Panter

Tour 2011 - Support: Estuar

18.02.2011 Astra Stube / Hamburg

Von: Jessica Franke

Panter Hamburg

Man muss nicht lange suchen, um auch in Skandinavien auf tolle Indiebands zu stoßen. Die fünfköpfige Band Panter aus Stockholm hat im Jahre 2010 ihre erste EP "Tulips & Six Flags" veröffentlicht, in Deutschland sind die Schweden eher noch unter den Geheimtipps anzusiedeln. Zu ihrer Hamburg-Premiere lasse ich es mir folglich nicht nehmen, der kleinen, bezaubernden Astra Stube einen Besuch abzustatten. Obwohl es nicht nur draußen sondern auch in der Astra Stube so richtig kalt ist, herrscht hier eine wunderbar ausgelassene Stimmung. Sowohl Bands als auch Publikum trinken gemeinsam noch das ein oder andere Bierchen und lassen es sich bei einem Schwätzchen so richtig gut gehen, sodass man sich schließlich nicht einfach wie auf einem Konzert sondern wie unter Freunden fühlt.

Den Auftakt des heutigen Abends macht eine junge Hamburger Band, die auf den Namen Estuar hört. Und spätestens als die ersten Gitarrenklänge von David Holl und Jakob Heimann sowie die zauberhafte Stimme von Sängerin Helena de Pablos erklingen, scheint die Kälte regelrecht verflogen zu sein. Äußerst vielseitig präsentieren die fünf jungen Hamburger ihre Musik, die sich nicht wirklich in eine bestimmte Schublade stecken lässt. Muss ja aber auch nicht, solange diese den Weg in die tiefsten Gehörgänge findet und sich dort bis auf weiteres festsetzt. Und genau das gelingt ihnen mit Bravour. Mit ihrer gekonnten Mischung aus Indiepop und -rock, sowie ein bisschen Country, Chanson und Jazz schaffen sie es ein breit gefächertes Publikum anzusprechen. Neben den klassischen Instrumenten bedient man sich auch eines Akkordeons sowie einer Mundharmonika. Bühnenbild und Musik verschmelzen zu einem wunderschönen Gesamtbild, lassen keine Wünsche offen und laden regelrecht zum Tanzen und Träumen ein. Schließlich ist es zuletzt ganz offensichtlich die charmante Art des Quintetts, mit der sie die Herzen der Fans erobern. Definitiv eine Band, die man im Auge und Ohr behalten sollte!

Nicht nur äußerlich sondern auch musikalisch ähneln Panter ein wenig anderen schwedischen Kollegen wie zum Beispiel Nervous Nellie. Dabei verlieren sie dennoch keineswegs an eigener Note. Bei den vier Skandinaviern handelt es sich durchweg um sympathische Herren, die fröhlichen Indierock präsentieren und sich stets vor der Kommunikation mit dem Publikum nicht scheuen. Und dafür werden sie schließlich von den Zuschauern mit begeistertem Applaus belohnt. "Tak!" erwidert Sänger und Gitarrist Mikael Isberg und erklärt, dies sei das schwedische Wort für "Danke". Wissen wir doch schon längst. Macht ja aber auch nichts, von solchen Sympathieträgern lassen wir uns doch gerne belehren, über Sprachen, Städte und die Welt, in Form von Songs oder auch netten Unterhaltungen. Nach ungefähr 50 Minuten endet das Set des Quintetts, mehr gibt das Repertoire der Herren noch nicht her. Das Publikum will die charmanten Schweden aber dennoch nicht davon ziehen lassen, und so lassen sie sich dazu überreden noch zwei weitere Songs aus der Setlist zu spielen, die sich das Publikum sogar selbst aussuchen darf. Dann ist aber wirklich Schluss. Nach dem gelungenen Abend werden sich die Schweden jedoch bestimmt nicht lange bitten lassen, Hamburg erneut einen Besuch abzustatten, und dann bestimmt auch schon im größeren Rahmen. Dem ist dann weiter auch nichts hinzuzufügen, in diesem Sinne also: TAK!

Setlist Estuar:

Tiny Moves
High Heels
16 Times
No Words
Did I Fall
Kinky King
Letter From Home
18 Times
Memo
Stain Station
Fury

Setlist Panther:

Sad
Tulips
Stringer
Taste
Easy
Joseph
Panther
Cut The Wire
I’m Younger
Deap Black
Don’t Fix
Newly

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