Title Fight

Tour 2011 - Support: Transit und Balance And Composure

07.12.2011 Underground / Köln

Von: Stefan Kaulen

Title Fight Köln

Mittwochabend und der Hardcore-Punk Welt steht ein Konzert der ganz besonderen Art bevor. Title Fight spielen ihre erste Clubtour in Deutschland. Schon eine Woche in Europa unterwegs, kommt die in den Staaten von Bands wie Comeback Kid und Bane als die neue Hardcore-Generation gelobte Band heute endlich in Köln mit Transit und Balance And Composure als Support-Acts vorbei.

Die 2006 gegründeten Transit brachten im Herbst dieses Jahres ihr neues Album "Listen & Forgive" über Rise Records heraus. Mit diesem dritten Studioalbum kann auch eine zweite Europa-Tour keine schlechte Idee sein. Selten hat eine Emoband ein solch harmonisches und rockiges Album in den letzten Jahren herausgebracht. Live kann man Joe Boynton und seinen Bandmitgliedern nichts vorwerfen. Sie spielen ein großartiges Set quer aus allen Veröffentlichungen. Am Schluss ihres Sets können sie mit "Stay Home" noch einmal alles geben.

Nach einer kleinen Umbaupause starten die Jungs von Balance And Composure pünktlich um 21 Uhr ihr Set. Mit einer beachtlichen Fan-Base kommt direkt Stimmung im Underground auf. Auf ihrem im Oktober diesen Jahres veröffentlichten ersten Album "Separation" wird ihr Punk-Pop mit voller Power zum Besten geben. Die Besucher bekommen eine sehr gute Show zu sehen und nach 30 Minuten verlassen Balance And Composure leider schon wieder die Bühne.

Jetzt kommen wir zu Title Fight. In Sachen Punk gibt es in Foren und im Internet viele Sympathisanten dieser Band schon seit längerem. Ihr Ruf eilt ihnen voraus. In den Staaten bereits als feste Instanz der Szene mit Bayside und New Found Glory getourt, sind sie nun auch in Deutschland unterwegs.

Nach sieben langen Jahren bringen Title Fight eine Veröffentlichung heraus, die länger als sieben Minuten Laufspielzeit besitzt. Ihr Debutalbum "Shed" wurde mit Lobeshymnen reviewt und brachte starken Aufschwung für die Band. Hier in Köln sind sich die Besucher dieser jungen und talentierten Band dessen bewusst. Diese Band setzt live genau das um, was man ihr zugesprochen hat. Ein ausdruckvoller Sänger, starke Gitarrenwände und ein Publikum, welches von Anfang an von der Band begeistert ist. Es wird gecrowdsurft, gestagedived und kräftig mitgesungen. Besonders stark im Set sind die Songs ihrer EPs "Flood Of '72" und "The Kingston", die einfach die Stärken dieser Band zeigen: Sie sind eine Band, die ihre Liebe zur Musik auf ehrliche Art an das Publikum vermittelt und heute Abend scheint dies an die verschwitzen Besucher des Undergrounds genau richtig weitergegeben worden zu sein.

Also, wer nach diesem Abend noch von den guten alten Zeiten spricht, übersieht ganz klar die neue aufkommende Generation von Musikern, die den Geist ehrlicher Musik in sich bewahren und jegliche Sellout-Attitüde von sich fern halten wollen. Dafür ein ganz dickes Danke.

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