe“ für diesen, rundum gelungenen Abend, von der Bühne verabschiedet.