Tour 2008 - Support: Nico Suave
Einst Mitglied der Band „Blumentopf“, startet Roger jetzt seine Solokarriere. Vor drei Jahren wollte Roger einfach nur „Sound machen, Sound machen“. Er war sich längst nicht sicher, ob er wirklich solch ein Werk auf die Beine bringt. Von mehreren Seiten bekam er jedoch Anfragen und ab diesem Moment war ihm klar, dass er sein eigenes Ding durchziehen möchte. Und was dabei heraus gekommen ist, ist sein Album „ROGER Alles Roger“ und das gibt er uns nun auch bei seinem Konzert in Köln zum Besten.
Vor dem Luxor ist keine Warteschlange, an der Garderobe muss ich auch nicht warten und an der Theke kann man auch locker eine Cola bestellen. Am Anfang ist es hier noch recht leer und es füllt sich auch recht langsam. Im Luxor herrscht eine recht gemütliche Stimmung, nicht ganz so spektakulär wie in einer riesigen Halle, was mir aber auch lieber gefällt. Das Luxor fasst so ca. 400 Leute, es sind jedoch nur gefühlte 100 bis 150 Fans zum Konzert gekommen. Ich habe mit mehr Fans gerechnet, aber das ist ja erst der Anfang. Jeder hat noch richtig viel Platz zum Tanzen und Abfeiern. Der Sound und das Licht sind ebenfalls okay. Man hat die Bühne direkt vor Augen und alle warten nur noch gespannt auf den Beginn.
Gegen 21.30 Uhr kommt dann so langsam die Band auf die Bühne und Nico Suave fängt an zu rappen. Nico Suave hat Roger als Vorband mit im Gepäck und er passt auch wirklich gut zum ganzen Konzert. Er rappt und rappt und rappt. Suaves Lieder mit coolen Beats stimmen das Publikum schon einmal gut ein und es kann einfach nur mitgenickt und abgetanzt werden. Da hat sich Roger echt einen coolen Typen geangelt, mit dem er auch das Feature „Ab und zu“ zusammen aufgenommen hat. Nachdem Nico Suave das Mikro schon heiß gerappt hat, gibt es eine kurze Pause, in der man nochmal das stille Örtchen aufsuchen kann, sich ein neues Getränk an der Theke holt oder mit seinen Freunden quatscht. In der Zeit wird natürlich auch auf der Bühne das ein oder andere Musikinstrument ausgetauscht und ein paar Kabel an die Steckdose angeschlossen.
Die Blicke bleiben trotzdem zur Bühne gerichtet, um natürlich den großen Auftakt von Roger nicht zu verpassen. Die Bühne ist wieder leer und das ganze Publikum wartet wieder gespannt, bis Roger auf die Bühne kommt. Sein DJ kommt als erster und lässt die Musik erklingen. Mit ein paar coolen Cuts begeistert er das Publikum und schon steht Roger ebenfalls auf der Bühne. Seine Songs wie „Backpacker“, „Schau nach vorn“, „Feuer“, „Kommt schon“ und „Es geht voran“ bringen jeden zum Kopfnicken und der Hüftschwung ist so gut wie garantiert. Einfach ein klasse Album. Hände hoch für Roger! Natürlich hält er auch den ständigen Kontakt zum Publikum und gibt Statements zu seinen Liedern. Er ist wirklich ein sympatischer Rapper, der bodenständig geblieben ist, ohne jeglichen Bling Bling. Auf sein erstes Album und darauf, dass er diesen Weg eingeschlagen hat, ist er wirklich stolz. Das gibt er nicht nur zum Besten, er strahlt es auch aus. Roger ist am Ende seiner Show angekommen und verlässt die Bühne. Natürlich wissen alle, dass er noch einmal wiederkommt. Alle rufen „Zugabe“ und „Roger“, damit bleibt ihm gar nichts anderes übrig. Das Jubeln und Klatschen ist groß und ein ebenso großes Lächeln ist dem Publikum auch ins Gesicht gemalt. Für sein erstes Album „ROGER Alles Roger“ hat er eine richtig gute Startbahn mit vielen Fans im Schlepptau. Es war ein echt toller Konzertabend!