The Donnas

Feather Nation Tour 2007

24.11.2007 Underground / Köln

Von: Simon Baranowski

The Donnas Köln

Back to the Eighties. The Donnas gastierten am letzten Samstag im Rahmen ihrer Feather Nation Tour, benannt nach ihrem neu gegründeten eigenen Label Purple Feather Records, im Kölner Underground. Der Mädels-Vierer aus Kalifornien ließ sich Zeit bis es endlich losging. So sind sie halt die Glam Rock-Gören des 21.Jahrhunderts. Mit ihrer aktuellen Platte „Bitchin’“ gaben The Donnas in Köln bereits ihr viertes von insgesamt neun Konzerten in Deutschland. So viele wie in keinem anderen europäischen Land.

Das Underground war wie gewohnt ein feiner Ort für laute Rockmusik. Alle Altersgenerationen versammelten sich bei harten Riffs, Bier und Girl-Power, wenn man denn so will. Nach einigen Verzögerungen enterten zunächst Torry Castellano (Drums), Maya Ford (Bass) und Allison Robertson (Guitar) die Bühne um mit ihrem Intro der neuen und gleichnamigen Platte „Bitchin’“ loszurocken. Sängerin Brett Anderson genoss den Extraapplaus, welchen sie erntete beim etwas späteren Betreten der Bühne. Mit Harrreif und Jeanslatz. Und schon flogen die ersten Flüssigkeiten durch die Luft, weil einige die Bierflasche nicht mehr richtig halten konnten. The Donnas, dass ist live halt einfach eine Partymucke. Verständlich, dass die ersten Reihen diese Einladung auch annahmen.

Songs vom neuen Longplayer wie „What Do I Have To Do?“ oder “Don’t Wait Up For Me” machten die Runde, genauso wie ältere Nummern. „Fall Behind Me“ vom Vorgänger „Gold Medal“ aus dem Jahre 2005 oder „Who Invited You“ vom 2002er Album „Spend The Night“. Alles in allem fügte sich jeder Song gut in das Set ein. Konnte man auch wahrlich nicht viel falsch machen. Party Rock, gemischt mit Glam Rock der 80er von wildgewordenen amerikanischen Frauen vorgetragen. Frontfrau Anderson konnte mit dem Headbangen gar nicht mehr aufhören. 40 Minuten Power mit „Girl Talk“, „Wasted“ oder „Like An Animal“. Dann war das Mainset leider schon zu Ende. Und es reichte auch nur für eine 10-minütige Zugabe. Einziger Kritikpunkt vielleicht. Denn ansonsten machten die vier Mädels eine ganz gute Show. Sie hatten Spaß auf der Bühne. Am Singen, am Hüpfen und Harre schütteln sowie ordentlich am Posen. Die Band war kommunikativ und das trägt schon viel dazu bei, dass ein Abend gut werden kann. Doch auf dem Höhepunkt war leider Schluss.

Mit ins Live Programm wurde der 84er Glam Rock Klassiker der Gruppe Ratt „Round And Round“ genommen. Da ich mich 1984 eher auf den Release einer neuen Muppet Show Folge konzentrierte, sagte mir der Song bis dato nichts. Jetzt hatte ich ja das The Donnas Beispiel auf den Ohren. Solide. Und so war auch der ganze Abend. Solide, verspielt und mächtig Harre schüttelnd, nur leider etwas kurz.

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