N-Joy Geheimkonzert

N-JOY Geheimkonzert mit The Rasmus auf Schloss Oelber

26.09.2005 Schloss Oelber / Baddeckenstedt

Von: Melanie Schupp

Es waren einmal vor nicht allzu langer Zeit 100 kleine N-JOY Hörer. Deren spannende Reise führte sie durch Wiesen und Wälder, über Brücken, vorbei an verschlafenen Dörfchen in Orte wo Fuchs und Has sich ´gute Nacht´ sagen... bis ein holdes Stimmchen zu ihnen sprach: „Sie haben Ihr Fahrtziel erreicht.“

Ein großes Eisentor macht deutlich: hier wurde einst Geschichte geschrieben!

Heute von N-JOY, ganz geheim auf Schloss Oelber. Und ein Securitymensch weist den Weg! Links und rechts flankiert von Fackeln sollte eine Burg der Meute nächtliches Domizil werden. Über die große Wiese an der riesenhaften Burg vorbei ging es in den Marstall, wo ungeduldiges Gemurmel und eine große Flagge mit Bandlogo das bevorstehende Geheimkonzert von the Rasmus ankündigten. Und kurz vor 21 Uhr Licht aus, Spot an. Die gut gelaunten finnischen Jungs betraten unter Jubel die kleine Bühne. „Wir haben vorher noch nie in einem Schloss gespielt, es ist uns eine große Ehre“ sprach Lauri und sendete damit das erste Signal für einen verheißungsvollen Abend.

Zum allerersten Mal das neue Album! Live! Das war auch für die glücklichen Gewinner eine wahrhaftige Ehre und die ersten Songs rockten auch richtig los. Die vorige Nervosität merkte man der Band nicht an, einwandfrei präsentierten sie uns u.a. Shot und Night after night. Pommespieker wohin das Auge reicht bei No Fear. An dieser Stelle sei erwähnt, das Hannoveraner Leben ermöglicht uns Niedersächsische Sprachgepflogenheiten einzubauen.

Lauri meisterte die hohen als auch die tiefen Tonlagen ohne Probleme. Auch Immortal ließ rocken und Last generation verschaffte eine Gänsehaut. Alles mit einem schelmischen Grinsen auf dem Gesicht und einer Energie die den Atem raubte. Doch ach, Schreck! Text weg? Ein kleiner Patzer bei Sail away, der neuen Singleauskopplung. Sympathisches Lachen, Publikumsflirt und der zweite Anlauf war im Kasten. Keep your heart broken, ein wunderschönes Lied, mit Blockbustercharakter! Viel Herz und Schmerz. Auch hier gelangte Lauris Stimme in ungeahnte Höhen.

Ein zweiter Verspieler bei Heart of misery, doch ein „Please forgive us“ und ein strahlendes Lachen unter der riesigen Schlumpfmütze ließ jeglichen Fehler verzeihen. Livecharakter ist diesem Lied leider nicht gegeben. Auch Don´t let go befand sich nicht im 100%igen Stimmenlevel!..„.somebody´s crying...“ besagt der Text und wir weinen mit.

Nach einer knappen Stunde - kaum Zeit dem Geschmack auf die Spur zu kommen - sollte der Spuk bereits ein Ende haben! „Leute, die Fans zählen auf euch“, sie haben nicht umsonst hunderttausend Mal N-JOY die Strippe eingetreten! Der Wunsch nach mehr zeigte Wirkung! Unter „Zugabe“ Rufen betraten die Finnen erneut die Bühne und nun wurde noch einmal gehüpft zu In the shadows. Ob Lauris in Mitleidenschaft gezogene Stimme wohl der Grund für die einzige Zugabe war? Mitgewippt wurde trotzdem!

Q&A Stunde, Zeit für intime Geheimnisse und perverse Geständnisse, nicht aber „ Hast du nicht noch Lust auf eine deutsche Brieffreundschaft Lauri?“.... „Sorry I can´t read!“ und wir haben es überhört! Interessant, dass die Band sehr auf Vermarktung von Newcomerbands bedacht ist! Im Visir dabei ihre Tourvorband Deep Inside. Amerika sei für mehr geplant, und auch gegen ein Duett mit einer holden Weiblichkeit hätte man nichts einzuwenden! Vielleicht dann auch als David Hasselhoff Kopie! Der hat es nämlich Lauri angetan!

Klappe zu, Fackeln aus, ab nach Haus!

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