Rock Hard Festival

9. Rock Hard Festival 2011 - 10. bis 12. Juni - mit Overkill, Down, Enforcer, Epica u.v.a.

10.06.2011 Amphitheater / Gelsenkirchen

Von: Ingrid Silvasi

Rock Hard Festival Gelsenkirchen

Pfingsten = Rock Hard Festival. Seit 5 Jahren gilt für mich diese mathematische Formel, die gleichzusetzen ist mit drei Tage friedlichem Rock-Festival im atmosphärischen Gelsenkirchener Amphitheater mit Vollbeschallung von Hard Rock über Symphonic Metal über Epic Metal über Death Metal über Techno-Thrash über über über... Dass mindestens 6.000 weitere Personen so denken wie ich, beweist wie erfolgreich sich das Rock Hard Festival in den letzten Jahren halten konnte. Was sich gar nicht hält ist das Wetter an diesem Pfingstwochenende – was in den letzten Jahren Garant für eitel Sonnenschein war, startet dieses Mal am Freitag wolkenverhangen, wechselhaft und regnerisch.

Zur zweiten Band Procession schaffe ich es nach längerem Anstehen an der Bändchenausgabe ins Amphitheater. Die Ankündigung im Rock Hard Festival Programmheft "Doom braucht keine Sonne" ist wortwörtlich zu nehmen. Ihr chilenischer Frontmann Felipe witzelt über das "gute Wetter", besser kann es zu den finsteren Tönen gar nicht kommen - gegen 16.30 Uhr bricht ein Wolkenbruch ein, dass alles flüchtet, was auf den Rängen sitzt und nicht wettergeschützt steht. Lediglich das kleine Halbrund vor der Bühne lauscht der Band, die eisern weiter spielt. Primordial würden perfekt zu diesem Wetter passen, merkt Felipe an. 25 Minuten lang ist alles unter Wasser.

Postmortem, die deutsche Antwort auf Slayer wie Mitveranstalter Götz es so schön beschreibt, erspielen mit Songs wie "The Way Of The Knife" die Sonne zurück. Sänger Matthias fügt an, dass bei den schönen Texten der Death Metaller sich die Sonne wieder blicken lässt. Unter diabolischem Lachen zocken die Ostberliner unbarmherzig Songs wie "Destroy" und "Revolution" durch. Bandmitglieder von Anacrusis mischen sich bereits unter das Publikum und genießen anscheinend bis zu ihrem Auftritt am Sonntag das Festivalfeeling.

Mit irischen Black Metal Klängen begrüßen uns Primordial, von denen zumindest Sänger Alan mit seinem blutverschmierten Gesicht und Kleidung ein Blickfang und perfektes Fotomotiv ist. Zu Songs wie "No Grave Deep Enough" und "As Rome Burns" feuert der ausdrucksstarke Frontmann das Publikum zum Mitmachen an und hat die Fans sofort auf seiner Seite. Der große Jubel der Fans kommt zu "The Coffin Ships", zum Song über die große irische Hungersnot von 1845 bis 1849. Mit "Gods To The Godless" widmetAlan einen Song der nächsten Band Enslaved. Ein guter Übergang zu der 20jährigen Bandgeschichte gelingt Alan mit seiner Ansage – "20 years and still no remorse, no regrets, no compromise" und stimmt damit "Bloodied Yet Unbowed" an. Kein Wunder, dass nach "Empire Falls" die ersten Zugaberufe des heutigen Tages erklingen – durch und durch ein gelungener Auftritt!

2008 waren die Norweger von Enslaved bereits auf dem Gelsenkirchener Festival und überzeugten damals schon das Publikum. Den Wikingern merkt man die Spielfreude an und während der tragende Sound und die langen Instrumentalparts der Band das Publikum in den Bann ziehen, zieht sich über der Bühne eine dunkle Wolkenfront auf und es folgt passenderweise "Lightning". Mit "The Giant" zollt die Band den Fans Tribut.

