Madina Lake

Support: Forever Never, iO

18.01.2008 Magnet Club / Berlin

Von: Dagmar Grässle

Madina Lake Berlin

Willkommen zurück in Berlin! Die Kerrang! Award Gewinner Madina Lake besuchen die Hauptstadt ein weiteres Mal. Nach der Popkomm Show im letzten Jahr, stand in den vergangenen zwei Wochen die nächste Europatour der Band aus Chicago an. Mit den Briten Forever Never und der deutschen Band iO im Gepäck, konnte man auf ein bunt gemischtes Abendprogramm gespannt sein.

Pünklich um 21:00 Uhr standen auch schon Forever Never auf der Bühne und rockten mit harten Klängen los. Nach einem relativ kurzen Set, durften iO ran. Wem iO kein Begriff sind, die Band besteht aus dem kompletten männlichen Teil der Guano Apes und Charles Simmons (der Stimme aus der Langnese Cremissimo-Werbung). Gespielt wurde eine Alternative-Soul-Mischung, die recht gewöhnungsbedürftig ist, sich nach längerem Hören aber doch ihren Weg ins Gehör und später in die Beine bahnte.

Nach einer kleinen Pause und einem leider immer noch spärlich gefüllten Konzertraum, enterten Madina Lake die Bretter die die Rock-Welt bedeuten. In den ersten Reihen wurden die Fotoapparate gezückt und das ein oder andere Kreischen konnte aus diversen Mädchenkehlen vernommen werden. Gefeiert wurde und wird die Band in der Hauptstadt auf jeden Fall!
Madina Lake spielten sich durch ein anständiges Set bestehend aus fast allen Songs des Debutlongplayers "From Them, Through Us, To You". Bei Stücken wie "Here I Stand" oder "House Of Cards" war das Publikum kaum zu halten. Wie sowas aussieht? Stellt euch vor auf dem Oktoberfest gäbe es Freibier. Genau! Glückliche Gesichter und jede Menge Geschrei!
Stimmlich nicht ganz so gut wie im letzten Jahr, merkte man Sänger Nathan trotzdem den Spaß an der Sache an - und das barfuß. Leider klappte es mit dem Stagediven auf Grund des doch eher Emmentaler ähnlichen Publikums nicht, aber auch das wird sich in naher Zukunft sicher ändern. Hier und da verfiel er ein wenig zuviel dem Vibrato und sorgte für verwirrte Blicke im Publikum, machte dies durch seine charmante Art, mit den Konzertbesuchern zu kommunizieren wieder wett.

Persönlich war ich ja sehr auf die deutschen Monologe gespannt, die es dann leider doch nicht gab - obwohl es das letzte mal versprochen wurde auf der nächsten Tour der deutschen Sprache mächtig zu sein. Zumindest ein wenig. Aber auch hierfür entschuldigte man sich ausgiebig und bedankte sich für das Erscheinen. Mehrfach wurde erwähnt, dass lediglich der heutige Abend zählen würde und man sich später an der Bar auf einen Drink treffen solle. Dieser Einladung wurde fast durch die Bank weg gefolgt und die Band sah sich nach der Show von zahlreichen Mädchen umringt. Gut, das war auch nicht anders zu erwarten und wäre wohl auch ohne Einladung zum Kaltgetränk passiert.

Man darf gespannt sein, was aus dieser Band hierzulande noch werden wird. Wer sie verpasst hat und ein artiger Festivalgänger ist, kann sich von Madina Lakes Livequalitäten im Sommer sicher das ein oder andere Mal überzeugen lassen. Es werde ein großes Festival gespielt. Welches muss nicht erwähnt werden. Denken kann man es sich sicher!

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