Tour 2005
Als ich vor gut anderthalb Monaten erfahren habe, dass Mark Owen ein Konzert in Köln geben wird, bin ich fast wahnsinnig geworden! Für mich als ehemaliger Take That-Fan (Mark war natürlich mein absoluter Liebling!), eine riesige Überraschung. Ich gehörte zu den damals typischen Fans: unzählige Poster an den Wänden, wirklich jeder Schnipsel wurde gesammelt, jedes Interview aufgenommen (das dann kreischend mit der besten Freundin angeschaut wurde) & alle Jungs waren blöd- bis auf Mark, das versteht sich von selbst! Nun ja, ob das heute auch noch so sein sollte interessierte mich brennend.
Am 6.7.05 also, musste ich unbedingt auch das Promo-Konzert, mit Autogrammstunde im Saturn am Hansaring miterleben. Ich war dort übrigens mit zwei Freundinnen, einem Robbie- und einem Gary-Fan, das letzte Mal, das wir gemeinsam auf einem Konzert waren ist ca. 10 Jahre her: Take That am 30.3.95!
Als wir auf die Bühne zugingen hatte ich schon so etwas wie starkes Herzklopfen. Doch sobald Mark so bezaubernd mit einem Strohhut auf der Bühne stand, dachte ich als erstes: Der wird gar nicht älter! Ich fühlte mich wie in Trance und schaute den strahlenden und kreischenden Mädels in der ersten Reihe zu, wie sie ihrem Mark zujubelten. Der Auftritt war klasse, Mark war bestens gelaunt und gab noch stundenlang Autogramme. Endlich, der 7.7.05, eigentlich hatte ich schon damit gerechnet, dass das Konzert aufgrund der Anschläge in London abgesagt werden würde aber dem war nicht so! Also, auf zur Live Music Hall! Zum Glück hatte ich den Mann dabei, den man sich für solch einen Tag nur wünschen kann (danke Denis!) und hob nicht ab als wir vor dem Eingang standen. Ich erwartete eine längere Schlange. Man konnte aber locker durchgehen und sich vor der Halle erstmal ein (Beruhigungs)bierchen gönnen. Natürlich waren die vorderen Reihen felsenfest besetzt aber an sich war eine lockere und angenehme Atmosphäre entstanden. Um ca. 20.30 begann die Vorband Schinarski. War mit Sicherheit nicht einfach für sie vor eingefleischten Fans zuspielen aber recht schnell taute das Publikum auf und gab den Jungs eine Chance, die diese auch nutzten und richtig Party machten. Als Frank, der Sänger, auch noch sagte: “Mark ist hinter der Bühne und gut drauf!“ roch man Nervosität und Spannung in der Luft!
Um ca. 21.30 war es dann endlich soweit: Die Band, sogar mit Trompete, kam auf die Bühne und kurz danach unser Liebling, unser „kreisch“ Mark Owen! Ich fühlte mich wie mit 15 und erwischte mich dabei fast zu schreien! Mark wirkte angestrengt, leicht nervös und ein wenig in sich gekehrt (als er schwarz gekleidet mit weißer Krawatte auf die Bühne kam). Dabei brauchte er das gar nicht zu sein, denn das Publikum feierte ihn von der ersten Sekunde an. Meiner Meinung nach waren die meisten, die dort waren (ehemalige) Take That-Fans, somit hatten wir alle seit mehr oder weniger 10 Jahren eine Verbindung zueinander. Mark legte so einen super Auftritt hin, dass man(n) sogar positiv überrascht war. Mit derselben konzentrierten Handbewegung von einst, spielte er einen Mix aus seinem neuen Album „How the mighty fall“ (ein tolles Album!) und älteren Lieder wie unser geliebtes „Clementine“. Bei „Believe in the Boogie“ konnte natürlich jeder den Refrain mitsingen. Ein schönes Bild gab es bei „Hail Mary“, da forderte er alle auf die Hände hochzuheben, und man sah wie viel Freude er an seinem Publikum und Auftritt hatte. Er schien zufrieden mit sich und der Stimmung. Natürlich sang er auch für die Opfer der Anschläge in London, was bejubelt wurde. Als Zugabe holte Mark einen Zettel aus der Hosentasche, auf dem mit Edding deutsche Zeilen seines Liedes „Come on“ geschrieben waren und sang diese zum heulen schön…
Ich hätte mir den Abend kaum schöner vorstellen können. Einziger Minuspunkt: Knapp eine Stunde zu spielen, liebster Mark, ist nicht die feine englische Art, wir hätten dich am liebsten gar nicht mehr von der Bühne gelassen!
Somit möchte ich nur noch seinen letzten Worten „Du wirst meine Liebe sein…“ hinzufügen: Du warst sie schon immer und wirst sie auch bleiben!