Drei Anläufe hat es gebraucht, bis Mastermind Tom Warrior mit seinen typisch geschminkten schwarzen Augen beim Rock Hard Festival auftritt. Zwei Versuche sind mit Celtic Frost und den Bandquerelen fehlgeschlagen, der dritte Versuch ist mit Triptykon endlich erfolgreich. Mit neuer Band – alle Bandmitglieder könnten seine Kinder sein – startet Tom das 90minütige Set mit "Procreation Of The Wicked" als Auftakt. Nach "Cyrcle Of The Tyrants" folgt ein ehrlich gemeinter Dank an Veranstalter und Fans, die trotz zweimaliger Absage weiterhin Glauben an die neue Formation hatten. Mit "genug geredet" beginnt Tom sein Set aus einer gelungenen Mischung aus alten Celtic Frost und Hellhammer Hits wie "Babylon Fell", "The Ursuper" und "Messiah" und neuem Material wie "Goetia" und als Abschluss "The Prolonging".

Nicht ganz zum Anfang des Festivals schaffe ich es am zweiten Tag, Samstag. Windig, kalt, sonnig, wechselhaft – gut, dass nur das Wetter so ist und nicht die jungen Schweden von In Solitude. Die Band scheint zu begeistern, was ich zumindest von den letzten Minuten des Auftrittes noch mitbekomme – Zu "To Her Darkness" vom zweiten aktuellen Album "The World, The Flesh, The Devil" sehe ich den ersten Crowdsurfer.

Die Hessen von Disbelief machen mit ihrer besonderen Mixtur aus fast bestialischem Geschrei und filigranem Gesang auf sich aufmerksam. Das derbe "Sick" bleibt mir im Ohr, während ich mich frage, ob Epica als Nachfolgeband gut gewählt sind und das reichhaltige Mittagessenangebot von € 2,50 aufwärts studiere.

Dann endlich: seit Jahren bemängele ich die rare Vertretung von Frauen am Mikrofon beim Rock Hard Festival und dieses Jahr ist Abhilfe geschaffen mit den Holländern von Epica. Goldkehlchen und Rotschopf Simone Simons weiß um ihre Reize im kleinen Schwarzen und erntet prompt "Ausziehen!"-Rufe. Ein knappes "Nein, danke" lässt die Männer-Rufe verklingen und es wäre zu schade, diese junge Live-Band nur auf das Aussehen der Frontfrau abzuwerten. Die Grunts von Gitarrist Mark Jansen harmonieren perfekt mit der Mezzo-Sopran-Stimme von Simone, an der zweiten Gitarre zaubert Isaac Soli und herrliche Frickeleien und Ariën hämmert auf seine Drums und Double-Bass zu Songs wie "Resign To Surrender" und "Martyr Of The Free Word" ein. Auf Halbmast muss das mehrteilige Backdrop der Band heruntergelassen werden, weil der Wind so derart dazwischen wütet, dass Drummer und Keyboarder kurzzeitig hinter den Vorhängen verschwinden. Ob der Symphonic Metal der Holländer beim Rock Hard Festival Publikum gut ankommt, ist sicher Ansichtssache, so spürt Simone doch auch die Missgunst einiger Verächter und kündigt im sicheren Deutsch an "jetzt kommt der Moment, auf den wir alle gewartet haben, der letzte Song" - der Klassiker "Cry For The Moon".

2007 und 2009 erfreuten die Schweden von Bullet mit ihrem Old-School-Heavy-Metal bereits meine Ohren auf dem Rock Hard Festival und so beschließe ich diesem Konzert mal fernzubleiben und durch den Metal-Markt zu stöbern. Was jedes Sammlerherz höher schlagen lässt, lässt Geldbörsen allerdings auch schrumpfen – gut, dass in diesem Zelt nach Feierabend die Party steigt und das Geld ausgeben sich dann nur noch auf die Getränke beschränkt...

