Zucchero

Fly World Tour 2007 Support: Joana Zimmer

07.05.2007 Philipshalle / Düsseldorf

Von: Janine Lennefer

Zucchero Düsseldorf

Nach drei Jahren Wartezeit war es endlich wieder so weit, der große Star aus Italien steht wieder auf Deutschlands Bühnen. Mit seiner „Fly World Tour 2007“ tourt er durch Europa. Am 07. Mai machte er Station in der Düsseldorfer Phillipshalle, die um Punkt 19.00 Uhr ihre Pforten öffnete. Ich hätte erwartet, dass es sehr voll ist, aber das war es nicht wirklich. Es gab noch reichlich Tickets an der Abendkasse und vor der Halle tummelten sich auch noch einige, die ihre Karte loswerden wollten.

Da es freie Platzwahl gab waren schon früh die Sitzplätze in der Halle belegt, wer also später kam musste stehen. Das Publikum war bunt gemischt, von jung bis alt alles vertreten. Pünktlich um 20.00 Uhr trat Joana Zimmer auf die Bühne, ganz in weiß auf einem Barhocker sitzend. Von zwei akustischen Gitarren begleitet eröffnete die 26jährige Sängerin mit ihrer starken Stimme den Abend. Sie sang eine halbe Stunde und wurde begeistert verabschiedet.

Gegen 20.45 Uhr fuhr dann der silberne Vorhang der Bühne hoch und Zucchero saß mitsamt Gitarre auf einem goldenen Stuhl, dessen Sitz mit rotem Samt überzogen war, er glich einem Thron. Es war ein tolles Bühnenbild, rechts und links neben der Bühne waren zwei goldene Spiegel montiert. Das Innere der Spiegel waren jedoch keine Spiegelgläser sondern Leinwände, die mit Lichteffekten bestrahlt wurden. Das ganze Konzert wurde durch eine Lichtshow untermalt.

Der 52 Jahre alte italienische Rockmusiker begann zunächst mit ruhigen Klängen. Seine gewaltige, raue und doch sanfte Stimme verursachte wirklich Gänsehaut. Er sang hauptsächlich Lieder aus dem Album „Fly“ von 2006. Zwischendurch wurde es rockiger und einige in der Halle nutzen den Platz im Innenraum um das Tanzbein zu schwingen. Es war wirklich viel Platz, denn wie gesagt leider war das Konzert nicht ausverkauft. Im hinteren Teil der Halle war es leider sehr unruhig, es war ein ständiges Raus- und Reinlaufen. Wer weiter hinten saß hatte etwas Pech, denn dort war der Sound nicht der Beste. Teilweise verstand man gar nicht was gesungen wurde, da die Instrumente lauter klangen als die Stimme Zucchero´s. Zum Ende hin spielte Zucchero an einem Flügel, es war einfach wunderbar. Dann verabschiedete er sich und manche glaubten schon das war es und gingen. Nach zahlreichen Zugaberufen des Publikums wurde es wieder dunkel und es tat sich etwas auf der Bühne. Jetzt wurde noch mal alles gegeben und gerockt. Die Stimmung war wirklich gut und die Leute konnten gar nicht genug bekommen von den italienischen Rhythmen. Auch wer kein italienisch versteht und mitsingen kann - man kann die Musik und deren Stimmung fühlen. Zum Schluss durfte natürlich der Superhit „Senza Una Donna“ nicht fehlen, den wohl jeder kennt. Es war ein super Abschluss für ein wunderbares Konzert. Mit großem Applaus vom Publikum verneigte sich Zucchero und verließ die Bühne.

Auch wenn er äußerlich in die Jahre gekommen ist, hat er immer noch genug Power für eine tolle Show. Für mich ist er der „Joe Cocker Italiens“. Ein Besuch eines Konzertes von ihm lohnt sich immer!

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