The Offspring

Einziges Deutschland-Konzert! Special Guest: Sondaschule

29.08.2011 Palladium / Köln

Von: Marc Brüser

The Offspring Köln

Sechs lange Jahre haben sie auf sich warten lassen, bis es der Vierer aus Huntington Beach letztendlich mal wieder einrichten konnte für einen exklusiven Gig in die Domstadt zu kommen. Die Rede ist hierbei von The Offspring, ihres Zeichens gealterte und steinreiche Punkband aus den 80ern bzw. 90ern, welche durch ihre Alben "Americana" und "Rise And Fall, Rage And Grace", aber vor allem durch ihr drittes Werk "Smash" zu weltweiter Berühmtheit gelangten. Leider jedoch auch durch ihre in den letzten Jahren immer mehr enttäuschenden Live-Shows: Trotz überteuerter Preise, 60-minütiger Shows in der Vergangenheit und wenig bis keinem Kontakt zum Publikum, ließen sich treue Anhänger der Band nicht davon abhalten das Kölner Palladium restlos bis auf den letzten Mann zu füllen.

Den Anfang macht die nicht allzu unbekannte Ska-Punk Band "Sondaschule" aus Oberhausen, von der man bereits draußen in der Warteschlange vor der Halle mehrere Bandshirts begutachten konnte. Als nettes Aufwärmprogramm kann man sich die sage und schreibe acht Musiker gerne für eine halbe Stunde anhören, aber bei einer längeren Spielzeit sollte doch bitte Frontmann Costa Cannabis persönlich Ohropax verteilen. Seine Texte sind echt nicht schlecht, aber die Stimme geht bei den Songs einfach viel zu häufig in die Diagonale.

Um ca. 21.05 Uhr erlischt das Licht und Dexter Holland, Noodles, Greg Kriesel und Pete Parada betreten unter einem mehr als tosenden Applaus die Bühe. Holland braucht nur ein "Okay" von sich zu geben und jeder der ca. 3.000 Fans weiß was er anschließend zu brüllen hat: "YAYAYAYAYA!!!!". So starten Dexter & Co mit "All I Want" diesen Montagabend, der sicherlich in jeder Menge Köpfen lange in Erinnerung bleiben wird. Es folgen insgesamt 19 weitere Songs (bedauerlicherweise nichts von ihren ersten beiden Alben "The Offspring" und "Ignition"), welche frenetisch abgefeiert werden. Es wird gesprungen, geschubst, getanzt, gepogt, gefallen, ge..... ach, alles was mit "ge-" anfängt und im entferntesten mit Bewegung zu tun hat. Sogar Dexter und Noodles scheinen diese großartige Stimmung anzuerkennen und bedanken sich ein ums andere Mal herzlich. Noodles geht noch weiter, sodass er - sogar halbwegs glaubwürdig - behauptet, dass dies die beste Show der Tour bis jetzt gewesen sei. Nach immerhin guten 75 Minuten beenden Offspring das Konzert nach einer kleinen Zugabe standesgemäß mit "Self Esteem".

Oh Mann, so nass war das T-Shirt nach einem Konzert schon lange nicht mehr. Und das liegt nicht alleine an den tropischen Temperaturen im Innenraum! Letztlich muss man die Vorurteile, die man gegen diese Band manchmal hegt, zumindest heute klar und deutlich ablegen. Super Show, starke Songs und eine saumäßige Stimmung.

Setlist:

All I Want
You're Gonna Go Far, Kid
November Song
Come Out And Play (Keep 'Em Separated)
Have You Ever
Staring At The Sun
Stuff Is Messed Up
Bad Habit
Walla Walla
Hit That
Kristy, Are You Doing Okay?
Why Don't You Get A Job?
Americana
Gone Away
Pretty Fly (For A White Guy)
(Can't Get My) Head Around You
The Kids Aren't Alright
---------------
Hammerhead
Want You Bad
Self Esteem

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