Das bereits seit Freitag ständig beworbene Gewinnspiel hat vor dem Auftritt von einer der ersten deutschen Death Metal Bands Morgoth für einen Glücklichen den Höhepunkt gefunden. Eine E-Gitarre mit Verstärker wird dem glücklichen Gewinner vor der Show überreicht. Rechtzeitig um die Schätze in trockene Sicherheit zu bringen, denn die Wiedervereinigung nach 13 Jahren fällt leider wortwörtlich ins Wasser und zu den Tönen von "Isolated" flüchtet die Menge von den Tribünen. Die komplette Umbaupause kübelt es weiter aus allen Wolken, fast geht die Fanansage von "Metal für Mädels"-Präsidentin Petra zur nächsten Band Amorphis unter. Sichtlich nervös präsentiert sie die Finnen, was im nächsten Jahr der ein oder andere Mega-Fan mit seiner Lieblingsband auch auf dem Rock Hard Festival machen kann. Der Regen fordert seine Zuschauer und so ist zu Beginn zu "Battle For Light" nur mit den Hartgesottenen vor der Bühne zu rechnen. Erst nach und nach klart es sich auf bis die Sonne zu Songs wie "You I Need", "Silver Bride" durchkommt. Da kommen die Amorphis-Rufe der Fans für die Band genau richtig!

Ich nutze die Gunst der trockenen Stunde und hole meine Gummistiefel aus dem AutoÂ… zurück auf dem Festivalgelände hätte ich diese für ein Mördergeld verkaufen können – nur noch auf weit auseinandergezogenen Holzstegen ist an einigen Stellen die Fortbewegung möglich. Kleine Regenseen haben sich vor und um die Verkaufsstände gebildet und auch zu Iced Earth will es einfach nicht trocken bleiben. Zwar haben sich die Camper mit Regenkleidung versorgt, einige Fans sind jedoch so durchnässt, dass ihnen alles egal ist – entweder kleben die Klamotten am Leib vor lauter Wasser oder im Badehosen-Look wird das Beste draus gemacht und der Regen als Dusche genutzt. Den letzten deutschen Iced Earth Gig mit Matt Barlow will so schnell niemand verpassen, nur weil es gerade "etwas" schüttet... Was vor einigen Jahren wieder als Ära Matt Barlow auf dem Rock Hard Festival begann, endet nun hier wieder. "Burning Times", "Declaration Day", "Last December" und passend zum Regenwetter wird die "Night Of The Stormrider"-Platte angestimmt. Matt bedankt sich rührend bei den Fans für das Durchhalten im Regen. Klassiker der Dark Saga dürfen natürlich auch nicht fehlen – das Schmachtende "I´d Die For You" und "The Hunter" verabschieden mich auf dem doch trockenen Nachhauseweg. Den ergreifenden Moment des Bühnenabganges verpasse ich, jedoch hat der Himmel einfach schon genug für alle geweint...

So ganz traue ich der Sonne am dritten Festivaltag, dem Sonntag, noch nicht, zur Not sind im Auto weiterhin die Gummistiefel deponiert und auf dem Festivalgelände sind hier und da mit Europaletten Stehmöglichkeiten im noch nicht getrockneten Schlamm geschaffen worden. Die letzten Klänge von Vanderbuyst bekomme ich noch mit. Allerfeinster Hardrock und Heavy der 70er und 80er eines holländischen Trios, die ihr Debüt erst 2010 gegeben haben. Kaum zu glauben, dass DER Sound live sein soll! Feinster Ohrenschmaus, feinste Gitarrensoli, es ist erstaunlich voll im Amphitheater und die Sonne wird in vollen Zügen genossen.

Zur Bandansage der Schweden Enforcer müssen zwei vollbusige holländische Blondinen mit auf die Bühne. Gut, dass ich die Bands nicht nach Aussehen ihrer Groupies beurteilen muss. "We came to break your neck!", kündigt Senkrechtstarter Olof an und bringt den Speed-Metal aus den 80er in die heutige Zeit. Ohne großen Songansagen, knallen die kleinen Poser von Enforcer ihre Songs wie "High Roller" und "Take Me To Hell" ihrer neuen Scheibe "Diamonds" durch, aber auf der Bühne gibt es nur Wasser zu trinken...

