Rock the Rebel/Meet the Devil Tour 2007 - Support: Waxy, Supersoma
Ursprünglich sollte das Volbeatkonzert im Underground stattfinden. Auf Grund der grossen Nachfrage wurde es dann aber in die Live Music Hall verlegt. Von der Atmosphäre her hätte Volbeat, meiner Meinung nach, besser in die kleinere Location gepasst, aber da selbst die LMH fast ausverkauft war, wurde mit der Verlegung die richtige Entscheidung getroffen.
Den Auftakt bildeten Supersoma aus Mönchengladbach, die laut eigener Aussage „Doomed Metal Music“ machen. In meinen Ohren klang es auf jeden Fall wie eine sehr gelungene Mischung aus Trash, Life of Agony, Soilwork und Alice In Chains. Besonders sympathisch war mir die Tatsache, dass einer der beiden Gitarristen „linksrum“ spielte. Das Set von Supersoma währte gute 40 Minuten und hinterliess beim Publikum einen durchaus positiven Eindruck. Was wohl auch mit der Anwesenheit zahlreicher Anhänger aus Mönchengladbach zu tun hatte, die durchgängig Supersoma zujubelten.
Nach kurzer Umbaupause legten dann Waxy aus Palm Desert, Kalifornien los. Die Band war allerdings eine grosse Enttäuschung und das 45-minütige Set stellte eine Probe an die Geduld des Publikums dar. Waxy spielten eine Mischung aus Queens of the Stone Age-mässigem Stonerrock mit Kyuss-, White Stripes- und Monster Magnet-Einlagen. Was ja an sich eine sehr interessante Mischung darstellt und, wem es gefällt und wenn es gut vorgetragen wird, Begeisterungsstürme hervorrufen kann. Nur leider spielte die Band absolut lethargisch, uninspiriert und knüpfte durchgängig fade Riffs aneinander. Vielleicht hatten Waxy auch bloss einen schlechten Tag, aber so war der Auftritt nicht der Rede wert. Applaudiert hat das Publikum dann auch nur frenetisch, als die Band ihren letzten Song ankündigte.
Dann der Auftritt von Volbeat, der absolut entschädigte für die vorhergegangene Enttäuschung. Das Intro von „The Human Instrument“ vom Rock the Rebel/Meet the Devil-Album erklang, woraufhin die Band die Bühne erklomm und mit dem Song loslegte. Es wurde gleich klar, dass der Abend ab jetzt richtig an Stimmung zulegen würde, da die Band absolut gut gelaunt und lachend den Song anstimmte. Beeindruckend hierbei war, dass Sänger und Gitarrist Michael Poulsen mit Stimmproblemen zu kämpfen hatte, was man den Ansagen zwischendurch entnehmen konnte, es aber keine Aussetzer während der Songs gab. Hier erkennt man den Profi! Zur guten Laune trugen auch immer wieder die Sprüche zwischendurch bei: „Are you going to get drunk after the show or are you going home? You´re going home and get drunk there?!? HmmmmÂ… What, you want me to play faster? Are you crazy?”. Sprüche für die Ewigkeit! Ein weiterer Höhepunkt war dann, als ein paar Leute aus dem Publikum auf die Bühne durften und den Backing Chor mimten. Volbeat präsentierten natürlich grösstenteils Songs aus ihrem neuen Album „Rock the Rebel..“, aber auch ältere Sachen kamen nicht zu kurz. Man könnte die Musik durchaus als Elvis oder Johnny Cash auf Speed bezeichnen, was hier sogar, je nach Ansicht, positiv oder negativ ausgelegt werden kann, aber geboten wurde einem Rock´n Roll vom Feinsten. Schade war hier eigentlich nur, dass das Ganze nach einer guten Stunde, begleitet von einer Zugabe, schon zu Ende war. Volbeat sind aber auf jeden Fall zu empfehlen. Live und auf Platte.