Money And Celebrity-Tour 2011 - Support: The Dancers + The Dukes
Etwas mehr als einen Monat nach ihrem Konzert auf der Trabrennbahn hat es The Subways wieder nach Hamburg gezogen. Anscheinend gefällt der Band die Stadt, und wenn man bedenkt, dass auch dieses Konzert ausverkauft ist, scheint die Sympatie nicht ganz einseitig zu sein. Diesmal sind die Beatsteaks zu Hause geblieben, dafür haben The Subways zwei Support Acts mit im Gepäck.
Zunächst betreten The Dancers die Bühne. Sie sind eine junge, dreiköpfige Band aus Frankreich, die heute ihren ersten Gig in Deutschland spielt. Dass diese in der gleichen Konstellation wie die Subways auftreten, finde ich zunächst eher ungewöhnlich, doch hört man recht schnell, dass es sich nicht um einen Abklatsch handelt. Ihr Sound ist etwas poppiger. Das Hamburger Publikum ist gut dabei und bereitet der Band einen guten Start in ihre Bühnenkarriere in Deutschland. Wer auf den etwas seichteren Indie Rock-Sound steht, darf sich bestimmt auf weitere Auftritte der Band in Deutschland freuen. Auf ihrer Homepage http://www.welovethedancers.com/ gibt es für alle Interessierten ein paar Lieder zum Reinhören.
Schlagzeug weg, neues Schlagzeug hin. The Dukes. Eine vierköpfige Band aus Paris. Heraus sticht der Sänger und Gitarrist Shanka, der nicht nur mit gutem Sound, sondern auch mit einer guten Show auftritt. Die Jungs wissen was sie tun und machen auf jeden Fall Lust auf mehr. 2010 haben sie ihre Debüt-EP "Resillient Lovers" veröffentlicht und sind seit 2011 als Support mit The Subways auf Tour. Auch hierzu mehr Informationen im Netz auf http://www.thedukesmusic.com/.
Um 21.30 Uhr betreten The Subways die Bühne und lassen sich erstmal kräftig feiern. Sie beginnen mit einer Reihe altbekannter Lieder und werden erst im Laufe des Konzertes einige Songs ihrer neuen Platte vorstellen, doch leider vor allem bei den Klassikern bleiben. Wer auf die Musik der Subways steht, wird auch an diesem Abend nicht enttäuscht. Die Band hat Spass an dem was sie tut und das sieht beziehungsweise hört man auch. Schon nach dem dritten Song hat Drummer Josh Morgan seinen ersten Stick zerteilt und das obwohl er mit einem sehr minimalistischen Schlagzeug (nicht mal HighHat) auftritt. Ihren Sound haben The Subways auch auf der neuen Platte beibehalten, doch finde ich, dass er insgesamt etwas "härter" geworden ist. Das hört man sich am besten selbst auf dem neuen Album "Money And Celebrity" an, es lohnt sich. Hat man sich vor dem Konzert über The Subways informiert, so wurde oft die besondere Bandkonstellation erwähnt, und jedem, der eine Band gründen wolle davon abgeraten eben diese zu wählen. Wenn man The Subways auf der Bühne sieht, lässt man sich jedoch leicht vom Gegenteil überzeugen.
Nach knapp mehr als einer Stunde ist das Konzert dann leider auch schon vorbei. Dafür gibt bei der Zugabe noch einen Oben-Ohne-Stage-Dive von Sänger Billy Lunn. Eine kleine Überraschung wartet dann noch vor dem Docks. Die Band Still In Search gibt einen ihrer spontanen Streetgigs zum Besten, der dann leider von der Polizei aufgelöst wird (zum Nachhören gibts aber was auf http://www.stillinsearch.de). Wem die zwanzig Euro für knapp eine Stunde Subways nicht zu viel waren, der hat drumherum also auch noch eine ganze Menge andere musikalische Unterhaltung mitbekommen. Fazit: Gute Bands, guter Sound, nur alles in allem etwas kurz. Rockt on!