You Me At Six

Das Böse schläft nie!

Vom: 23.01.2012

Es gibt nicht viele Bands, die bei ihrem dritten Album erst zwischen 21 und 22 Jahre alt sind, geschweige denn als Headliner in der Brixton Academy gespielt und zweimal das Hammersmith Apollo ausverkauft haben. Oder vor 65,000 Fans auf zweien ihrer vielen UK-Touren aufgetreten sind. Fest steht: YOU ME AT SIX sind zu Recht 2011 bei den Kerrang! Awards als "beste britische Band" ausgezeichnet worden.

Seit der Veröffentlichung ihres 2008er-Debüts "Take Off Your Colours" gehören YOU ME AT SIX  zu den großen Hoffnungen der britischen Rockmusik. Und sie haben sich sogar noch weiter entwickelt: Vom krawalligen Pop-Punk des Erstlings über die Explosivität ihres Top 5-Albums "Hold Me Down" (2010) hat die Band aus Surrey mit Party-Hymnen und Songs über Beziehungsdramen auch den letzten Sommer mit ihrem Soundtrack aus lebensfrohen Melodien und knackigen Riffs bereichert. 

Aber jetzt ist alles anders: YOU ME AT SIX bringen ihr drittes Album, "SINNERS NEVER SLEEP", heraus!  Sie sind älter und weiser geworden, oder besser ausgedrückt:  Diese Band hat ihre Jugend genossen, aber sie begibt sich nun auf zu neuen Ufern.  

"Das Letzte, was wir tun wollten", erzählt Drummer Dan Flint, "war ein Pop-Punk-Album darüber zu schreiben, wie wir uns auf der ‚Warped Tour‘ betrunken oder wie uns Mädels abserviert haben."

"Eine Menge dieser Einweg-Pop-Punk-Bands aus den Staaten haben dasselbe Album immer wieder und wieder geschrieben", definiert Josh die Einstellung seiner Band. "Was ist toll daran, eine Platte zu schreiben, die genauso klingt wie die davor? Sicherlich haben genau das gewisse Leute von uns verlangt. Also haben wir zuerst ‘When We Were Younger’ und ‘Bite My Tongue’ komponiert. Wir wollten diesen  Leuten zeigen, dass wir in eine andere Richtung gehen."

Gerade diese beiden Tracks lassen sofort erahnen, wohin die Reise von YOU ME AT SIX nun gehen wird.  ‘When We Were Younger’, am Schluss des Album, ist ein sich aufbauendes, grüblerisches und experimentelles Sechs-Minuten-Epos über Joshs Beziehung zu seinen Eltern. Bei ‘Bite My Tongue’ wirkt  Bring Me The Horizon-Sänger Oli Sykes mit: so heavy und wild hat man YOU ME AT SIX bis jetzt noch nicht gehört. Auch der Text ist eine Abkehr von den üblichen Klischees: In brutaler Ehrlichkeit berichtet Josh über die oft komplexen Verbindungen innerhalb eines Bandgefüges auf Tour.

"Einige glauben wirklich, dass man in einer Band nur Spaß hat, wenn man auf Welttour ist", wundert sich Max. "Aber es gibt gute und schlechte Zeiten. Diese CD reflektiert genau das, sie ist ehrlich. Es ist nicht alles nur Spaß, weil es kein einfacher Ritt war."

Eine dieser extremen Erfahrungen markiert die Inspiration für das Prunkstück ‘Little Death’. 2010, kurz vor der Veröffentlichung von "Hold Me Down", starb Dans Vater. Als die Band sich danach wieder zusammensetzte, musste Josh einfach darüber sprechen. "Von der Freude über ein Top 5-Album blieb auf einmal nichts mehr übrig, es war mir egal", erzählt Dan nachdenklich. "Josh hat dazu sehr schöne Worte gefunden.  Mein Vater wäre begeistert."

"Die Tatsache, dass sich unser Leben auf diesem Album befindet, bedeutet natürlich, dass es sich um reelle Geschichten handelt", sagt Gitarrist Chris Miller. "Daher stammt diese Tiefgründigkeit."

Nicht nur deswegen blicken YOU ME AT SIX gespannt entspannt in die Zukunft. Wir haben es hier mit einer ambitionierten Band zu tun, die nach vorne schaut, obwohl sie schon beim dritten Album ist. Älter, weiser und voller Selbstbewusstsein: ‘SINNERS NEVER SLEEP’ ist der erste Schritt vom Rest ihres Lebens. Und wie Reife, Intensität und Qualität dieser Platte beweisen, gibt es genügend Gründe, sich darüber zu freuen.

"Um uns herum als Band ist in den letzten zwei Jahren eine Menge passiert, das uns ziemlich schnell hat erwachsen werden lassen", zieht Josh das Fazit. „Der Schwerpunkt dieses Albums liegt genau darauf und es wird durch unsere Musik reflektiert. Was immer auch kommt, wird kommen – negativ oder positiv. Aber ich schaue lieber ohne Bedauern zurück und bin stolz auf unsere Songs, als zu denken: ‚Wir hätten es doch lieber ein klein bisschen anders versuchen sollen."

YOU ME AT SIX: Album "Sinners Never Sleep"
VÖ: 27.01.2012

Sinners Never Sleep

Quelle: EMI

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