The Twang

Tour 2010

19.07.2010 Knust / Hamburg

Von: Jessica Franke

The Twang Hamburg

Howdy liebe Musikfreunde. Die Stiefel sind geputzt, der Cowboyhut sitzt: The Twang from Germany reiten derzeit durch die deutsche Prärie und sind mit ihrem Western-Swing-Rock heute direkt im Hamburger Knust angekommen. Obwohl diese Art der Musik ja nicht gerade zum zentralen Fokus meines Augenmerks zählt, lasse ich es mir trotzdem nicht nehmen, mich heute von ihrem Lasso einfangen zu lassen. Schon fast schamlos covern sich die Großstadt-Cowboys bereits seit 1997 durch die letzten 40 Jahre der Musikgeschichte und wurden 2003 durch die Veröffentlichung ihres zweiten Albums "Countryfication" deutschlandweit bekannt. Magazine wie der "Rolling Stone", "Spex" oder auch "Musikexpress" lobten die damals noch einmalige Idee, Umsetzung und Songauswahl. Es folgten unermüdliche Touren durch Deutschland sowie in den USA. Mit ihrem vierten regulären Studio-Album loten The Twang die Grenzen ihres Genres aus.

An diesem schönen Sommerabend findet sich eine beschauliche aber dennoch eiserne Fangemeinde im Knust ein. Von jung bis alt, alles ist dabei und selbstverständlich dürfen die Cowboystiefel nicht fehlen, hier und dort sind ein paar Cowboyhüte zu beobachten. Es herrscht eine durchweg gemütliche Stimmung. Bis zu Beginn des Konzertes genießt man draußen noch sein Bierchen und erwartet gespannt darauf, die Hufeisen um sich schmeißen zu können. Mit einem lauten "Yieha" beginnt das Sextett das Konzert und liefert den Zuschauern von Anfang bis Ende eine unterhaltsame Show, die selbst einer Countryjungfrau wie mir durchaus Freude bereitet. Stets sind die Jungs für ein Späßchen zu haben und erzählen vor ihren Songs zu gern eine kleine einleitende Geschichte. Die Zuschauer folgen den sympathischen Countryboys sofort, fleißig werden Fotos gemacht und nach jedem Song enthusiastisch applaudiert. Vor der Bühne wird von zwei Cowgirls sofort zu Beginn der Show ein Squaredance gestartet.

The Twang haben eine bunte Setlist mitgebracht, die zahlreiche vorwärtstreibende Tracks beinhaltet und zum Mitwippen animiert. Mehr oder weniger nah am Original, teilweise nur noch textlich zu identifizieren, präsentieren sie unter anderem Songs wie Katy Perry´s "I Kissed A Girl (And I Liked It)", Robby Wiliams’ "Let Me Entertain You" oder von Oasis "Don’t Look Back In Anger" sowie "Smoke On The Water" von Deep Purple und verleiten den ein oder anderen, einschließlich der Autorin, zum fröhlichen Mitsingen. Abschließend kann ich nach diesem Konzert behaupten, dass ich wohl eher kein Countryfan mehr werde. Dennoch haben die sechs sympathischen Cowboys mir und ganz offensichtlich auch den übrigen Zuschauern einen amüsanten Abend bereitet. In diesem Sinne: Yieppieyeiyeah!

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