Noch ihren Erfolg nicht begreifen können die Jungs von Atlantean Kodex, die erst im Herbst 2010 ihr Debütalbum "The Golden Bough" veröffentlich haben und bereits bei solch einem Billing auf dem Rock Hard Festival vorne dabei sein dürfen. Mit ihrem Epic Metal scheinen sie den Nerv der Zeit getroffen zu haben, viele Anhänger im Halbrund vor der Bühne kennen bereits die Songs auswendig und Sänger Markus bekommt Gänsehaut bei dem Anblick der Fans und der positiven Rückmeldung. Dass nicht alle Töne getroffen werden, wird ihm verziehen - sympathisch und auf dem Boden geblieben kommt die Band rüber – einfach so überhaupt nicht Metal-artig...

In der Umbaupause darf auch die literarische Weiterbildung nicht fehlen. Das, was früher eine Drum- oder Guitar-Clinic mit einem Musiker auf dem Rock Hard Festival war, ist heute eine Lesung... Gerre von Tankard, 20 kg leichter, und Bobby, Ex-Sodom - beide sturzbesoffen und weiterhin durstig - finden sich zur Lesung aus dem Buch "Kumpels in Kutten" auf der Karaoke Bühne ein, was jedoch in einem sinnlosen Blödeln untereinander und mit dem Publikum endet (vielleicht habe ich für den Sinn nicht die erforderliche Promillezahl erreicht). Dann ergreift Gerre doch das Buch und Mikro und liest vor, was wir alle schon wissen: das Ruhrgebiet ist das Herz des Metal – und was er hinzudichtet – Frankfurt natürlich auch...

Bereits 2007 sah ich auf meinem ersten Rock Hard Festival die Koblenzer von Metal Inquisitor, Götz Kühnemunds Lieblinge. Im Stil von Saxon und anderen Old-School-Metal Bands der NWOBHM-Ära versucht Sänger El Rojo (der mit den roten Stoppelhaaren) die Zuschauer auf der Tribüne zu mehr Aktivitäten wie Klatschen und Anfeuern zu verleiten. Mit "Betrayed Battalions" und "Quest For Vengeance" ruft die Band zum Mitbangen auf, El Rojo springt sogar mit zwei Bierflaschen von der Bühne und kippt Bier in die durstigen Mäuler der ersten Reihe. "Daze Of Avalon" beendet die verzweifelten Versuche das komplette Amphitheater zum Kochen zu bringen, aber letztlich reichen El Rojo auch ein paar hundert Hände im Rund, um völlig begeistert von der Bühne zu gehen.

Eines der Urgesteine des Festivals, Anacrusis, präsentieren sich um Sänger und Gitarrist Ken Nardi, extrem wortkarg. Mit ihrem Techno-Thrash-Sound hämmern sie mit Songs wie "Paint A Picture", "Release" und "I Love The World" auf den Schädel ein. Der derbe, basshaltige Liebessong "Something Real" und "Terrified" aus dem aktuellen 2010er Album sind wie "Sound The Alarm" allesamt Songs für Musikliebhaber und Kenner, die gerade ein viel gefeiertes Konzert als kreative Explosion erleben. Für alle anderen mag das Konzert ein Gig ohne persönliche Ansprache gewesen sein...

Mitreißender und lebhafter präsentieren sich da Vicious Rumors, die mit dem Konzert in Gelsenkirchen eine sechswöchige Tour beenden und kein bisschen müde wirken. Sänger Brian Allen wirbelt ab dem ersten Song wie ein Wirbelwind über die Bühne, bei seinem glasklaren Gesang ist in der Zunge ein großes Piercing zu erkennen. Absolute Spielfreude ist bei Songs wie "Murderball", "Dust To Dust" und "Out Of The Shadows" zu erkennen und das wird vom Publikum honoriert. "Catch Me If You Can" ist ein Song mit viel Druck und verewigt sich sofort als Ohrwurm. Ronnie schmeißt sich crowdsurfend ins Publikum, Geoff wirft mutig seine Gitarre ins Publikum – allein der Security-Mann weiß, wie eisern er die Klampfe von den Fans zurückfordern muss. Und während die letzten Töne von "Don´t You Wait For Me" ertönen, bildet sich die längste Schlange bei der Autogrammstunde, die ich je gesehen habe – Headliner Down werden sich gleich die Finger wund schreiben!

