This Will Destroy You

Tour 2011 - Support: Arktika

17.06.2011 Gebäude9 / Köln

Von: Linda Spengler

This Will Destroy You Köln

This Will Destroy You starten ihre Europa-Tour am heutigen Tag in Köln im Gebäude 9. Die vierköpfige Band aus Texas beehrt uns nun schon zum neunten Mal. Dieses Jahr stellen sie uns ihr lange erwartetes Album "Tunnel Blanket" vor und wir dürfen gespannt sein. Konzertgänger und Liebhaber des Post-Rock können sich über die Wahl der Location wirklich freuen. Einen besseren Ort für instrumentale Klänge der Texaner hätte man in der Domstadt nicht finden können. Das Wetter heute verleitet einen irgendwie dazu eher Zuhause bleiben zu wollen, was man im Hinblick auf den leeren Vorhof des Gebäudes 9 schon fast befürchtet. Es ist leer. Man trifft nicht die üblichen Bier trinkenden Fans, aber Bier trinkende und etwas angespannte Bandmitglieder.

Nach einer Weile trudeln jedoch die ersten Besucher ein und die Lage entspannt sich. Mit erheblicher Verspätung fangen Arktika an zu spielen. Arktika ist eine Kölner Hardcore/Post-Punk Band, die TWDY nur bei ihrer heutigen Show supporten. Die Menschenmenge vor der Bühne ist noch etwas spärlich. Die Kölner Jungs geben trotzdem ihr Bestes. Es wird laut, die ohnehin alten und kaputten Scheiben der Halle fangen an zu klirren und zu vibrieren. Der Sound ist richtig gut und man merkt die Leidenschaft der Band für das was sie machen. Eine ganze Stunde lang schenken Arktika uns ihre Aufmerksamkeit und auch die Halle wird allmählich voller.

TWDY betreten nach einer Pause die Bühne. Jeder nimmt seinen gewohnten Platz ein. Alex am Schlagzeug, Jeremy links von ihm auf einem Minihocker mit seiner Gitarre, Don mitten drin am Keyboard und mit Bass und Chris ganz rechts, da wo der meiste Kram auf dem Boden liegt. Viele Meter Kabel und jede Menge Effekttreter für den typischen TWDY-Sound. So stehen sie immer bei ihren Auftritten. Ganz langsam und ruhig geht es mit sanften elektronischen Klängen los. Keine Worte, niemand stellt sich vor und niemand spricht zum Publikum. Es herrscht fast eine Art Lethargie, sowohl im Raum, als auch auf der Bühne und dieser Zustand ändert sich auch bis zum Ende der Show nicht.

Das Schöne bei solchen Konzerten ist, dass man als Zuschauer ganz nah an die Bühne heran kommen kann. Beim Anblick der Band wird einem sofort deutlich, dass sie zwar körperlich anwesend sind und perfekt spielen, mit ihren Gedanken sind sie jedoch komplett in einer anderen Welt. Genau das ist auch ihr Ziel. Sich selbst und die Hörer in eine andere Welt zu versetzen. Es ist nahezu kein Licht vorhanden, nur Spotlights sind auf die Bühne gerichtet. Man kann wunderbar abschalten und sich von den Klängen der ruhig fließenden Töne der Gitarren leiten lassen, um dann wenige Momente später von den Schlägen des Schlagzeuges aus diesem Zustand förmlich herausgerissen zu werden. Die ganze Show lang passiert nichts anderes. Alle stehen und lauschen. Alle sehen zufrieden aus, einige sind sogar emotional ergriffen.

Insgesamt haben TWDY eine tolle Einstiegsshow gespielt. Alle Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Ein Konzert, das sich absolut gelohnt hat in jeglicher Hinsicht. Wir sagen danke und bis hoffentlich nächstes Jahr!

Setlist:

Little Smoke
Glass Realms
Communial Blood
Burial On The Presidio Banks
Black Dunes
There Are Some Remedies Worse Than The Disease
Quiet

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
The Love Bülow