How To Spell Heroin Tour 2007, Support: Diversion
Nachdem Stoneman 2006 als Supportact der Deathstars durch die Lande zogen konnten sie dieses Jahr eine eigene Tour mit eigenem Supportact für sich verzeichnen. Vom Startpunkt in der heimatlichen Schweiz ging es quer durch Deutschland und wieder zurück. Auch die Hamburger Markthalle stand auf dem Plan.
Vor einem mäßig gefüllten Raum begann die Vorband Diversion aus dem stuttgarter Raum ihr Set aus rockigem Crossover. „Wenn die vier Jungs zu ihren Instrumenten greifen, dann krachts gewaltig.“ Heißt es auf der myspace Site und spätestens ab der Mitte ihres Sets konnten sie das Publikum davon überzeugen. Professionelle instrumentale Livedarbietungen und ein Sänger, der nach dem dritten Song seine melodiöse Stimme vollends im Griff hatte, vermochten die Hörer gut aufzuwärmen, auch wenn die Stile von Vor- und Hauptband ein wenig unterschiedlich waren.
Doch dann ward es auch an der Zeit die „Dope Army“ willkommen zu heißen. Mittlerweile hatten sich auch eine handvoll Leute mehr eingefunden. Auch ein paar betrunkene Hamburger Jungs befanden sich darunter, die ordentlich mitfeierten, obwohl sie laut eigener Aussagen keinen einzigen Song kannten – so ists brav. Und einen Lieblingssong hatte der Trupp auch sofortÂ… ein mit Gefühl perfomtes „Wer Ficken WillÂ…“ überzeugte die Hörerschaft. Ständige Zwischenrufe von einem besonders hartnäckigen Gast wurde von Mikki Chixx mit einem Kuss belohnt (wohlgemerkt: der Zwischenrufer war männlichen Geschlechts, wahrscheinlich war das der Grund, weshalb er danach etwas kleinlauter wurde). Ein wenig schüchtern reagierte hingegen noch Gitarrist Fly auf Mikkis homoerotische BühnenspielchenÂ… aber es stand ja noch die Hälfte der Tour vor ihnen, also genug Zeit um ein wenig zu üben.
Obwohl fast ein wenig zu laut für den kleinen Raum, rockten Stoneman was das Zeug hielt. Rockmusik geht ja auch nur laut! Die Bewährprobe der gesanglich ausgefeilteren neuen Songs bestanden Stoneman mit Bravour auch wenn es manchmal im Musikgedröhne unterging. Doch ob mehrstimmig oder Mikki alleine – die musikalische Entwicklung konnte man nicht nur dem neuen Album, sondern auch dem gesamten Auftritt entnehmen. Durch die Setlist, die mit den Songs beider Alben gespickt war, rockten sich Stoneman und ihr Publikum unermüdlich durch. Somit verstand es sich von selbst, dass nach dem Auftritt lautstark nach Zugabe verlangt wurde. Die auch gerne gegeben wurde.
Wer danach noch wenige Minuten Geduld zeigte konnte sich Autogramm- und Fotowünsche erfüllen lassen. Zuvorkommend nahmen sich die Jungs die Zeit und glücklich verließen die Fans die Markthalle. Und Stoneman können sich gewiss sein, dass eine Fortsetzung in Hamburg dringend erwünscht sei.