The Hives

Tour 2007

28.11.2007 Palladium / Köln

Von: Simon Baranowski

The Hives Köln

Keine andere Band versteht es sich so gut in Szene zu setzen wie die Hives. Gepaart, in optischer Einheit, mit einer nahezu Sixties-Rock`n Roll-Show und dem aktuellsten und feschesten Party Rock, den die runde Kugel namens Erde zu bieten hat. Was die Hives im aktuellen Programm auf Deutschlands Bühnen abliefern ist einfach enorm.

Bietet die neue Platte der Hives, „The Black And White Album“, eher ungewöhnliche Töne wie „A Stroll Through Hive Manor Corridors“, merkt man live schnell wozu dieser Exkurs gut ist. Nämlich um ein perfektes Intro für ein Konzert zu haben. Umgehend in den Übergang zu „Bigger Hole To Fill“ bei dem nacheinander jeder der Hives zu seinem Instrument geht und den Song nach und nach vervollständigt. Bereits bei den ersten Songs lässt es sich Sänger und Frontmann Pelle Almqvist nicht nehmen das Publikum anzustacheln und so schnell wie möglich die Leute heiß zu machen. Das Singen unmittelbar vor der ersten Reihe, umringt von hunderten Händen lang wartender Hives Fans genießt “Howlin’“ Pelle. Neben Almqvist bereist auch Gitarrenmann Nicholaus Arson die West und Ost-Seite der Bühne regelmäßig. Der Kontakt zum Publikum wurde also prompt hergestellt und die anderthalbstündige Rockshow verlief somit nach Plan. Immer wieder unterhielt Pelle Almqvist mit gebrochenem Deutsch die Zuschauer im Palladium, was dem ganzen noch einen ticken Charme der ohnehin schon beliebten Schweden oben drauf legte.

Alte Hits wie „Hate To Say I Told You So“ waren kaum vom Abgehfaktor zu unterscheiden wie zum Beispiel die letzte Single „Tick Tick Boom“ oder „It Won’t Be Long“, beide vom Schwarz Weiss Album. Ob „Die, All Right!“ oder „Walk Idiot Walk“, die Bude bebte. Das mussten auch einige Leute abseits spüren, die sich das Geschehen eher innerlich mitpogend beobachteten. Immer mal wieder fiel einer aus der Reihe, verschüttete sein Bier und schubste mal eben alles quer durch die Gegend. Natürlich unangenehm für den, der da ruhig stand, angesichts der aber nicht aufhörenden Party verständlich.

Das Ganze hatte einfach Hand und Fuß. Die Bühnendeko mit rotem Hives Schriftzug, eingerahmt in einem hell erleuchteten weißen Glühbirnenrechteck, die traditionellen Anzüge, dem Album Motto angepasst und dann die nicht aufhörenden Rockkracher. Natürlich durfte auch der Durchbruch-Song „Main Offender“ nicht fehlen. Im Zugabenteil, der durch „T.H.E.H.I.V.E.S.“ eingeleitet wurde, kam auch dieser Gassenhauer. Verabschiedet wurde man mit einem erneuten Track von der aktuellen Sammlung schwarz weisser Songs, „Return The Favour“. Der Ooh ooh Gesang im Song brachte noch mal alle zum Mitgrölen und man wurde zufrieden in die kalte Nacht entlassen.

Ich hatte die Hives bisher nur auf Festivals erlebt und betrachtete sie stets als Gute-Laune-Band, die nur annähernd eine halbe Stunde unterhalten konnten. Nun haben sie den Gegenbeweis geliefert und von vorne bis hinten mächtig Gas gegeben.

Setlist:

A Stroll Through Hive Manor Corridors
Bigger Hole To Fill
Guerre Nucleaire
A Little More For Little You
Wald Idiot Walk
You Got It All...Wrong
Try It Again
Die All Right
Hate To Say I Told You So
Here We Go Again
Won't Be Long
No Pun Intended
Diabolic Scheme
You Dress Up For Armagedon
Two Timing Touch
Tick Tick Boom

encore
T.H.E.H.I.V.E.S.
Main Offender
Return The Favour

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Joe Cocker Tickets bei www.eventim.de