Rodney Hunter

Team Film Award & TFA Club u.a. mit Rodney Hunter

26.01.2008 Stadtgarten / Köln

Von: Karsten Kraemer

Rodney Hunter Köln

Der sogenannte „Teamfilm“ – ein Werk, dessen Existenz mir bis zu diesem Abend völlig unbekannt war geschweige denn der Kenntnis, dass es von solchen Produktionen sogar eine eigene Preisverleihung gibt. 

Der Teamfilm rückt das Leben am Set in den Fokus – ganz gleich ob Kino -oder TV-Produktion. Eine kurze, meist humorvolle Collage über den Alltag am Rande der Dreharbeiten quasi als Erinnerung für die gesamte Crew. Und so wurden bereits zum dritten Mal insgesamt 30 dieser Werke für den TEAM FILM AWARD eingereicht,  darunter Kinohighlights wie „Wer früher stirbt ist länger tot” (Roxyfilm), „Mein Führer“ (X-Filme) oder „Hände weg von Mississippi” (Boje Buck Produktion). Auch Fernsehserien wie die ARD-Telenovela „Sturm der Liebe” (Bavaria), „Tatort – Der rote Tod” (Maran Film) oder die SAT.1-Comedyformate „Pastewka“ (Minestrone TV/Brainpool) und „Sechserpack“ (Sony Pictures) nahmen mit ihren Teamfilmen am diesjährigen Wettbewerb teil.

Ins Leben gerufen wurde dieser außergewöhnliche Filmpreis von der Kölner Film- und Fernseh-PR-Agentur PLANpunkt. Die neue Konzeption der TEAM FILM AWARD-Preisverleihung liegt in den Händen der „Eventgruppe Goldgrube“, einem zehnköpfigen Team angehender Medienökonomen der Rheinischen Fachhochschule Köln e.V.

Darüber, welche Teamfilme in den Kategorien Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet wurden, entschied eine hochkarätig besetzte Fachjury. Mit dabei waren in diesem Jahr Katrin Bauerfeind (Moderatorin Polylux), die im übrigen auch durch den Abend führte, Winfried Oelsner (Regisseur der Handball-WM-Dokumentation „Projekt Gold”), Tom Spieß (Produzent von „Deutschland – Ein Sommermärchen“, Little Shark Entertainment), Matthias Koeberlin (Auszeichnung als „Bester Schauspieler” beim Deutschen Fernsehpreis 2007), Markus Zinsmaier (Kultur-Redakteur ZEIT.DE), Erna Kiefer (Filmstiftung NRW), Verena Will (Produktionsassistentin), Tobias Erlbruch (Cutter), Alexander Loskant (Drehbuchautor und Professor für Medien), Marc Kluge (Regieassistent und Aufnahmeleiter) und Michael Böhme (Standfotograf).
Den Preis in Gold erhielt letztendlich Hanno Friedrich für seinen Teamfilm zur Produktion von „Sechserpack”. Der von Stephanie Reitinger eingereichte Teamfilm von „Polizeiruf 110“ (ARD) gewann Silber. Bronze sicherten sich Martin Kopischke für „Dr. Psycho” (ProSieben) und Peter Büscher für „Pastewka III”.
Zudem wurden drei Sonderpreise an „Sturm der Liebe“ von Uwe Urbas (Beste Inszenierung), den Teamfilm zu der Kinoproduktion „Auf der anderen Seite“ von Julia Drache (Künstlerischster Ansatz) und Alexander von Schillings Werk zu „Epiphania“ (Bester studentischer Teamfilm) vergeben.
Alles in allem ein sehr kurzweiliger, sympathisch „unglamouröser“ und recht spontaner Ablauf der Veranstaltung, die ohne das streng durchgeplante und steife Korsett auskam, das man von üblichen Filmpreisverleihungen her kennt und daher absolut zum Konzept des Teamfilms passte.
Anschliessend war Feiern angesagt und es startete die Aftershow-Party im Rahmen des „TFA-Clubs“, bei der der Kölner DJ Irwin Leschet (Silberschwein, Liquid Sky), Rodney Hunter samt MC vom bekannten Wiener Label G-Stone Recordings (Kruder & Dorfmeister) und Jonny Flash (Smut Club, Bootie Call) auflegten und alle Beteiligten den Abend bei lässigen Grooves gebührend ausklingen lassen konnten.

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