Tonight's The Kind Of Night - Tour 2011
Besser könnte es für das Londoner Quintett um Noah & The Whale derzeit nicht laufen. Nachdem sie sich bereits mit ihren beiden ersten Alben "Peaceful, The World Lays Me Down" und "First Days Of Spring" eine eiserne Fangemeinde erspielen und sich somit erfolgreich in der Szene etablieren konnten, schafften sie auch mit ihrer dritten Platte "Last Night On Earth" den Sprung in die UK Charts. Sie sind derzeit in aller Munde, aus den zahlreichen Musikzeitschriften dieser Welt nicht mehr wegzudenken. Und so verwundert es auch kaum, dass das heutige Konzert im Londoner Roundhouse schließlich schon seit Wochen ausverkauft ist. Scheinbar ist es die Vielseitigkeit der Briten, mit der sie sich in die Herzen der Fans aller Altersklassen spielen, und so zeigt sich auch das zahlreich erschienene Publikum am heutigen Abend wunderbar gemischt.
Bereits die ersten Töne des Intros lösen im Publikum fast schon Hysterie aus. Dann betreten fünf adrett gekleidete Herren die Bühne und legen nach kurzer Begrüßung mit "A Little Love" vom ersten Album "Peaceful, The World Lays Me Down" auch schon ordentlich los. Es ist der klare Sound, die beständige Energie auf der Bühne und die dramatischen Lichteffekte, die uns gleich zu Beginn bestätigen, dass wir uns bereits mittendrin in der eigenen kleinen Welt von Noah & The Whale befinden, in die wir uns auch nur zu gerne entführen lassen. Die talentierten Musiker wechseln immer wieder ihre Instrumente und scheuen sich zudem auch nicht vor der Konversation mit dem Publikum. Und so kündigt Sänger und Gitarrist Charlie Fink nach ein paar Songs an, dass uns die heutige Setlist auf Trab halten wird, womit der charmante Brite durchweg Recht behalten soll. Sie präsentieren uns eine schön zusammengestellte Setlist aus dem Repertoire ihrer drei Alben, alles jedoch auf ihren neu entwickelten Sound abgestimmt. Alles erscheint ein wenig poppiger, vielleicht sogar auch rockiger als es zu Zeiten mit ihrer Ukulele war.
Nach dem wunderbar harmonischen "The Line" vom letzten Album "Last Night On Earth" wird der romantische Teil des Sets eingeleitet, so Sänger Charlie, der noch scherzend hinzufügt, dass heute wirklich alles passieren kann. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Zuschauern jedoch nicht. Als Vorbereitung auf den "Übergang zurück zum Party Set", entledigen sich die Herren nach "Wild Things" ihrer Jacken und leiten "Rocks And Daggers" ein, wofür sie vom Publikum enthusiastischen Applaus ernten. Leidenschaftlich gibt man sich sowohl auf der Bühne als auch in der Menge den harmonischen Songs hin. Es sind aber ganz offensichtlich die alten Songs, die nicht nur von den Fans heiß geliebt werden und helle Begeisterung auslösen, auch auf der Bühne scheint man sich bei Songs wie "5 Years Time" mehr zu Hause zu fühlen.
Nun kommt auch Bassist Matt "Urby Whale" Owens mal zu Wort, der sich für das zahlreiche Erscheinen bedankt und die Zuschauer darüber aufklärt, dass Charlie heute Geburtstag hat. Daraufhin ist der Raum mit Geschrei erfüllt und das Roundhouse leitet zu einem, zugegeben etwas gedämpftem, Happy Birthday ein. Der sonst so coole Charlie zeigt sich sichtlich gerührt, bedankt sich mit einem charmanten Lächeln. Mit "The First Days Of Spring" endet schließlich der erste Teil ihres durchweg gelungenen Sets. Um eine Zugabe müssen sich die sympathischen Briten dennoch nicht bitten lassen, bei der natürlich auch "L.I.F.E.G.O.E.S.O.N" als Höhepunkt nicht fehlen darf. Niemand hält es mehr ruhig auf seinem Platz, eifrig wird getanzt und mitgesungen. Der Song und somit der Auftritt endet mit einem Knall. Die Fans verleihen ihrer Anerkennung für eineinhalb Stunden fantastischer Musik mit euphorischem Applaus Ausdruck und werden schließlich in die dunkle Nacht Londons entlassen.
Setlist:
Intro (Paradise Stars)
Give A Little Love
Just Me Before We Met
Blue Skies
Give It All Back
Love Of An Orchestra
Life Is Life
Jocasta
The Line
My Door Is Always Open
Wild Thing
Rocks And Daggers
Waiting For My Chance To Come
Shape Of My Heart
5 Years Time
Tonight's The Kind Of Night
The First Days Of Spring
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Old Joy
L.I.F.E.G.O.E.S.O.N.
ENGLISH VERSION:
Already, the first tones of the intro are causing almost hysteria within the audience. Then, five very dapper looking guys are entering the stage and kicking things off nicely with "A Little Love", from their first album "Peaceful, The World Lays Me Down". There’s a clear sound, a nice steady energy, and dramatic lighting that confirms that we’ve already entered into the little world of Noah & the Whale to which we are only too pleased to be swept. The highly talented multi-instrumentalists often exchange their instruments and, furthermore, don’t avoid conversation with the audience. After a few songs, singer and guitarist Charlie Fink comments that they’re keeping us on our toes with the set list, and he is definitely right. They are presenting us a brilliant mixture of the repertoire of their last albums, but all with their newly evolved sound. Everything seems to be a bit more pop, maybe even rockier than it was in their ukulele filled past.
After a harmonic "The Line", from their last album "Last Night On Earth", Charlie tells us that it’s now time for the romantic part of the set, and jokes that "anything could happen!". There isn’t much time to breath deeply anyway. The boys remove their jackets in preparation for the "transition into the good times party set," and they take loads of credits from the crowd for their initiating "Rocks And Daggers" which gets people dancing and singing. On stage they are all into the harmonic music as well as the crowd but it seems to be the older songs that are beloved by the audience and provoke enthusiasm but also Noah & The Whale seem to feel more at home with songs like "5 Years Time".
Now, bassist Matt "Urby Whale" Owens gets a word in edgeways. He thanks everyone for coming along and informs us that tonight is Charlie’s birthday. Consequently, the room is filled with screams and The Roundhouse erupts in an admittedly muffled "Happy Birthday", which obviously affects the usually cool and straight-faced Mr Fink and makes him smile. They end the first part of their show with a lovely "The First Days Of Spring" but they don’t need to be convinced of giving an encore which, of course, climaxes with "L.I.F.E.G.O.E.S.O.N" and a room of dancing, clapping, waving and singing. The track and with it the show ends with a bang. The audience shows their significant appreciation for the past hour and a half of bloody good music, and, at last, is let out into the dark night of London.