Trotzdem wird Overkill genug gewürdigt und bedankt sich mit einem Special-Set mit wirklich noch NIE in Deutschland live gespielter Songs bei den Fans. Was mit "Green And Black" beginnt und sich über "Evil Never Dies", "Rotten To The Core" und "Bring Me The Night" zu unzähligen Overkill-Rufen hochsteigert, führt zu einem Moshpit vor der Bühne. Aber auch von technischen Pannen bleiben Bobby Blitz und Co. nicht verschont – "that´s called fucking Rock´n´Roll" fügt er lachend an. Vor der Show bekam ich mit, wie Bobby die alten Knochen mit Stretchingübungen geschmeidig hält – bei seinem Rumspringen auf der Bühne auch kein Wunder... Nach "Ironbound" gehen einige Fans in die Knie als sie die Ankündigung zum Demosong "Death Rider" vom 1984er Demotape "Power In Black" hören. Mit "The Beast Within" folgt ein weiterer Klassiker und die Fans sind selig – dankbar ist auch Bobby als der deutsche Fanclub der Band eine schwere Skullkrusher Plakette überreicht. Das grandiose Konzert endet mit "Fuck", auch wenn Bobby´s Aufruf, die "Fuck You"-Rufe bis nach Essen schallen zu lassen, nicht ganz klappt...

Als Götz sich wie alljährlich vor dem letzten Hauptact beim Security Team für ein sicheres Festival bedanken möchte, geht seine Ansprache unter, weil die Fans mit lautstarken Rufen die verspätete Band Down um Frontmann Anselmo einfordern. Mit gut 10-minütiger Verspätung ballern Anselmo und Co. mit "Hail The Leaf" los. Etwas scheint nicht nach Phils Vorstellung zu laufen, denn als launischer Frontmann scheucht und schubst er sein weibliches Roadie auf der Bühne rum. Die Ankündigung des Songs "Lysergic Funeral" als Widmung für Dime-Bag lässt dies vergessen und spätestens bei dem Jam-Einschub von "Sweet Home Louisiana" ist die Band locker. Es scheint jedoch, dass Phil eher die Zeit verquatschen möchte, als diese mit Songs der drei Studioalben zu füllen. So holt er spontan den Rock Hard Fotografen auf die Bühne, um ein Foto mit den Fans machen zu lassen und erinnert mit seinen Sprüchen und Rülpselei ins Mikro eher an das Programm eines Standup Comedian als an ein Metal-Konzert. "Pillars Of Eternity" darf letztendlich doch nicht fehlen und "Temptations Wings" lässt Phil erst im zweiten Anlauf gelten.

Bleibt der Wunsch für das 10-jährige Jubiläum des Festivals im nächsten Jahr mit richtigen Kracher-Bands aufzuwarten. Viele Bands schienen in meinen und auch in Augen anderer dieses Jahr eher zweite Wahl zu sein, was zwar für den Ticketpreis eines dreitägigen Festivals um die € 70,- völlig okay ist, aber außer wenigen Bands wie Iced Earth, Down, Amorphis keine richtigen Kracher dabei waren.

Schön ist, dass das Festival Fan-naher geworden ist und die Besucher mehr in das Festival integriert werden. Die Idee als Fan seine Lieblingsband vorzustellen, finde ich klasse, nächstes Jahr soll auch wieder das coolste Festival-Shirt gekürt werden (dieses Jahr gewann ein Vintage Slayer Shirt-Träger) und die Karaoke-Wettbewerbe, bei denen dieses Jahr der 11-jährige Paul mit seiner Fear Of The Dark-Einlage alleine schon wegen dem "Niedlichkeitsfaktor Kind" und Zahnlücke das Rennen machte, ist natürlich auch nicht mehr aus dem Programm wegzudenken. Ich freue mich darauf, auch nächstes Jahr wieder Pfingsten im Amphitheater zu verbringen, mit mindestens 6.000 Leuten, die genauso denken wie ich.

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