Tour 2006
Der Siegeszug der französischen Musik ist ungebrochen. Ob Elektro, HipHop oder Novelle Vague - die Franzosen mischen die europäische Musikszene kräftig auf. Ähnlich wie ihre Landsmänner von Air, die sie in ihren Anfängen als Backgroundband unterstützen und Daft Punk, sind Phoenix zu einer Institution avanciert und haben längst einen Status erreicht, der ihnen weltweit gefüllte Konzerthallen beschert.
Mit ihrem eigenen Mix aus Eighties-Pop, Elektro und Rock hat die Band bereits drei wohl beachtete Alben mit Songmaterial veröffentlicht, welches Konzertbesuche zu einem Ereignis werden lässt.
Dies ist auch dem Kölner Konzertpublikum nicht entgangen, das an diesem Samstagabend zahlreich erschienen ist. Passend zu ihrem jüngsten - ungewohnt schnörkellosen - Album „It’s Never Been Like That“ präsentierte sich Phoenix im cleanen schwarz/weiß Retrolook und wählten „Napoleon Says“ zu ihrem Opener. Die unbekümmerte und frische Performance der Band übertrug sich denn auch gleich auf das Publikum, das das Geschehen auf der Bühne neugierig mitverfolgte. Die Indierock-Attitüde, die sich die Band mit ihrem aktuellen Longplayer zugelegt hat, zog sich wie ein roter Faden durch das Konzert, was dem Publikum sichtlich gefiel.
Den meisten Applaus heimste die Band jedoch mit Hits von den vorherigen Alben ein, die eine komplexere Ausrichtung hatten. „Everything Is Eyerything“ und „If I Ever Feel Better“ entfachten eine Gute-Laune-Welle, die bis in die letzte Reihe schwappte. Begeisterten Szenenapplaus gab es bei den Gitarrenparts von „Run, Run, Run“. Nach gut 90 Minuten endete ein schönes Konzert, das einen bunten Farbklecks in der herbstlichen Stimmung hinterließ.