Queens Of The Stone Age

Tour 2011

02.05.2011 E-Werk / Köln

Von: Marc Brüser

Queens Of The Stone Age Köln

Wenn Bands alte Klassiker vom ersten oder zweiten Album auf Konzerten zum Besten geben, ist das immer was Feines. Wenn es nicht einmal Klassiker sind, sondern einfach nur ältere Songs, umso besser. Wenn man aber das erste Album, welches man mehr als ein Jahrzehnt lang nicht angespielt hat, neu veröffentlicht und auf den folgenden Shows ausnahmslos herunterspielt, hat das fast schon etwas Utopisches. Doch genau das haben sich die Herren rund um Josh Homme wohl gedacht, als sie mit ihrem selftitled Album heute im Kölner E-Werk antreten.

Das Main-Set besteht nämlich nur aus Songs von ihrem besagten ersten Album, was bei ihren gut 1.500 Anhängern für mehr als große Freude sorgt. Das insgesamt zweistündige Konzert soll sich wirklich auszahlen. Man erlebt einen leicht angetrunkenen und sehr redefreudigen Josh Homme, grinsend mit Kippe im Mund einen Song nach dem anderen spielend. Von der anfangs doch eher verhaltenen Stimmung lässt er sich nicht beirren, was man auch in seinen Ansagen merkt: "What f****n day is it? Monday? Who gives a sh**? Right here in my, it’s Saturday". Man sieht ihm wirklich an, dass er diese kleinen Shows geniesst. Das Publikum, im Durchschnitt um die 25 bis 30 Jahre alt (kein Wunder bei dem stolzen Eintrittspreis von 40€), blüht aber erst in der Zugabe so richtig auf, als die "bekannteren" Klassiker wie "Little Sister" gespielt werden. Menschen "fliegen" plötzlich durch die Luft und gerade da, wo ein Pärchen sich noch gemütlich bei "I Was A Teenage Handmodel" mit Bier und knutschend in den Armen lag, kann man nur noch wild um sich schwingende Fäuste und springende Beine sehen. Was aus diesem Pärchen geworden ist, bleibt wirklich eine gute Frage. Zudem kommen Hommes Aufforderungen sich etwas zu wünschen auch nicht gerade schlecht an. Resultate sind "Hangin’ Tree" und "Burn The Witch".

Nach insgesamt zwei fetten Zugaben entlassen einen die Königinnen der Steinzeit in die Dunkelheit. Allein, dass lauter Dampf beim Verlassen der Halle aus dem Eingang in die Nacht emporsteigt, spricht an und für sich. Die gefühlten vierzig Grad in der Halle und das Fehlen des großartigen "No One Knows" konnten einem die Stimmung nicht wirklich verderben. Die Queens haben eine wirklich gute Show geboten und der Tinnitus ist einen Tag nach dem Konzert auch noch nicht wieder verschwunden.

Setlist:

Regular John
Avon
If Only
Walkin' On The Sidewalks
You Would Know
How To Handle A Rope
Mexicola
Hispanic Impressions
The Bronze
Give The Mule What He Wants
I Was A Teenage Hand Model
You Can't Quit Me Baby
---------------
The Sky Is Fallin'
Hangin' Tree
Burn The Witch
Make It Wit Chu
Little Sister
The Fun Machine Took A Shit And Died
Do It Again
Tangled Up In Plaid
---------------
Go With The Flow
A Song For The Dead

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