Fat Cat Label Tour mit We Were Promised Jetpacks, The Twilight Sad, Mazes
Gleich drei super Bands des britischen Labels Fat Cat Records kommen gemeinsam auf Deutschlandtour. Dabei macht das Tourpaket um We Were Promised Jetpacks, The Twilight Sad und Mazes neben Köln und Berlin auch in Hamburg Halt, genauer gesagt im wundervollen Molotow. Bei so einem Lineup wundert es dann schließlich auch nicht, dass die Tickets blitzschnell vergriffen sind. Verzweifelt versuchen einige Fans noch vor den Toren des Molotows ein Ticket zu ergattern. Die Chancen scheinen allerdings aussichtslos. Diejenigen, die sich zu den glücklichen Ticketbesitzern zählen können, finden sich rechtzeitig hier ein, um sich den Auftritt von Mazes nicht entgehen zu lassen. Und damit sind die Zuschauer auch bestens beraten, denn diese Herren verstehen es von Anfang an, nicht nur mit wundervoller Musik zu überzeugen, sondern ebenso mit ihrer charmanten Art, wofür sie schließlich den gebührenden Applaus ernten. Mit Sicherheit eine Band, die man im Auge und vor allem im Ohr behalten sollte.
Nachdem ich das letzte Konzert von The Twilight Sad in Hamburg verpasst habe, freue ich mich heute natürlich umso mehr, dass sie den Weg aus Schottland auf sich genommen haben. Mit voller Leidenschaft gibt sich Sänger James Graham den Songs hin, überträgt diese schließlich gekonnt auf das Publikum. Sie präsentieren eine wunderbare Setlist, die sich aus dem Repertoire ihrer ersten beiden Alben "Fourteen Autumns And Fifteen Winters" und "Forget The Night Ahead" zusammensetzt, aber auch Songs ihres Folgealbums enthält, welches im Februar nächsten Jahres endlich erscheinen wird. Seien wir also jetzt schon mehr als gespannt darauf, was uns damit erwarten wird.
Die sympathischen Schotten von We Were Promised Jetpacks sind ebenfalls mit neuem Album angerückt. "In The Pit Of The Stomach" heißt das gute Stück und beinhaltet eine ganze Reihe fantastischer Songs, die sich live mindestens genau so gut anhören wie auf dem Longplayer. Sie sind richtig gut drauf, lassen sich immer wieder auf das ein oder andere Späßchen ein, und sich von nichts aus der Ruhe bringen, nicht einmal als die Effekt Pedalen von Gitarrist Mike den Geist aufgeben. Diese Gelegenheit wird von den anderen Bandmitgliedern sinnvoll genutzt, um das Publikum zu unterhalten und mit ihm zu kommunizieren, es regelrecht in die Show mit einzubeziehen. Neben einem kleinen Spielchen, bei dem sich Sänger und Gitarrist Adam Thompson und das Publikum gegenseitig "Uh, Uh" zurufen, begeistern sie auch noch mit Songauszügen von Gorillaz’s "Clint Eastwood" sowie Rage Against The Machines "Killing In The Name Of", entlocken damit den Zuschauern tosenden Applaus. Überhaupt können die zahlreich erschienenen Fans ihre Begeisterung keinen Moment zurückhalten. Stets wird sich enthusiastisch der Musik hingegeben, euphorisch im Takt mitgeklatscht, und gerade die Nummern der ersten Scheibe "These Four Walls" selbstverständlich textsicher begleitet. Nach etwas über einer Stunde endet schließlich das Set des Quartetts, und obwohl sie eisern von den Zuschauern zurück auf die Bühne gefordert werden, soll es das für heute gewesen sein. Ein bisschen enttäuscht ist man darüber zwar schon, aber insgesamt kann man dennoch auf einen wundervollen Konzertabend zurückblicken, und die Tatsache, dass der Merchandise Stand regelrecht gestürmt wird, spricht wohl eindeutig dafür, dass es sich heute um einen gelungenen Abend handelt.